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Comic-Besprechung - Die Rückkehr von Wolverine

Geschichten:
Die Rückkehr von Wolverine (Return of Wolverine 1-5)
Autor: Charles Soule, Zeichner: Steve McNiven, Declan Shalvey, Inker: Jay Leisten, Declan Shalvey, Colorist: Laura Martin


Story:
Das Gerücht bewahrheitet sich: Logan lebt wieder. Doch das ist für ihn alles andere als einfach, denn es reicht schon inmitten von Blut, Chaos und Tod zu erwachen, um einen zu traumatisieren. Zudem kann sich Logan an nichts mehr erinnern. Er weiß nicht mal mehr wer er ist und wer seine Freunde waren. Was ihn zu einem begehrten Mann macht für die finsteren Pläne der Organisation Soteira. So mündet das erste Wiedersehen mit den X-Men auch in einem harten Kampf.


Meinung:
In den Marvel Comics bleibt nichts und niemand tot. Selbst so ungeschriebene Gesetze das etwa Gwen Stacy und Ben Parker aus den Spider-Man Serien tot bleiben, werden immer wieder umgangen indem man sie etwa als Traumgebilde oder erst letztens als Klone auferstehen lässt und sie damit zumindest wieder kurzzeitig einführt. Aber auch sonst wimmelt es von Auferstehungen wie etwa der Partner von Captain America, Bucky, der als Winter Soldier sogar die Seiten wechselte. Auch die Schurken kommen immer wieder zurück, obwohl man gerade hier mal eine andere Figur in das Kostüm stecken kann.

Vor allem Helden dürfen nicht lange tot sein, da es ja schließlich ihre Serien sind die den Verlagen Geld einbringen. Man lässt sie zwar ab und an, vor allem wenn die Auflage schwächelt, mit großer Ankündigung und Presserummel das Zeitige segnen (wie etwa bei Superman und Captain America), schildert eine Zeitlang die Folgen und, schwupps, sind die beliebten Figuren wieder da. Bis zur nächsten sinkenden Auflage jedenfalls.

So war es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis Wolverine wieder da ist. Zwar machte Laura eine sehr gute Figur als All New Wolverine, aber man wurde nie das Gefühl los, das der Tod von Wolverine auch ein Testen der Kreativität war: wie soll man eine nahezu unsterbliche Figur töten? Die eigentlichen Fragen danach waren aber: wann und wie kommt Logan zurück? Das „Wann“ ist durch das Erscheinen dieses Bandes ja nun geklärt. Das „Wie“ ist interessanter. In einer vorgehenden Mini-Serie wurde Logan überall gesucht, da man ihn gesichtet hatte aber erst jetzt ist es offiziell: Logan lebt. Und die Erklärung ist durchaus logischer als sonst. Was machte man sich bislang für Verrenkungen im Kreativitätsbereich des Hirns, um eine Wiederauferstehung zu begründen. Da ist es in der Welt der X-Men einfacher: es gibt eine Mutantin welche Tote wieder zum Leben erwecken kann. Natürlich hat die einen bösen Plan, aber das sie Wolverine und damit einen potentiellen Feind wieder erweckt, geschah wohl in einem umnachteten Moment.

Eine weitere Schwachstelle besteht darin, dass Logan mal wieder sein Gedächtnis verloren hat. Gähn. Das ist schon so oft vorgekommen und schon dermaßen abgeschmackt, dass man die Figur als Hoffnungsträger für Alzheimerpatienten nehmen könnte, da Logan sich dann doch immer wieder erinnert. Immerhin ist es hier ein guter Einfall, indem das Gedächtnis visuell als eine Art Gefängnis gestaltet wird und Logan immer wieder je nach Situation und Bedarf einen Teil seiner Vergangenheit und dessen Erfahrungen loslässt. Allerdings wird in den Dialogen impliziert das moralisches Empfinden angeboren und somit ein Instinkt ist, denn ohne Erinnerung kann man auch nicht seine Erfahrungen abrufen und die gesellschaftlichen Umstände welche die Werte, Normen und Moralvorstellungen prägen. Im Umkehrschluss gerät das aber ärgerlich und reaktionär da dann das Böse auch angeboren sei und die Schurken so im Grunde nicht resozialisierbar sind was eine gefährliche Stimmung schaffen kann.

Man quält sich etwas mit der Story herum und in ihren groben Zügen läuft sie auch in erwarteten Schemata ab, das Wiedersehen mit den X-Men mündet in einem Kampf, und ist so langweilig wie die flächigen Zeichnungen die keinerlei Inspiration aufweisen. Es kommt alles etwas stakkatohaft und phasenweise langweilig daher, mündet aber in einem guten Finale welches spannend ist und das ausgerechnet der Cliffhanger auf der letzten Seite, der absolut nichts mit Action zu tun hat, das spannendste am ganzen Band ist, dürfte wohl sehr bezeichnend sein.

Man hätte Wolverine einen besseren Neustart gewünscht der psychologisch etwa das Trauma der eigenen Todeserfahrung beinhaltet und nicht ein langweiliges Actiongedöns voller Widersprüche, Unlogik, Klischees und reaktionärer Tendenzen. Chance vertan. 


Fazit:
Langweilig. Voller Klischees, uninspirierten Zeichnungen, Unlogik und reaktionärer Tendenzen. Ausgerechnet der ruhigste Moment ist der spannendste was schon viel zu sagen hat. Da wurde eine große Chance vertan.

Die Rückkehr von Wolverine - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Rückkehr von Wolverine

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 10:
3741613436

ISBN 13:
978-3741613432

136 Seiten

Positiv aufgefallen
  • guter Cliffhanger
  • glaubwürdige Auferstehung
Negativ aufgefallen
  • Klischees und Stereotypen
  • uninspirierte flächige Zeichnungen
  • psychologisch flach
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 04.12.2019
Kategorie: Wolverine
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