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Comic-Besprechung - L. Frank – Integral 5

Geschichten:
Der Flug der Spirit
Text Jacques Martin 
Zeichnungen: Gilles Chaillet 
Die Entführung
El Paradisio
Text Jacques Martin 
Zeichnungen: Christophe Simon 


Story:
Auch im fünften Teil der Integralausgabe des franko-belgischen Comicklassikers sind wieder drei Alben enthalten: „Der Flug der Spirit“, „Die Entführung“ und „El Paradisio“. Alle Bände sind zwischen 1998 und 2002 erschienen. In „Der Flug der Spirit“ ist der Reporter Luc Frank in Washington zu Besuch und muss miterleben, wie sein Erzrivale Axel Borg das Flugzeug stiehlt, mit dem Charles Lindbergh seinen ersten Atlantikflug absolvierte. Erst mit einigen Tricks gelingt es ihm, die Flugmaschine wieder zurück zu bekommen. „Die Entführung“ beginnt als klassische Kriminalgeschichte, bei der Luc den entführten Sohn von Barbara Trelaunay, einer reichen Geschäftsfrau, befreien soll. Dafür muss er bis nach Südostasien reisen und gerät dabei immer tiefer in eine ebenso mysteriöse wie schreckliche Geschichte. Auch bei „El Paradisio“ bildet ein exotischer Hintergrund die Basis der Geschichte. Hier trifft Luc auf eine moderne Form der Sklavenhaltergesellschaft. Indios werden dort ausgebeutet. Für den Reporter natürlich kein hinnehmbarer Zustand. Ein 7-seitiger redaktioneller Teil runden den Band ab.

Meinung:
Was ich an „L. Frank“ besonders schätze ist der Umstand, das mehrere Zeichner an der Serie gearbeitet haben. Bereits im zweiten Teil der Gesamtausgabe konnte der Leser den Wechsel von Martin zu Bob de Moor und Chaillet verfolgen. Im fünften Teil geht der Staffelstab nun von Chaillet auf Simon über. Christophe Simon wurde 1974 in Belgien geboren und hat auch schon vor L. Frank mit Martin zusammengearbeitet. So ist er unter anderem der Zeichner der Serie „Orion“, die ebenfalls von Martin getextet wurde. Aber auch bei „Alix“ hat er zeitweise die zeichnerische Verantwortung übernommen. Das es sich bei den beiden Belgieren um ein eingespieltes Team handelt, wird bei jedem Strich ersichtlich.
Der Verlag, Kult Comics, hat gut daran getan, die Gesamtausgabe des franko-belgischen Klassikers nicht in zeitlicher Reihenfolge zu veröffentlichen. Denn der erste Band der Serie geht zurück bis zum Jahr 1954. Hier textete und zeichnete noch Martin ganz alleine die Serie. Die ersten Abenteuer haben sicherlich im Wesentlichen historische Bedeutung. Und die Gegensätze werden sehr schnell deutlich, wenn man die Bände aus den 2000er-Jahren mit denen aus den 1950er-Jahren vergleicht. Themen und Erzählweise wirken auf die jungen Leser von heute sicherlich antiquiert.
Allerdings – und das macht die Reihe für mich weiter besonders interessant – besteht zwischen den neuen und den ersten Abenteuern kein krasser Bruch, sondern eine vorsichtige Modernisierung. Erzähltexte werden reduziert um das Erzähltempo zu erhöhen. Allerdings sind auch die neuen in diesem Band veröffentlichten Geschichten sehr textlastig. 
Über die genauen Umstände der Zeichnerwechsel und die Folgen informiert das interessante Vorwort. Der Leser bekommt hier Einblicke in das ganz besondere Verhältnis zwischen Szenarist und Zeichner.
Die Zeichnungen bei Chaillet und Simon sind ganz im Stil der klassischen „Ligne claire“. Und Freunde dieses Zeichenstils werden ihre helle Freude auch mit den neuen Geschichten haben. Denn „Luc Frank“ ist eine Serie, die ihrem Ursprungsstil auch nach über 65 Jahren noch treu ist. Das mag an der einen oder anderen Stelle etwas zu statisch sein. Aber der fünfte Band der Integralausgabe zeigt, dass die „Ligne claire“ noch lange nicht tot ist.



Fazit:
Schön aufgemachter Band. Die Fortführung der klassischen franko-belgischen Serie lässt keine Wünsche offen. Zu empfehlen für Freunde der „Ligne claire“. Ich hatte beim Lesen die Filmmusik von „Jenseits von Afrika“ laufen und war damit sehr zufrieden.



L. Frank – Integral 5 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

L. Frank – Integral 5

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Kult Comics

Preis:
€ 30

ISBN 13:
978-3-96430-020-1

152 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Aufmachung
  • Entwicklung der Serie im Vergleich
  • Plots
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(2 Stimmen)
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Rezension vom: 21.01.2020
Kategorie: Alben
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