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Comic-Besprechung - Nowhere Men Band 1: Schlimmer als der Tod

Geschichten:
Nowhere Men Band 1: Schlimmer als der Tod
Original:
Nowhere Men # 1-6, Image Comics USA 2013
Autor: Eric Stephenson
Zeichner: Nate Bellegarde
Farben: Jordie Bellaire
Übersetzung: Christan Langenhagen

Story:
„Wissenschaft ist der neue Rock 'N' Roll“ ist der Leitspruch der vier brillanten jungen Wissenschaftler Dade Ellis, Simon Grimshaw, Emerson Strange und Thomas Walker, die in den letzten Jahren nicht nur Furore in ihren jeweiligen Fachbereichen gemacht haben und durch ihre Erfindungen und Entdeckungen zu Stars in den Medien geworden sind, sondern auch eine mächtige Firma geschaffen haben - „Worldcorp“.

Doch der Idealismus der Anfangstage hat sich inzwischen gewandelt. Die vier jungen Männer sind nicht mehr die Genies, die die Welt verbessern wollen, wie es noch in den späten 1960ern war, sondern haben sich von dem Moloch vereinnahmen lassen, den sie selbst geschaffen haben. Man hat sie zwar angestachelt, ihre Forschungen und Entwicklungen weiter zu treiben … aber dafür gesorgt, dass sie auch keine moralischen Grenzen mehr kennen.

Die vier Vorbilder der Gesellschaft sind längst zu Sklaven ihres eigenen Ehrgeizes und Erfolges geworden, wurden ihn Rollen gepresst, aus denen sie nur noch schwer ausbrechen können. Andere mit weniger gewissen leiten nun Worldcorp und seine Projekte.

Wie rücksichtslos sie sind, zeigt sich, als eine der Forschungsstationen im Weltraum aus den Fugen bricht. Die Besatzung weiß längst, dass sie Opfer des Molochs Fortschritt geworden sind, denn Experimente aller Art haben sie auf schreckliche Art und Weise verändert. Für sie geht es nun nur noch ums Überleben, denn ihre Chefs sind nicht gewillt, die Versprechen einzuhalten, die sie ihnen einst gemacht haben.



Meinung:
Nowhere Men ist leicht als Parabel auf den Fortschritts- und Zukunftsglauben zu sehen, der bis weit in den 1970er Jahre in der westlichen Welt der Maßstab aller Dinge war. Und auch wenn sich heutzutage die kritischen Stimmen mehren, so hat sich daran nur wenig geändert – trotz Umweltschutz und Warnungen, es mit der Gentechnik nicht noch weiter zu treiben.

Die vier jungen Wissenschaftler stehen stellvertretend für die vielen hundert Männer und Frauen, die durch ihre Forschungsergebnisse und Entwicklungen vieles erst möglich gemacht haben, aber in ihrem Idealismus, die Welt verbessern zu wollen, die Risiken und Gefahren außer Acht gelassen haben. Letztendlich sind es die Geschäftsleute, die ihre Ideen vermarkten und pervertieren, was auch in den Wissenschaftlern nicht ohne Folgen bleibt.

Die Geschichte bewegt sich auf gleich Ebenen – auf der ersten erlebt man durch Interviews, Bilder und Artikel die glorreiche Zeit und das Wirken der vier Wissenschaftler im Spiegel der Öffentlichkeit mit, in einer weiteren erlebt man die Männer in Aktion – einmal am Anfang ihres Ruhms, dann aber auch in der Zeit der Haupthandlung, die sich der Besatzung der Raumstation zuwendet. Auffällig dabei ist, dass gerade die vier Wissenschaftler sehr auf Distanz bleiben und man nicht wirklich mit ihnen warm wird.

Auch wenn die einzelnen Szenen auf den ersten Blick nur wie ein Sammelsurium wirken, so hängen sie doch wie die Fäden in einem Spinnennetz zusammen. Vergangenheit und Zukunft weben einen dichten Teppich, der nachdenklich macht, sind doch viele Parallelen zu unserer heutigen Welt zu erkennen. Man muss sich allerdings auch Zeit nehmen, um die einzelnen Geschichten in der Geschichte auf sich wirken zu lassen und die Zeitsprünge zu verkraften. Leicht machen es vor allem die Protagonisten von der Raumstation – besitzen sie doch allesamt Charakterzüge, die man auch aus der eigenen Umgebung kennt.



Fazit:
Schlimmer als der Tod, der erste Band Nowhere Men, bietet intelligente Unterhaltung mit vielen Bezügen zu unserer heutigen Gegenwart. Auch wenn die Geschichte sehr aufmerksam gelesen werden muss, um alle Zwischentöne mitzubekommen, so kann man sie doch vorbehaltlos genießen, da es gerade die normalen Figuren dem Leser einfach machen, eine Verbindung zur Geschichte zu knüpfen.

Nowhere Men Band 1: Schlimmer als der Tod - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Nowhere Men Band 1: Schlimmer als der Tod

Autor der Besprechung:
Christel Scheja

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 22,00

ISBN 13:
978-3864254000

184 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Eine Geschichte mit sehr realen und daher um so eindringlicheren Bezügen
  • Die Handlung ist geschickt aufgebaut und gewinnt gerade durch die interessante Verschachtelung an Spannung
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 09.10.2014
Kategorie: Alben
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