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Comic-Besprechung - Zeit des Bösen: Apokalypse

Geschichten:
Zeit des Bösen: Apokalypse

Autor / Zeichner / Colorist: Luis Royo, Romulo Royo


Story:
Die Apokalypse hat begonnen und die Welt wurde von Engeln und Dämonen überrannt. Zwischen den Fronten befinden sich die Menschen, die sich irgendwie arrangieren müssen. Doch einige Menschen sind auch Streiter für die jeweilige Seite. So etwa die geheimnisvolle und schöne Luz, die für die Seite des Mondes kämpft.


Meinung:
Mit Zeit des Bösen ist ein Mammutwerk in Arbeit, welches multimedial ausgerichtet ist. So gibt es Videoclips, eine DVD, in Zusammenarbeit mit einer Band auch eine CD, mit  Zeit des Bösen: Soum einen Manga und vor allem wohl mit dem vorliegenden Illustrationsbuch mit Text Zeit des Bösen: Apokalypse das Hauptwerk. Dabei ist hier schon eine Multimedia-DVD mitgeliefert und das Buch ist inhaltlich eng mit dem zeitgleich erscheinenden Manga verwoben.

Dabei ist Apokalypse kein Comic im engeren Sinne, sondern eher ein illustrierter Roman. Zumindest vom Konzept her. Wobei auch das nicht so richtig ist, denn angesichts des abgelieferten Textes sollte man eher von einem mit Texten angereicherten Illustrationsband reden. So mancher mag sich jetzt fragen, wo der Unterschied ist. Ganz einfach: in der Gewichtung. Hier ist das Bild eindeutig das Primat, was man auch dahingehend merkt, das der Text einfach schlecht ist. Megastar Luis Royo und sein Sohn Romulu sind geniale Zeichner und Maler und das Konzept des Mammutwerkes ist an sich auch nicht schlecht, aber sie sind einfach keine Autoren.

Die Gemälde sind wie üblich bei Royo sehr eindrucksvoll, wobei besonders die mit Acryl ausgeführten sehr plastisch und intensiv wirken. Sinnlich und detailreich können sie den Betrachter in den Bann ziehen und die Erotik gerät niemals frivol oder obszön, da vor allem die Heldin Luz zwar deutlich einem Kindchenschema entspricht, aber trotzdem sehr unnahbar wirkt. Interessanterweise kann man an den Zeichnungen diverse Einflüsse bemerken, was in den ausgestalteten Gemälden dann etwas kaschiert wird. So wirken die Dämonen, Monster und Engel manchmal gerade bei den Gesichtern wie aus einem Alptraum von Paolo Serpieri entsprungen und gerade die Bleistiftzeichnungen der Frauen machen einen Einfluss von Milo Manara deutlich, wobei dann gerade der Stil und die Maltechnik den jeweiligen Unterschied ausmachen.

So hingerissen man von den Bildern sein kann, umso ärgerlicher ist es, das der Text so schwach ausfällt. Es gibt einfach keine Dramaturgie und so springt er von Handlungssegment zu Segment, wechselt einfach die Perspektive, bricht mitten in einer Handlung ab, die erst später wieder aufgenommen wird und versäumt es, Spannung zu schüren. Alles wirkt dann zerfasert und konfus und der Leser ist komplett verwirrt, da er nichts mehr einordnen kann. Das Spiel mit der Mythologie ist zwar interessant und ein netter Einfall, aber leider wird dann alles sehr esoterisch verbrämt und ist historisch gesehen, wenn man sich schon darauf bezieht, kompletter Unsinn. Da wird alles mal durcheinander geworfen von altägyptischer Religion, über Christentum, Judentum, ein bisschen Babylon, etc. Auch die Charaktere kommen einem nicht näher und somit ist der Text einmal durchzustehen und beim späteren Lesen erinnert man sich schon beim Betrachten der Bilder an den groben Handlungsverlauf. Und mehr hatten die „Autoren“ wohl nicht im Sinn, als einen dünnen roten Faden aufzuspannen, mit dem die Bilder zusammengefügt werden können. Und die lohnen sich wirklich.

Fazit:
Wie üblich bei Luis Royo sind die Gemälde außergewöhnlich und faszinierend und lohnen demnach die Anschaffung. Aber leider sind weder er noch sein Sohn gute Autoren und so ist der Text sehr schwach ausgefallen. Dementsprechend bleibt ein zwiespältiger Eindruck.

Zeit des Bösen: Apokalypse - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Zeit des Bösen: Apokalypse

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 35,00

ISBN 10:
3864252024

ISBN 13:
978-3-864252-02-0

128 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Gemälde
  • Vielschichtigkeit
  • Projektgedanke
Negativ aufgefallen
  • Text
  • keine funktionierende Dramaturgie
  • esoterisch verbrämt
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Rezension vom: 06.01.2014
Kategorie: Alben
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