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Comic-Besprechung - Grönland Odyssee

Geschichten:
Text und Zeichnung: Hervé Tanquerelle
Nach den Romanen von: Jørn Riel
Adaptiert von: Gwen de Bonneval


Story:
"Grönland Odyssee" ist eine Sammlung an Kurzgeschichte, die der dänische Schriftsteller Jørn Riel verfasste und Hervé Tanquerelle nun für das Comic adaptierte. Die Geschichten spielen unter Pelztierjägern in der Artis und stellen uns ihren rauen Alltag vor. Entstanden ist dabei ein Sammelsurium an Klatsch- und Traschgeschichten.



Meinung:
Der neue Tanquerelle ist da. Endlich! Und wieder spielt der Band in der Artis. Diesmal hat sich der Künstler allerdings Ideen gestohlen, wenn man es denn so hart formulieren will. Er griff zurück auf die Geschichten des dänischen Autors Jørn Riel. Und er tat gut daran, denn mir hat der neue Band noch besser gefallen als „Grönland Vertigo“.
Warum das so ist? Nun, da ist zunächst einmal die fehlende Farbe. Die Geschichten, die uns Tanquerelle ins Bild setzt, sind alle in Schwarz-Weiß gehalten. Das gefällt mir sehr viel besser als die Farbe von „Grönland Vertigo“. Denn schwarz-Weiß ist optimal, um ein Land ohne Farbe darzustellen. Hinzu kommt seine Mischung aus Aquarell-Technik und Zeichenstift. Dies sind die idealen Werkzeuge, um die Unermesslichkeit von Landschaften wiederzugeben. 
Die Figuren sind getreu wiedergegeben, und es ist wahr, dass wir nicht wissen, was wir von diesen Figuren halten sollen: Sie sind Abenteurer der modernen Zeit, aber alle voller Fehler. Trotzdem kann man nur an ihnen hängen, denn Tanquerelle stellt sie uns mit seiner ganzen Empathie vor. Der Leser fragt sich bei jeder einzelnen, ob sie auch anderswo leben könnten, beispielsweise in einer "normalen" Gesellschaft. Diese Frage habe ich für mich schnell verneint. Denn wenn ich mir die Helden der Geschichten, so wie Tanquerelle sie darstellt anschaue, im Unterhemd, Körperhygiene vernachlässigend, kaputte Kleidung und Zähne, dafür aber gewitzt und humorvoll, sehe ich keinen Platz in unseren Gesellschaften. Es sind Unikate, die uns der Comic vermittelt, mit denen der Leser viel Spaß hat.
Was die Geschichten betrifft, so entführen sie uns, getreu des Geistes, den der ursprüngliche dänische Autor ihnen zu Beginn gegeben hat, in eine Welt, in der unsere Referenzen als einfache Europäer keinen Wert haben. Stattdessen geht es um schwarzen Humor, Tagesabläufe, Jagd und Männerfreundschaften. Und Riel wusste, wovon er spricht. Denn in den1950er-jahren verbrachte er bei verschiedenen Expeditionen insgesamt sechzehn Jahre auf Grönland – ein Kenner.
Die Geschichten sind kurz und nicht wiederholend. Sie scheinen nicht miteinander zusammen zu hängen und bilden erst gemeinsam ein großes Ganzes. Wir binden uns an diese Charaktere und an dieses ausschließlich männliche Umfeld. Da es in dieser Welt nichts zu tun gibt, sind es die menschlichen Beziehungen, die vorherrschen. Das wird auch der Grund sein, warum es immer und immer wieder um Frauen geht in dieser durch und durch maskulinen Welt.



Fazit:
„Grönland Odyssee“ eine Sammlung von alltags und außergewöhnliche Geschichten die zwar in der Kälte der Arktis und in schwarz-weiss gezeichnet sind, aber von innen wärmen und das Leben bunt erscheinen lassen.



Grönland Odyssee - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Grönland Odyssee

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Avant Verlag

Preis:
€ 39

ISBN 13:
978-3-96445-024-1

376 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Freundschaften
  • Schrullige Typen
  • Empathie
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 11.10.2020
Kategorie: Alben
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