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Comic-Besprechung - Sykes

Geschichten:
Sykes (Sykes)
Autor: Pierre Dubois, Illustrationen: Dimitri Armand, Farben: Dimitri Armand, Sébastien Gèrard, Übersetzung: Tanja Krämling

Story:

"Sentence" Sykes ist ein bekannter Kopfgeldjäger. Er jagt die gefürchtete Clayton-Bande. Und wird gleichzeitig von seinen eigenen Dämonen verfolgt.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Es gibt vermutlich kaum ein Genre, das sich im Laufe der Zeit so sehr geändert hat, wie der Western. Die Zeiten, in denen Gut und Böse eindeutig verteilt waren, sind schon längst vorbei. Inzwischen hat sich diese literarische Kategorie so gewandelt, dass es keine Erzählungen mit glorreichen Heroen mehr gibt. Stattdessen beherrschen Bände wie "Sykes" den Markt.

Der Comic wurde von Pierre Dubois geschrieben. Der Autor wurde 1945 in Charleville, in den Ardennen geboren. Aus seiner Kindheit hat er eine Vorliebe für alles Fantastische mitgenommen, was sich auch an seinen Werken bemerkbar ist. Er ist Drehbuchautor, normaler Schriftsteller und ebenfalls im Comicbereich tätig, wo er zum Beispiel "Die Kobolde" oder "Der Gezeichnete" schrieb.

Die Illustrationen stammen von Dimitri Armand. In seiner Kindheit las er Comics aus allen Teilen der Welt. Ursprünglich wollte er Trickzeichner werden, doch dann wurde ihm klar, dass er als Comickünstler besser aufgehoben war. Mit der Heroic-Fantasy-Serie "Angor" gelangte er zu Ruhm.

"Sentence" Sykes ist ein Marshall, der im Wilden Westen unterwegs ist, um dort für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Seine neuste Mission lässt ihn die gefürchtete Clayton-Bande jagen. Ein gefährlicher Auftrag, der persönlich wird, als die Mutter des kleinen Jims, die er vor kurzem kennenlernte, von diesen Gaunern umgebracht wird. Er stellt sich dieser Gruppe nicht alleine. Und doch ist dies eine Mission, die ihn verändern wird.

"Sykes" ist kein düsterer Comic. Es ist aber ebenfalls kein fröhlicher. Wenn man die Story bewerten würde, würde man sie als "Melancholisch" bezeichnen. Und das ist sie auch.

Es ist eine bedrückende Atmosphäre, was vor allem daran liegt, dass das Kreativteam dem Leser keine Ilusionen macht. Sie zeigen den Westen, wie er wirklich war. Wild, düster und brutal. Hier stirbt es sich schnell. Und das Ableben scheint nur bei wenigen Leuten Gefühlsregungen hervorzurufen.

In dieser Welt ist "Sentence" Sykes zu Hause. Und gleichzeitig wirkt er wie ein Fremdkörper in ihr. Er ist gut angezogen und wirkt gepflegt. Ebenso wird klar gemacht, dass er eine intellektuelle Seite hat, etwa wenn er "Moby Dick" liest und sich und sein Leben mit der Mission Kapitän Ahab vergleicht.

Gleichzeitig wird er allerdings auch von seinen eigenen Dämonen verfolgt. Es scheint etwas mit seiner Familie zu tun haben. Doch was genau mit dieser passiert ist, wird erst nach und nach enthüllt. Dies passt ebenfalls zu der melancholischen Atmosphäre.

Interessant sind ebenso die Begleiter von "Sentence" Sykes. O'Malley ist das genaue Gegenteil von Sykes. Ein Raubein, der Leben ohne zu zögern nimmt und doch im selben Moment ein guter Freund ist, der seinem Kumpel etwas zu lesen mitbringt. Selbst wenn die Lektüre nicht das ist, was dieser im Prinzip gerne liest.

Sein Moby Dick ist ein mysteriöser Prediger. Und als dieser aus seinem Leben entschwindet, verschwindet damit ebenfalls der Anker, der den Marschall zu den gemacht hat, was er eben war. Er wird wagemutiger, geht größere Risiken ein. Auch wenn er zur Gewalt immer nur als letztes Mittel greift.

Aber auch Jim Starret ist eine interessante Figur. Ein Junge, der Revolvermänner glorifiziert und für den "Sentence" Sykes irgendwann sogar die letzte Rettung ist. Und der nach einem grauenvollen Ereignis mit dem Marshall zusammen reist. Eine Reise, auf der er sehr viel Blut und Gewalt sieht, was ihn nach und nach verändert. Eindrucksvoll wird das in Szene gesetzt, als vor seinen Augen ein Mensch umgebracht wird, Eindrucksvoll wird sein Schock dargestellt und wie ihn das von Grunde auf verändert.

Doch gleichzeitig wird ebenso klar gemacht, dass die Zeiten sich ändern. Der Westen, den Sykes und sein Freund kennengelernt haben, verschwindet. Als äußeres Zeichen wird dabei das Verschwinden der Bisons angeführt. Ein prägnantes und passendes Beispiel dafür.

Das Ende des Buches ist ein Faustschlag in den Magen. Und passt perfekt zur Atmosphäre des Bandes. Es ist fast so, als ob ein Zyklus der Gewalt sich wiederholt. Wobei man nicht weiß, wie sich dieser unter den neuen Gegebenheiten verändern wird.

Die Zeichnungen von Dimitri Armand passen perfekt zu der Story. Sie sind überwiegend realistisch gehalten und geben die Realität, in der der Comic stattfindet, detailgetreu wieder. Nur selten bricht der diesen Stil auf, etwa dann wenn er den Kampf von Sykes gegen seine Nemesis zeigt. Doch selbst dann passt sein Stil.

Dieser Westerncomic ist ein "Klassiker" und ein "Splashhit"



Fazit:

"Sykes" ist ein melancholischer Westerncomic, der von Pierre Dubois geschrieben worden ist. Die Geschichte von "Sentence" Sykes wird hervorragend erzählt und seine Protagonisten, vor allem der Titelcharakter wirken nachvollziehbar und realistisch. Es ist eine blutige Welt, die durch die Zeichnungen von Dimitri Armand super dargestellt wird.



Sykes - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sykes

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 17,80

ISBN 13:
978-3-95839-225-0

80 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Melancholisch
  • Realistische Charaktere
  • Gelungene Zeichnungen
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1.5
(2 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 09.04.2016
Kategorie: One Shots
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