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Comic-Besprechung - Suicide Girls

Geschichten:
Suicide Girls (Suicide Girls 1-4)

Autor: Steve Niles, Missy Suicide, Bea Grant, Zane Grant
Zeichner: David Hahn, Cameron Stewart, Andy Belanger
Colorist: Antonio Fabela, Anaid Becerra



Story:
Die Gesellschaft der Zukunft wird von einem rigiden, religiös bestimmten System beherrscht, welches alle die sich anders fühlen wegsperrt und versucht umzuerziehen.  Die junge Frank sitzt in einem Gefängnis bis die legendären Suicide Girls sie befreien. Sie benötigen Franks Hilfe um ein bestimmtes Mädchen zu finden und somit dem Regime einen tödlichen Schlag zu verpassen.


Meinung:
Die Suicide Girls sind eine Webgemeinschaft von unangepassten Frauen und Mädchen, die sich der bürgerlichen Norm verweigern. Sie treffen sich in Foren und posten Bilder auf denen deutlich wird, dass sie allem anderen als den spießbürgerlichen Normen entsprechen. Da sind Frauen wie aus Mangas, fast alle tätowiert, oder sie haben Brandings und Piercings etc., und auch wenn sie aussehen wie Girlies, Metal Girls, Punks etc. so leben sie eher einen unangepassten Lifestyle, denn irgendwelchen Schubladen zu entsprechen. Was eben deren Ziel ist. Anpassung ist ein Gräuel und das Ausleben der eigenen Individualität und Kreativität das höhere Ziel. Egal was andere über sie denken mögen. So haben sie sich anhand ihrer individuellen Freiheit zusammengeschlossen. Neu ist, dass es nur Frauen sind, die sich hier treffen, abseits der Schönheitsideale modeln  und ihren ganz eigenen Schönheitsbegriff leben und in die Welt tragen. Was eine wunderbare und sympathische Idee ist.

Weniger wunderbar und weniger sympathisch hingegen ist, dass aufgrund dieser Website und dem daraus entstandenen Label ein Comic entstanden ist. Auch wenn ein großartiger Autor wie Steve Niles hier beteiligt war, so bleibt doch ein nicht unerhebliches Geschmäckle, das man aus etwas, was sich den Normen verweigert, schnell ein Franchise gemacht hat, um Geld damit zu verdienen. Indem man sich eines gegenläufigen Trends bedient, wird er dem Mainstream einverleibt und damit gebändigt. So schluckt der Mainstream wieder einmal diejenigen, die sich ihm eigentlich verweigern.

Dabei huldigt der Comic durchaus den Frauen und führt das, was die Mitgliederinnen empfinden in das Science-Fiction-Genre. Damit ist die geschilderte Dystopie die Verkörperung dessen, was von den Frauen abgelehnt wird. In dieser zukünftigen Welt scheint, da der Stoff aus den USA stammt, die Tea Party mit ihrem religiös verbrämten Puritanismus die Welt an sich gerissen zu haben. Jede Kreativität und Lebenslust ist verboten. Alles hat dem gesellschaftlichen Zweck untergeordnet zu werden und alles Leben nach den religiösen Regeln zu folgen. Natürlich sind dann die Führer bigott und die Menschen werden umerzogen und die Jünger sind Cyborgs. Mehr Maschine als Menschen, da sie ja nur funktionieren sollen und keine Individualität besitzen dürfen. Dem gegenüber steht eine weibliche Rebellengruppe, eben die Suicide Girls, welche tätowiert, gepierct, jung und hübsch sind und Freude am Leben haben. Wozu es auch gehört, öfters nackt zu sein. Grautöne gibt es zwischen den beiden Lagern nicht und so bekämpfen sie sich gnadenlos.

Im Laufe dieses actionlastigen Abenteuers werden dann auch viele Genrevertreter mal mehr mal weniger deutlich zitiert und gestreift. Uhrwerk Orange kommt deutlich vor wie auch Resident Evil, Brave New World und viele andere. Das Nerdtum wird als Handlungsanweisung etabliert und in der Ausarbeitung von Schlachtplänen orientieren sich zwei Frauen an Computerspielen und Filmen. Auch wenn das alles eine schöne nette Idee ist, so macht das viele Zitieren und Anlehnen deutlich, das nichts davon wirklich neu ist. Es plätschert so vor sich hin. Und manchmal macht die Story große Sprünge, wobei sie sich dann vergisst.

Das ist insgesamt alles sehr nett anzusehen aber insgesamt doch nur Durchschnitt. Also alles das, was die ursprünglichen Suicide Girls komplett ablehnen. Man gespannt sein, wie die Webgemeinschaft auf die kleine Graphic Novel reagiert.


Fazit:
Allein schon die Existenz des Comics spricht den Intentionen der Suicide Girls Hohn. Und dass die Story fast allein aus Zitaten und Anlehnungen besteht, macht das Science-Fiction-Abenteuer trotz einiger guter Ideen zu Durchschnitt.

Suicide Girls - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Suicide Girls

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 10:
3862017850

ISBN 13:
978-3862017850

128 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Action und Erotik
  • Grundidee
  • sympathischer Hintergrund
Negativ aufgefallen
  • nur Zitate und Anleihen statt eigener Story
  • viele inhaltliche Sprünge
  • nichts Neues
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Rezension vom: 21.02.2014
Kategorie: Hefte
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