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Comic-Besprechung - Cyrrus Mil

Geschichten:
Text und Zeichnungen: Andreas

Story:
„Cyrrus – Mil“ enthält zwei in sich abgeschlossene Geschichten, die aber inhaltlich zusammenhängen. Sie sind Teil einer Trilogie, deren Zustandekommen allerdings an einem Verlagswechsel von Andreas scheiterte.  
In „Cyrrus“ begegnen wir Cyrrus Fox, einem Archäologen, dessen Forschungsschwerpunkt ein antiker Tempel bildet. Diese Untersuchung entwickelt sich allerdings mehr und mehr zu einem absonderlichen Trip, bei dem auch Reisen in das Jahr 1924 auf dem Programm stehen. „Mil“ spielt einige Jahre später. Wieder steht der Tempel im Mittelpunkt der Ereignisse und der Leser erfährt viele Details aus der Entstehungsgeschichte des Bauwerks. 



Meinung:
Schreiber und Leser lässt nicht nach beim Veröffentlichungsrhythmus der Werke von Andreas. Aktuell ist nun die Gesamtausgabe der beiden Geschichten Cyrrus und Mil erschienen, die ursprünglich 1984 bzw. 1987 bei Les Humanoïdes Associés verlegt wurden. Für diese Veröffentlichung hat der deutsche Künstler die beiden Geschichten moderat überarbeitet.
„Cyrrus Mil“ ist ein sehr anspruchsvolles Album. Da sollten keine Leser zugreifen, die möglicherweise noch nicht so viele Bände von Andreas gelesen haben. Der Ausnahmekünstler verlangt ja sowieso schon viel von seiner Fangemeinde ab. Wer nicht bei jedem Panel genau aufpasst, akribisch dem handlungsverlauf folgt, der verliert schnell den Faden und anschließend die Lust. Aber wer sich auf die verworrenen Geschichten einlässt, stößt die Tür zu einem verwunschenen Garten weit auf. 
„Cyrrus Mil“ bildet da keine Ausnahme. Es ist unmöglich, die Erzählung zu verflachen oder linear zu erklären. Sie ist kurz gesagt berauschend. Die beiden Geschichten, die sich um einen geheimnisvollen Tempel drehen, spielen auf verschiedenen Zeitebenen. Hier hilft der Zeichner dem Leser etwas, indem er die eine Ebene farbig und die andere schwarz-weiß darstellt. Wie immer steht bei Andreas die Bildsprache seiner Comics im Vordergrund. Seine Seitenarchitektur ist phänomenal. Als ich beim Lesen einmal komplett den Faden verloren habe, habe ich nicht sofort zurück geblättert, sondern zunächst einfach das große zeichnerische Können des Künstlers auf mich wirken lassen. Aber auch wenn man dem Plot genauestens verfolgt, belässt der Künstler einiges im Unklaren. Er fordert den Leser dazu auf, sich seine eigenen Gedanken zu machen, die Handlungsstränge eigenständig fortzuführen. Wie gesagt, eine Lektüre, die vom Leser einiges abverlangt.
„Cyrrus“ und „Mil“ bilden zwar eine Geschichte, haben aber beide komplett unterschiedliche Wirkung auf den Leser. „Cyrrus“ kann noch eher dem Genre Abenteuerliteratur zugeschrieben werden, während „Mil“ viel tiefer Mysty-Flair atmet. Vor allem mit der 24-seitigen Sequenz gegen Ende des Bandes „Mil“, in dem Andreas einen teil der Historie des Tempels wiedergibt, beschreitet der Zeichner neue Wege. Diese Seiten wirken etwas wie eine Vorstudie zum namenlosen 13. Album der Serie „Capricorn“. Im Gegensatz allerdings zu „Capricorn“ kommt der Erzähler bei „Mil“ nicht ganz ohne Worte aus. Denn ein paar wenige erläuternde Sätze finden sich in der bildgewaltigen Strecke schon. Die Nähe zum Werk von Kubrick dürfte dabei nicht ganz zufällig sein.   



Fazit:
„Cyrrus Mil“ ist eine schwierige, aber sehr lohnende Lektüre. Ich kann es uneingeschränkt den Kennern des Künstlers empfehlen, würde den band allerdings nicht anregen, den Band als Einstieg in das Oeuvre zu verwenden.



Cyrrus Mil - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Cyrrus Mil

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Schreiber und Leser

Preis:
€ 22,80

ISBN 13:
978-3-96582-008-1

96 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Artwork
  • Mysty-Flair
  • Seitenarchitektur
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 21.09.2020
Kategorie: Alben
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