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Comic-Besprechung - Venezianische Affären 3

Geschichten:
Venezianische Affären 3
(Abenddämmerung über der Lagune, Clara, Die Serenissima)
Autor: Guy Raives, Zeichner / Colorist: Eric Warnauts


Story:
Allessandro kehrt aus Afrika nach Venedig zurück. Nicht nur will er dort seine Hochzeit feiern, sondern zudem auch endgültig den Mörder seines Vaters entlarven und die Intrigen aufdecken die gegen ihn gesponnen wurden. Doch kann er nicht offen gegen seine Feinde vorgehen, sondern muss mit seinen Verbündeten ebenfalls intrigant handeln. So beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel was jedermann und jeder Frau das Leben kosten könnte, wenn es die Obrigkeit entdeckt.

Meinung:
Diesen dritten und abschließenden Band der Gesamtausgabe der Serie Venezianische Affären wird man mit großen Augen lesen. Was sowohl positiv als auch negativ  gemeint ist.

Zunächst einmal weiten sich die Pupillen da viele Fragezeichen diese leider Aufsperren. Im Laufe der Lektüre werden die Fragezeichen leider auch immer größer. Was paradox anmutet da schließlich in den Abschlussbänden alle Fragen geklärt werden sollen. Und ja: es wird alles zum Abschluss geführt. Es empfiehlt sich allerdings dringend die Saga an einem Stück zu lesen, denn ansonsten ist man in der Story rettungslos verloren. Das mag manche ansprechen welche die Herausforderung mögen. Zwar fehlt in dem dritten Band ein häufiger Wechsel der Szenerien (im zweiten wechselte der Handlungsort zwischen Venedig und Afrika), aber es wird dennoch nicht übersichtlicher. Obwohl auch keine Zeitsprünge die Lektüre unnötig erschweren würden. Es liegt vielmehr daran, dass man ein Höchstmaß an Konzentration braucht, um zu erkennen wer gegen wen warum intrigiert. Das kann die Lektüre reizvoll machen, aber leider kommen hier zwei große Fehler zum Tragen. Zum einen sind die Gesichter der Charaktere zu verwechselbar gestaltet, um sie manchmal unterscheiden zu können. Sie sehen sich auch oft einfach zu ähnlich. Selbst auf ein und derselben Seite, auch bei Actionsequenzen, verliert man den Überblick und weiß nicht genau wer gerade eigentlich die Oberhand behält. Einzig die Hauptfiguren sind wirklich individuell gestaltet, aber auch da ist man manchmal etwas unsicher. Zum anderen ist es eine Schande für ein bildhaftes Medium wie den Comic das viel zu viele Ereignisse einfach nur im Text erzählt werden und nicht bildhaft sind. Das widerspricht einer Kardinalregel gerade des angloamerikanischen Romans: „Show, don`t tell“. Da in diesen Sequenzen  nur mit Namen jongliert wird ohne dass man ein Gesicht vor Augen hat und somit die Zusammenhänge herstellen kann, ist es sehr mühsam und zudem überflüssig. Das hätte man weitaus eleganter und lesefreundlicher lösen können, indem anstelle eintöniger Erzählungen es einfach gezeigt worden wäre.

Man schleppt sich also träge durch das trübe Wasser Venedigs und versucht nicht unterzugehen. Aber das gibt einem die Muße die Stadt näher zu betrachten. Denn dieses ist der positive Aspekt: optisch ist der Band, abgesehen von den Gesichtern, ein Genuss. Mit staunenden Augen betrachtet man das Setting, die Architektur, das Dekor, die Kleidung und fühlt sich in das Milieu und in die Zeit versetzt. Die dunkle Kolorierung, welche das Zwielichtige der Intrigen wirkungsvoll unterstreicht,  weiß mit Lichteffekten zu punkten und vor allem die Details überzeugen. Das macht es besonders schade, dass die Story da nicht mithalten kann und die dramatischen Zeichnungen die müde Geschichte nicht wecken können.



Fazit:
Zwiespältig. Bei der komplexen Handlung droht man leicht die Übersicht zu verlieren. Erschwerend kommen die ähnlich sehenden Gesichter dazu und das viel zu viel nicht gezeigt wird. Ansonsten ist der Band zeichnerisch ein Genuß.


Venezianische Affären 3 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Venezianische Affären 3

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 32

ISBN 10:
3741619523

ISBN 13:
978-3741619526

152 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Setting, Dekor, Flair
  • komplexe Handlung
  • Atmosphäre
Negativ aufgefallen
  • Gesichter zum Verwechslen ähnlich
  • zu viel erzählt und nicht gezeigt
  • Handlung unnötig kompliziert
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Rezension vom: 12.11.2020
Kategorie: Alben
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