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Comic-Besprechung - Stitched 2: Das Schwarze Fass

Geschichten:
Sitched 2: Das schwarze Fass (Stitched 8-13)

Autor: Mike Wolfer
Zeichner: Fernando Furukawa
Colorist: Digikore Studios


Story:
Obwohl das Sklavenlager zerstört ist, konnten doch einige der Untoten von Fanatikern gerettet werden. Eine militärische Spezialeinheit wird auf das Schiff, auf dem die Wesen transportiert werden, angesetzt, um den Verkauf einer so mächtigen Waffe an einen dubiosen Händler zu verhindern.


Meinung:
Die Fortsetzung um die Untoten fängt da an, wo sie der erste Band verlassen hat und überrascht prompt, indem eine Rettungsmission scheitert und die vermeintlichen Helden des Teils komplett versagen. Da muss man erst einmal Luft holen, da es so ziemlich allen Genreregeln widerspricht und gratuliert dann insgesamt dem neuen Autor, der die Staffel von Garth Ennis übernommen hat. Ennis hatte Stitched entwickelt, aber nach den ersten sieben Kapiteln die Serie an Mike Wolfer abgegeben. Dadurch ändert sich natürlich zwangsläufig der Tonfall, aber insgesamt ist der zweite Teil Das schwarze Fass eine sehr positive Überraschung.

Nachdem die Rettungsmission in einem Blutbad endete, muss sich der Leser erst einmal davon erholen. Schließlich werden normalerweise in dem Genre zunächst traumatische Ereignisse eingeführt, deren Auswirkungen sich dann der Held im weiteren Verlauf stellen muss. Das ist hier nicht der Fall und Wolfer überrascht mit einer anderen Herangehensweise. Vor allem wird nämlich eine neue Perspektive eingenommen und die Handlung aus Schurkensicht erzählt. Womit nicht die mumifizierten Untoten gemeint sind.

Letzterer Herkunft wird übrigens erklärt, was normalerweise den Unholden im Horrorgenre die Aura nimmt und sie in gewissem Sinne vermenschlicht und damit zumindest teilweise Identifikation und Empathie ermöglichen. Dadurch verlieren sie an Schrecken (einer der grundlegendsten Fehler etwa des Halloween-Remakes von Rob Zombie). Wenn man erfährt das ein Monster als Kind missbraucht worden war, so entwickelt man zwangsläufig ein Mitgefühl für das Kind, obwohl es später ein übernatürliches Monster wird (wie etwa Freddy Krueger aus Nightmare on Elm Street oder Michael Myers aus Halloween). Trotz aller grausamen Taten sieht man als Leser und Zuschauer immer noch Reste des einstigen Menschen in ihm und somit verliert die Aura an Bedrohung. Doch hier kann das vermieden werden, was schon der zweite erstaunliche Aspekt der Fortsetzung ist.

Viele Wendungen und Überraschungen halten den Leser gebannt auf den Seiten fest, denn gerade die Unerwartbarkeit macht alles sehr spannend. Dabei wirkt doch alles eigentlich so bekannt und man hat schon alles gesehen und gelesen. Da wird atmosphärischer Grusel im exotischen Ambiente geboten, was durchaus an die Geistergeschichten von Rudyard Kipling erinnert, und diese mit Slasher und Splatterhorror vermengt. Das gerät äußerst brutal, ist aber auch sehr gelungen.

Generell ist die momentane Splatterwelle im Comic auffällig, was mal gesondert betrachtet werden sollte. So entsteht hier jedenfalls abseits der gelungenen Oberfläche kaum Subtext. Einzig das sich die Kontrahenten ähnlicher sind als sie zuzugeben bereit sind. Denn die Ideologie ist nur ein Mantel für das Machtbestreben.

Die Zeichnungen sind sehr gelungen und können mit den Perspektivwechseln und den nahezu filmischen Schnitten eine große Dynamik erzeugen. Nur wirken die Figuren manchmal etwas gedrungen und die Beine im Verhältnis zum Körper etwas zu klein. Und das bei lauten Rufen der Speichel aus dem Mund spritzt ist etwas übertrieben. Ansonsten sind die gerade der Seitenaufbau und die geschickte Kombination der Panels extrem gut und macht alles sehr mitreißend.


Fazit:
Eine positive Überraschung. Wolfer bricht zu Beginn gleich mit einigen Genregeln und lässt den Leser in der Schwebe und konfrontiert ihn mehrmals mit überraschenden Wendungen. Grusel trifft Splatter in exotischem Ambiente und die hervorragend aufgebauten Zeichnungen sind nahezu filmisch. Zugreifen.

Stitched 2: Das Schwarze Fass - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Stitched 2: Das Schwarze Fass

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 13:
4198448516958

148 Seiten

Positiv aufgefallen
  • überraschende Perspektivwechsel
  • Verweigerung Genreregeln
  • Action und Spannung und Blut
  • viele Überraschungen
  • hervorragender Panel- und Seitenaufbau
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 04.01.2014
Kategorie: Hefte
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