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Comic-Besprechung - Der Oracle Code

Geschichten:
Der Oracle Code
Original:
The Oracle Code
Autor: Marieke Nijkamp
Zeichner: Manuel Preitano
Farbe: Jordie Bellaire und Manuel Preitano
Übersetzung: Sanni Kentopf



Story:
Barbara Gordon will eine begabte Hackerin werden. Weil sie ihren Vater helfen will, wird sie so schwer verletzt, dass sie von nun an im Rollstuhl leben muss. Um damit zurecht zu kommen, schickt ihr Vater sie in ein renommiertes und anerkanntes Institut, das genau diese Art von Fällen betreut.

Doch schon bald spürt Barbara, dass das Arkham Center nicht nur wie ein gotisches Spukhaus aussieht, sondern auch düstere Geheimnisse birgt, von denen niemand erfahren soll. Das weckt ihren Spürsinn und sie macht sich mit neuem Lebensmut daran, heraus zu finden, was hinter den Kulissen vor sich geht.



Meinung:
Die Graphic Novel gehört zu einer Reihe von Geschichten, in denen Autoren und Künstler die Geschichte von Superhelden in einem modernen Stil und mit den Mitteln erzählen, die man gewöhnlich in „Young Adult“-Romanen findet. Auch für Superhelden-Fans ist das interessant, wirft das doch neues Licht auf altvertraute Helden.

Marieke Nijkam weiß wovon sie schreibt, denn die niederländische Autorin hat schon einige Romane über behinderte Jugendliche verfasst, die trotz der Einschränkungen ihren Lebensmut nie verloren oder wieder gefunden haben. In diesem Stil ist auch diese Geschichte gehalten und wird zu einer Coming-Of-Age-Geschichte.

Das Mädchen muss schmerzhaft lernen, dass Verbrechensbekämpfung kein Spiel ist und auch wenn sie erst mit sich hadert, so entwickelt sie doch mit anderen, die das gleiche Schicksal wie sie haben, neue Wege, als jemand verschwindet, der ihr viel bedeutet.

Tatsächlich springt Barbara nach und nach immer mehr über ihren Schatten und lernt, wie sie weiterhin aktiv werden kann, und das sie ihren Traum nicht unbedingt in die Mülltonne stopfen muss, eher im Gegenteil.

Der Comic kommt ohne Superkräfte aus, die Heldin ist ein ganz normales Teenager-Mädchen, dass sich über Strecken auch schwach zeigt und gerade dadurch lernt, dass man gemeinsam stärker ist als man denkt und auch problemlos Hilfe annehmen kann. Dabei wird zudem ein positives Bild geschaffen, dass auch den Leserinnen den Mut geben kann, nicht aufzugeben. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht.



Fazit:
Der Oracle Code ist eine spannende Kriminalgeschichte für Jugendliche in denen der Superheldenaspekt keine Rolle spielt. Das Abenteuer erzählt von ihr und anderen starken Mädchen, dem Mut weiter zu machen und auch wie wichtig Freundschaft und Vertrauen sind. Selbst der Fan wird Elemente neu entdecken, die er von „seiner“ Barbara Gordon alias Oracle schon kennt, so dass es sich lohnt, einen Blick zu riskieren.



Der Oracle Code - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Der Oracle Code

Autor der Besprechung:
Christel Scheja

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 13:
978-3741618475

212 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Auch im Rollstuhl kann man eine Heldin sein
  • Barbara Gordon einmal ganz anders und doch Oracle, wie sie leibt und lebt
  • Ein Abenteuer über und für starke Mädchen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 13.11.2020
Kategorie: Batman
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