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Comic-Besprechung - L. Frank – Integral 6

Geschichten:
Das Ultimatum 
Text: Jacques Martin
Zeichnungen: Francis Carin
Der Herr des Atoms 
Autor: Jacques Martin
Text: Michel Jacquemart
Zeichnungen: André Taymans 
Die blaue Mumie 
Autor: Jacques Martin
Szenario: Patrick Weber
Zeichnungen: Francis Carin


Story:
Auch im vierten Teil der Integralausgabe des franko-belgischen Comicklassikers sind wieder drei Alben enthalten. Die Bände sind zwischen 2004 und 2007 erschienen. 
In „Das Ultimatum“ befindet sich der Reporter L. Frank inmitten einer der größten terroristischen Bedrohungen, die Europa je erlebt hat: die Zerstörung des Kanaltunnels! Zusammen mit seiner jungen Cousine wird er den englischen Geheimdienst bei einem Wettlauf gegen die Zeit zwischen Brügge, Downhill (England) und einem Trawler in der Mitte des Ärmelkanals begleiten. „Der Herr des Atoms“ zeigt uns L. Frank auf einer Friedenskonferenz in Genf. Dort erhält der Reporter einen Brief mit einem Foto, auf dem ein atomarer Sprengkopf zu sehen ist. Der Sprengkopf ist vom gleichen Typ wie diejenigen, die der finstere Axel Borg in einer früheren Episode („Die große Bedrohung“) nach Paris schicken wollte. L. Frank ist mit Sophie und Robert in Ägypten, so beginnt „Die blaue Mumie“. Doch statt Ferien meldet sich sein dubioser Gegenspieler Axel Borg. Dem bösen Genie scheint es gelungen zu sein, altägyptische Mumien wieder zum Leben zu erwecken. Ein sensationelles Vorhaben, das durch seine Umsetzung für reichlich Chaos sorgt.
Ein 7-seitiger redaktioneller Teil runden den Band ab.



Meinung:
Der sechste Band der Integralausgabe zum franko-belgischen Comicklassiker „L. Frank“ ist einer der wichtigsten. Denn in ihm ist der Umbruch dokumentiert, in dem Jaques Martin die Regie über die Szenarien abgibt. Während die erste Geschichte „Das Ultimatum“ noch von Martin geschrieben wurde, wird er bei „Der Herr des Atoms“ und „Die blaue Mumie“ nur noch als Ideengeber genannt. Ein Generationswechsel, der der Serie sehr gut getan hat. 
Das letzte Werk Martins („Das Ultimatum“) zeigt deutlich, dass der Autor den richtigen Zeitpunkt für den Absprung verschlafen hat. Nach mehreren exotischen Abenteuern findet sich L. Frank in Brügge mit einer kleinen Cousine wieder. Diese taucht quasi aus dem Nichts auf – und das nach 16 Alben. Dafür hat er in ihr eine sympathische junge Frau gezeichnet. Der Rest des Albums springt hin und her. Es wirkt konfus und wenig durchgeplant.
Das 2006 entstandene „Der Herr des Atoms“ bildet einen Zwischenschritt. Denn es handelt sich um ein ganz besonderes Album. Die Geschichte wurde bereits 1954 von Jacques Martin für das Magazin „Tintin“ verfasst. Allerdings kam es seinerzeit nicht zu einer Veröffentlichung, da Hergé den Zeichner für die Geschichte „Der Fall Bienlein“ benötigte und vor allem wegen der Fortsetzung der neuen Abenteuer von Alix, auf die die Leser sehnsüchtig warteten. So verschwand „Der Herr des Atoms“ zunächst wieder in der Schublade, bis das Manuskript als 17. Album der Serie seine Auferstehung feierte. Nach vielen Durchschnittlichen Bänden, handelt es sich hier um eine wirklich fesselnde Geschichte. Natürlich ist die Handlung ein Déjà-vu: nukleare Bedrohung, und der Stil ist sehr 1960er-Jahre. Aber die Zeichnungen und das Szenarios machen die Lektüre zu einem Genuss.
„Die blaue Mumie“ hat mich wirklich überrascht. Nachdem Martin nun im Ruhestand ist und seine Arbeit von anderen Autoren fortgesetzt wird, findet sich der Leser in einer spektakulären Mumien-Geschichte wieder. Patrick Weber und Francis Carin verlassen dabei aber nicht das von Martin favorisierte Konzept, aktuelle Probleme in eine spannende Geschichte zu verpacken. „Die blaue Mumie“ konfrontiert die Leser nun mit dem Schrecken einer außer Kontrolle geratenen DNA-Technik. Das ist modern und verleiht der Serie die Verjüngungskur, die so wichtig war. Dabei setzen Patrick Weber und Francis Carin den mit dem Album „Die Entführung“ (L. Frank-Integralausgabe 5) begonnenen Zyklus fort und führen ihn in den nächsten beiden Alben weiter aus: Denn Axel Borg hat ein großes Projekt, das er mit L. Frank unbedingt teilen möchte. Ein exotisches Abenteuer mit einem interessanten Hintergrund. Offensichtlich sind die Schönheit einiger ägyptischer Landschaften, Martins Wissen über die Antike und das Talent von Carin erhalten geblieben.
Die Integral-Bände von Kult Comics fassen jeweils drei albenlange Geschichten zusammen. Dazu kommt in der Regel noch ein siebenseitiges Vorwort mit spannenden Details zur Serie und ihren Machern von Comicexperte Volker Hamann. Hier kommen auch seltene Einzelzeichnungen und andere Bilder zum Abdruck. In Belgien erscheint aktuell Band 31 der Serie. 



Fazit:
Der sechste Integralband versammelt drei Geschichten aus einer sehr interessanten Phase der Serie. „L. Frank“ löst sich von seinem Erfinder und geht neue Wege. Die ersten Gehversuche lassen den Leser optimistisch nach vorne blicken. Weiter so L. Frank! Für alle Fans franko-belgischer Comics uneingeschränkt zu empfehlen.



L. Frank – Integral 6 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

L. Frank – Integral 6

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Kult Comics

Preis:
€ 30

ISBN 13:
978-3-96430-078-2

152 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Entwicklung der Serie im Vergleich
  • Aufmachung
  • Ein Klassiker wieder zu haben
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 18.10.2020
Kategorie: Alben
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