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Comic-Besprechung - Jimmys Bastarde 2: Wie war das?!

Geschichten:
Jimmys Bastarde 2: Wie war das ?! (Jimmy´s Bastards 1-5)
Autor: Garth Ennis, Zeichner: Russ Braun, Colorist: John Kalisz


Story:
Jimmy Regent, Superagent seiner Majestät, hat die Verantwortlichen gefunden, die dafür sorgten, dass so gut wie alle Einwohner Londons ihr Geschlecht getauscht haben. Es sind seine eigenen Kinder von denen er nicht einmal wusste. Deren Rache führt bei Regent zu einem Nervenzusammenbruch und die Hoffnung Englands sitzt in der Psychiatrie fest. Kann seine Partnerin den Top-Spion so weit bringen, wieder aktiv zu werden?


Meinung:
Mit dem zweiten Band von Jimmys Bastarde geht die Agentenpersiflage vom Star und Enfant Terrible Garth Ennis in die zweite und auch finale Runde. Wer Ennis kennt, weiß das es wild, obszön und blutig zugehen wird.

Zwar kann die Serie nicht ganz mit einstigen Glanzstücken des Autors mithalten, vor allem wenn im Finale alles in Action, Blut und Gedärm versinkt, aber der böse, schwarze Humor blitzt immer wieder auf. Vor allem natürlich wenn man sich immer wieder 007 mitdenkt. Da ist natürlich schon der Titel doppeldeutig. Jimmy ist die Koseform von James und die benannten Bastarde sind nicht nur die unehelichen Kinder des omnipotenten Agenten, sondern auch die vielen Epigonen die sich in Film, TV, Romanen und Comics breitgemacht haben. Im Grunde ist es nur ein Schritt weitergedacht was diese Serie dann zur Persiflage macht. Was wäre wenn jede Frau mit der Bond geschlafen hat, ein Kind zur Welt gebracht hätte? Was wäre aus dem geworden, in dem übergroßen Schatten eines Superagenten aufzuwachsen, der von einem nichts weiß und sich auch nicht drum schert? Und was würde passieren, wenn man die Arroganz, das Ego dieses Helden erschüttert und aufbricht?

Genau das tut Ennis. Und als die Kinder nun zum finalen psychologischen Schlag ausholen, landet der Superagent in der Psychiatrie wo auch alle seine Vorgänger mit der Doppel-Null zu finden sind. Einer der Insassen erinnert denn auch frappierend an Sean Connery. Die Demontage eines Agenten der nervlich so zerrüttet ist, ist wunderbar. Bei jedem Gewaltakt entschuldigt er sich und ohne einen kleinen Hund an seiner Seite ist der Spion zu nichts in der Lage.

Dabei bekommt man doch etwas Mitleid mit den Schurken die in mehrfacher Hinsicht nur Opfer sind und von ihrem Anführer ausgenutzt werden. Insofern hinterlässt das Gemetzel in der zweiten Hälfte einen sehr üblen Nachgeschmack, aber es regt zum Nachdenken an gegenüber all den gesichtslosen Helfern von Schurken die immer so nebenbei von Helden ausgeschaltet werden. Aber gerade dieses unreflektierte Morden demontiert den Helden eigentlich noch mehr als die satirischen Aspekte.

Aber trotz dieser Qualitäten hat die Serie auch ihre Mängel. Gerade von den Details her hätte man manche Aspekte gerne ausführlicher gesehen. Gerade was den Geschlechtertausch anbelangt, der hier immer wieder gerade dann angesprochen wird, wenn man ihn schon fast wieder vergessen hätte. Da hätte man deutlich mehr draus machen können. Auch deutlichere Bezüge zu 007 wären schön gewesen, hätten aber wahrscheinlich rechtliche Probleme ergeben. Andererseits erinnert Russ Brauns Zeichenstil gerade bei den Gesichtern hier oftmals sehr an Steve Dillon was schon an eine Kopie grenzt. Aber der langjährige kongeniale Partner von Garth Ennis ist leider verstorben und nicht nur in dieser Hinsicht werden hier Erinnerungen an den alten Ennis wach, der in den letzten Jahren doch etwas nachgelassen hat. Insofern lohnt sich die Lektüre in die sich eine leicht wehmütige Note mischt.


Fazit:
Immer wieder blitzt der alte Ennis auf, aber die zweite Hälfte geht in Action und Blut unter, so dass man sich manche schrägen Aspekte etwas ausführlicher gewünscht hätte. Dennoch für Fans empfehlenswert.

Jimmys Bastarde 2: Wie war das?! - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Jimmys Bastarde 2: Wie war das?!

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 17

ISBN 10:
3741617261

ISBN 13:
978-3741617263

120 Seiten

Positiv aufgefallen
  • schwarzer Humor
  • Persiflage
  • Ennis teilweise wieder der Alte
  • schräge Ideen
Negativ aufgefallen
  • einige schöne Ideen gehen in Blut und Gewalt unter
  • manches nicht genügend ausgearbeitet
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Rezension vom: 06.07.2020
Kategorie: Hefte
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