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Comic-Besprechung - Stern Band 1: Der Totengräber, der Tramp und der Mörder

Geschichten:
Stern Band 1: Der Totengräber, der Tramp und der Mörder (Stern - Le Crocque-Mort, Le Clochard et L'Assassin)
Autor: Frédéric Maffre, Zeichner: Julien Maffre, Übersetzung: Tanja Krämling

Story:

Elijah Stern ist der Totengräber der Provinzstadt Morrison. Ein ruhiger und verschlossener Einzelgänger, der von der Bevölkerung nicht gerade respektiert. Doch dann entdeckt er, dass sein letzter Kunde ermordet worden ist. Und beginnt diesem Mord nachzugehen.



Meinung:

Totengräber sind in den meisten Western dunkle Figuren, die oft mit Geiern daherkommen und es kaum erwarten können, bis der nächste Kunde ums Leben gekommen ist. In "Stern: Der Totengräber, der Tramp und der Mörder" wird der Vertreter dieses Berufs allerdings anders dargestellt. Und die Geschichte von dem Autoren Frédéric Maffre, dessen erste Serie dies ist, und dem Zeichner Julien Maffre ("Le Banque") liest sich durchaus interessant.

Eigentlich sieht alles nach einem normalen Auftrag aus. Ein Mann ist im Bett einer Hure gestorben, vermutlich wegen zu viel Alkohol. Doch dann wird der Totengräber Eliaja Stern damit beauftragt, eine Obduktion vorzunehmen. Und entdeckt, dass der Mann ermordet wurde. Und so beginnt er zu ermitteln. Doch das Problem ist, dass der Toten anscheinend keine Freunde hatte. Und jeder nur froh ist, dass er tot ist.

Elijah Stern ist ein ungewöhnlicher Protagonist. Auf dem ersten Blick sieht er nicht nach viel aus. Ein hochgeschossener, dürrer Mensch, der blass aussieht. Still und in sich gekehrt. Doch wie heißt es in einem Sprichwort so schön? "Stille Wasser sind tief". Und so handelt es sich bei ihm um einen intelligenten Mann, der gerne Moby Dick liest.

Und der in einem Kaff arbeitet, wo er gerade noch toleriert wird. Das Kreativteam macht die Abneigung gegen ihn deutlich. Und auch, wie er damit umgeht. Er lässt sich nichts anmerken, sondern geht nur seiner Arbeit nach.

Doch dann entdeckt er, dass der Tote ermordet wurde. Und greift damit in ein sprichwörtliches Bienennest. Wiederholt kommt es zu Begegnungen mit Leuten, die klar machen, dass sie den Toten nicht mochten. Und das machen sie auf ausdrücklich Art und Weise deutlich. Man fragt sich, was den Totengräber überhaupt antreibt, so unnachgiebig der Sache nachzugehen.

Das Motiv des Totengräbers wird dabei vom Kreativteam hervorragend ausgearbeitet. Ebenso, wie auch die Charakterisierung der anderen Figuren sehr gut ist. Man hat es mit jeder Menge abwechslungsreicher Figuren zu tun. Wie eben auch dem titelgebenden Tramp Lenny Handschuh, der mit dem Toten befreundet war.

Es ist interessant, wie das Kreativteam diese Figuren nimmt und sie nach und nach ausbaut. Wiederholt wird deutlich, dass diese Charaktere eine Vergangenheit haben, an der sie schwer zu tragen haben. Und damit auf unterschiedliche Art und Weise umgehen. Lenny zum Beispiel scheint sie in Alkohol zu ertränken. Und entpuppt sich als durchaus umgänglicher Mensch, wenn er nüchtern ist.

Die Geschichte ist spannend erzählt und voller überraschender Wendungen. Und auch vielen Toten. Das Leben hat in dieser Geschichte wenig Bedeutung. Und doch ist jeder Tod, von dem man liest, einer, der einem zu Herzen geht. Das ist ein gutes Zeichen, da so deutlich wird, wie gut die Charakterisierung der Figuren ist.

Dabei hat man es nicht eben mit gut aussehenden Figuren zu tun. So werden die Huren als abgehärmt dargestellt und selbst jemand, der als "Pretty Boy" bezeichnet wird, wirkt nicht schön, sondern allerhöchstens normal. Auf diese Art und Weise macht der Künstler klar, wie brutal und grausam das Leben damals war.

Und deshalb hat man es hier mit einem "Klassiker" und einem "Splashhit" zu tun.



Fazit:

Frédéric und Julien Maffre präsentieren mit "Stern: Der Totengräber, der Tramp und der Mörder" eine andere Westerngeschichte. Die Figuren wirken überwiegend abgehärmt und das Leben ist hier nicht viel wert. Die Charakterisierung kann überzeugen und die Story ist spannend erzählt.



Stern Band 1: Der Totengräber, der Tramp und der Mörder - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Stern Band 1: Der Totengräber, der Tramp und der Mörder

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 15,80

ISBN 13:
978-3-95839-324-0

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Ungewöhnlicher Westerncomic
  • Gelungene Geschichte
  • Spannende Story
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 09.12.2016
Kategorie: One Shots
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