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Comic-Besprechung - Spirou präsentiert 4

Geschichten:
Rumelsdorf Teil 1 - Enigma
Text: Béka (d.i. Bertrand Escaich und Caroline Roque)
Zeichnungen: Etien


Story:
Im Neuen Spirou präsentiert Band der Serie „Spirou präsentiert...“ werden die Abenteuer des jungen Grafen Rummelsdorf geschildert. Als der Graf während der deutschen Besatzungszeit – wir schreiben das Jahr 1940 – von seinem Freund Prof Black nach England gerufen wird, macht sich der spätere Freund von Spirou und Fantasio auf den Weg ins Königreich. Angesichts des 2. Weltkrieges kein einfaches Unterfangen. Auf der Insel angekommen wird er zum Landsitz Bletchley Park beordert, wo er zu einem Team stößt, dass dabei ist die deutsche Verschlüsselungsmaschine Enigma zu dechiffrieren. Voller Enthusiasmus, der nicht zuletzt von der jungen hübschen Blair Mackenzie angefeuert wird, die ebenfalls an dem Projekt arbeitet, lernt er den Exzentriker Alan Turing kennen. Gemeinsam machen sich die drei an die Arbeit, eines der kompliziertesten Rätsel des 20. Jahrhunderts zu lösen.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Mit „Rumelsdorf Teil 1 – Enigma“ liegt bereits der vierte Band der Serie „Spirou präsentiert…“ vor. Mit diesem Ableger des großen franko-belgischen Comicklassikers sollen ausgewählten Personen aus dem Spirou-Kosmos eine Geschichte bekommen. Die ersten drei Teile widmeten sich dem Zyklotrop – und nun als Graf Rummelsdorf. 
Mit der Dechiffrierung der Enigma haben sich Etien und Beka einen wirklichen Komplizierten historischen Hintergrund ausgesucht. Und sie lösen diese Aufgabe mit Bravour. Allein zur Erklärung der Funktionsweise der Chiffrierungsmaschine nehmen sich die Autoren sechs Seiten Zeit, bis alle Einzelheiten geklärt sind. Damit stellen sie Herge in der berühmten Szene in „Reiseziel Mond“, als Wolff Tim und Haddock die Funktionsweise eines Kernreaktors erklärt bei weitem in den Schatten. Denn der Erfinder des pfiffigen Reportes gönnte sich lediglich zwei Seiten hierfür. Aber egal ob Beka oder Herge, bei beiden Szenen kommt nicht die Spur von Langeweile auf – hunderttausend Höllenhunde.
Die historischen Tatsachen, die der Comic vermittelt entsprechen in etwas den tatsächlichen Vorgängen. Die endgültige Entschlüsselung der Enigma gelang tatsächlich in Bletchley Park und wurde dort vor allem von dem Mathematiker Alan Turing geschafft. Das bei der Lektüre des Comics keine Langeweile aufkommt, obwohl technische Funktionsweisen bis ins kleinste Detail und historische Realitäten übernommen und dargestellt wurden, liegt im Wesentlichen an dem spannenden Figurenkabinett, das der band liefert.
Allen voran natürlich der Graf, der in jungen Jahren die gleiche Agilität hat, aber noch nicht ganz so zerstreut ist, wie in seinen späteren Abenteuern mit Spirou und Fantasio. Auch Blair Mackenzie kommt ein nicht unerheblicher Teil am funktionieren des Bandes zu. Ihre frohe, lockere und kecke Art machen einfach Spaß und bilden einen perfekten Gegenpol zum exakten Grafen. Auch der mürrische und extravagante Alan Turing gehört zu den unterhaltenden, sympathischen Charakteren des Buches. Es bleibt hier abzuwarten, ob der Comic in einem späteren Band die tatsächlichen dramatischen Entwicklungen um seine Person nach dem Krieg noch thematisiert. Hinzu kommen Gastauftritte weiterer Persönlichkeiten, wie etwa Winston Churchill. 
Etien bietet in seinen Zeichnungen dass, was aus der Comicserie „Die Vier von der Bakerstreet“ bekannt ist. Schwungvolle Panels, die eine rasante Erzählung unterstützen, sowie tiefe und warme Farben. Dabei ist sein Strich gerade so realistisch, wie er sein kann, bei einem Semi-Funny und gerade so übertrieben, dass nicht jede Szene zum Klamauk wird.



Fazit:
Der vierte Band der „Spirou präsentiert…“-Reihe bietet kurzweilige Unterhaltung. Er ist perfekt in den Kosmos des Pagen eingebettet und ist fesselnd trotz komplexer Zusammenhänge.



Spirou präsentiert 4 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Spirou präsentiert 4

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 12

ISBN 13:
978-3-551-77676-1

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Sympathische Charaktere
  • Historischer Bezug
  • Technische Erklärungen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 08.05.2020
Kategorie: Alben
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