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Comic-Besprechung - L. Frank – Integral 4

Geschichten:
Die Apocalypse
Das Ziel
Die Kamarilla
Text Jacques Martin 
Zeichnungen: Gilles Chaillet 


Story:
Auch im vierten Teil der Integralausgabe des franko-belgischen Comicklassikers sind wieder drei Alben enthalten. Die Bände sind zwischen 1987 und 1997 erschienen. 
L. Franc wird in „Die Apocalypse“ zu einem Seminar „eingeladen“, das von einer Organisation namens Pro Mundia über die ernsten Probleme der Menschheit und ihr Überleben informieren will. Von einem seltsamen Fahrer in einen geheimen Bunker in den Alpen gefahren, stellt unser Held fest, dass auch andere Persönlichkeiten zu der Veranstaltung eingeladen wurden, sogar sein schlimmster Feind Axel Borg. L. Frank wird in die Zukunft reisen, wo er die Nachkommen der Menschen treffen wird. Die mutierten Menschen haben die Erde tiefgreifend verändert.
In „Das Ziel“ geht L. Frank wieder einmal seinem ursprünglichen Beruf nach, als Reporter. Er kommt zu einem Interview mit dem ehemaligen Ballettstar Igor Lipsky in der Schweiz und trifft Olga Ritter-Borg, eine in der chemischen Industrie tätige Geschäftsfrau. Durch Zufall entdeckt er in den Papieren der Tänzerin ein vertrauliches Dokument über vergrabene Giftfässern in Quebec. Der Journalist spürt den Knüller, reist nach Kanada und schafft es, Fotos von dem unehrlichen Unternehmen zu machen. Dort wird er wird von seinem Feind Axel Borg gefangen genommen. 
L. Frank wird Zeuge der Niederlage seines Fahrerfreundes Yon Clare beim Großen Preis von Monza. Letzterer enthüllt ihm, dass sein Motor sabotiert wurde, damit er verliert, und dass die für diese Affäre verantwortliche Organisation „Die Kamarilla“ heißt. Sie setzt sich aus mächtigen Industriellen zusammen. Frank gerät mittenhinein in eine internationale Wirtschaftsverschwörung.
Ein 7-seitiger redaktioneller Teil runden den Band ab.



Meinung:
Alle in diesem Band enthaltenen Geschichten stammen aus der Feder von Jaques Martin und wurden von Gilles Chaillet umgesetzt. 
Den Einstieg in den Integralband bildet eine höchst ungewöhnliche Geschichte. Ein erstaunliches Album – „Die Apocalypse“. Was die Qualität der Zeichnungen von Gilles Chaillet und das Szenarion von Martin betrifft, so steht sie im Einklang mit den vorhergehenden; ebenso stehen die Beziehungen zwischen L. Frank und Borg im Einklang mit den beiden vorhergehenden Bänden, so zweideutig, wie man es sich nur wünschen kann! Im Übrigen ist dieses Album völlig untypisch. Die Dialoge sind manchmal etwas schwach. Möglicherweise hat der Autor sein Augenmerk zu sehr auf die futuristische Atmosphäre gelenkt. Martin bietet thematisch – der Entstehungszeit entsprechend – ein sehr altmodisch Album, mit einer sehr dunklen Botschaft, die für das Universum von Jacques Martin sehr ungewöhnlich ist. Verleiht der Serie aber einen neuen Atem. Nicht das beste Album der Serie, aber dennoch sehr interessant.
Nach einer völlig untypischen Apokalypse kehrte L. Frank in „Das Ziel“ zu seinem Beruf, dem investigativen Journalismus, zurück. Der erste Teil dieser Geschichte ist in dieser Hinsicht sehr überzeugend. Das Ende der Geschichte flacht inhaltlich ab. Um ihn zu eliminieren, haben Franks Feinde die seltsame Idee: Ihn auf eine wo er mittels des Einschlages einer Atomrakete sterben soll. Warum es einfach machen, wenn man es auch kompliziert machen kann, frage ich mich. Allerdings ist der Plot in dieser Situation natürlich auch in bester Gesellschaft. Kaum ein Bondgegner hat versucht den geheimagenten einfach zu erschießen. Immer muss es kompliziert sein. Unbeantwortet bleibt auch die Frage, warum ist es die britische Royal Navy ist, die zur Rettung unseres heldenhaften französischen Journalisten fliegt. Die Zeichnungen von Gilles Chaillet bleiben üppig, und wir langweilen uns nicht.
Acht Jahre vergingen zwischen der Veröffentlichung des 11. Albums „Das Ziel“ und dem 12. Zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung war Martin 76 Jahre alt. Dafür hat Martin ein Szenario vorgelegt, dass die Erwartungen nicht erfüllen kann. Die Formel-1-Welt als Hintergrund klingt spannend, hart aber kaum Bedeutung. Leider fehlt es den Figuren mitunter an Tiefe. Ganze Szenen sind uninteressant: die Wasserski-Szene zum Beispiel. Und Graziellas Liebesaffären: wen interessiert das! Die Handlung zieht sich hin. Selbst Borg scheint sich zu fragen, wozu er in diesem Schlamassel gekommen ist! Was die Zeichnung von Gilles Chaillet betrifft, so hat sie sich seit dem letzten Band erheblich weiterentwickelt. Sehr genial!!



Fazit:
Der vierte Integralband versammelt nicht die besten Geschichte der Serie. Eine Ausnahme ist vielleicht noch die erste Geschichte, die allemal spannende Unterhaltung bietet. Dennoch: Für alle Fans franko-belgischer Comics uneingeschränkt zu empfehlen.



L. Frank – Integral 4 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

L. Frank – Integral 4

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Kult Editionen

Preis:
€ 30

ISBN 13:
978-3-96430-018-8

152 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Aufmachung
  • Entwicklung der Serie im Vergleich
  • Plots
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 16.10.2020
Kategorie: Alben
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