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Comic-Besprechung - Sharkey the Bounty Hunter: Krawall im All

Geschichten:
Sharkey the Bounty Hunter: Krawall im All (Sharkey the Bounty Hunter 1-6)
Autor: Mark Millar, Zeichner / Colorist: Simone Bianchi


Story:
Sharkey ist ein intergalaktischer Kopfgeldjäger der aufgrund seiner Schulden nur einen alten Eiswagen fliegen kann anstelle eines Raumkreuzers. Auch sein letzter Job ermöglicht ihm nicht die finanzielle Ruhepause. Stattdessen ist Sharkey nun dazu verpflichtet den Angehörigen des verhafteten, ein Kind, zu den Verwandten in einem anderen Sternensystem zu bringen. Und das gerade jetzt wo ein milliardenschwerer Auftrag erfolgt ist. Das führt aber zu einem Wettrennen der Kopfgeldjäger. Und zu einem Wiedersehen zwischen Sharkey und seiner Ex-Frau.


Meinung:
Mark Millar hat sich einen solchen Namen als Comicautor gemacht, dass er im Grunde alles machen kann. So entwickelt er Stoffe für Netflix und arbeitet weiter seine Skripts aus. Dabei vermengen sich die Medien etwas. So ist etwa der außerirdische Kopfgeldjäger Sharkey anscheinend nicht nur eine Comicserie die in dem deutschen Paperback komplett vorliegt, sondern auch für Netflix entwickelt worden. Da Millar offensichtlich Narrenfreiheit genießt, kommen aber im Zuge seines hohen Outputs auch Serien zustande die nicht komplett überzeugen können.

Sharkey gehört dazu. Das soll nicht heißen das diese, im Original, sechsteilige Miniserie schlecht sei. Es ist immer noch eine amüsante Lektüre, aber doch ziemlich arm an Überraschungen. So ist der Held eine Mischung aus Lobo und Lemmy, dem Bassisten und Sänger von „Motörhead“, und die Geschichte wandelt auf klischeebeladenen Pfaden. Der Nonkonformist und Kopfgeldjäger Sharkey wird auf einen lukrativen Job angesetzt der zu einem Wettrennen mit anderen galaktischen Kopfgeldjägern wird. Dabei wird ihm noch ein Kind aufgehalst und er trifft seine Verflossene wieder, um dann nur festzustellen das die gejagte Terroristin anders ist als gedacht und nun der Jäger zum Gejagten wird. Spätestens seit den 1980ern ist diese Story pures Klischee. Immerhin gibt es anstelle eines schicken Raumkreuzers für Sharkey nur einen Eiswagen woraus aber nichts gemacht wird. Nur die Szene  in der er seinem schockierten Gast wider Willen mitteilt, dass diese Raumfähre keine Toilette hat, ist ein kleiner schöner Gedanke.

Die einzige wirklich gute Idee, die leider auch sträflich vernachlässigt wird, ist die Überspitzung der Fetischisierung von Technik. Die lauert immer unter der Oberfläche von Science-Fiction, wird hier aber sehr schön zugespitzt und hat Witz und sogar Emotion. Der Rest der Story ist leider Konvention und Klischee. Man ahnt jede nächste Seite, zumindest wenn man die letzten 30 Jahre nicht verschlafen hat, aber es gibt immerhin bei der zu erwartenden Entwicklung, das Raubein und das Kind entwickeln Respekt und Zuneigung füreinander, eine ironische Brechung, um dann doch am Ende wieder in das Klischee zu verfallen. Das hat alles nichts mehr mit dem Regelbrecher Mark Millar zu tun, sondern ist nur noch ein Wandeln auf abgenutzten Pfaden was zwar sehr nett zu lesen ist, man aber auch schnell wieder vergessen kann.

Trotz der teils wirren Zeichnungen von Simone Bianchi die zwar sehr fantasievoll sind und gerne auch mit der Panelanordnung spielen, aber manchmal zu einer Unübersichtlichkeit neigen die etwas nervt. Das wird noch dadurch unterstrichen, das Bianchi seinen Charakteren an den Konturen gern eine weiße Umrandung gibt was sie so abhebt wie bei einer Collage. Oder er wollte sie herausheben damit sie nicht in dem Panel untergehen. Insgesamt gesehen also eher eine enttäuschende Nummer.


Fazit:
Enttäuschend. Zwei gute Ideen können die Story nicht retten die viel zu sehr auf klischeehaften und bekannten Pfaden wandelt. Eine nette Lektüre mit konfusen Zeichnungen. 

Sharkey the Bounty Hunter: Krawall im All - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sharkey the Bounty Hunter: Krawall im All

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 20

ISBN 10:
3741617504

ISBN 13:
978-3741617508

156 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Überspitzung Technikfetisch
  • ironische Brechung
Negativ aufgefallen
  • klischeehafte Story
  • überraschungsarm
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Rezension vom: 21.06.2020
Kategorie: Hefte
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