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Comic-Besprechung - Zeit des Bösen: Soum

Geschichten:
Zeit des Bösen: Soum

Autor / Zeichner: Kenny Ruiz


Story:
Die Apokalypse hat schon begonnen. Im verwüsteten Tokyo werden die wenigen noch nicht von Geistern und Dämonen überrannten Bezirke von unterschiedlichen Gangs kontrolliert. Zwischen allen Fronten befindet sich die junge Soum, welche von einer geheimnisvollen Sekte ausgebildet worden war, diese aber verlassen hatte. Nun geht sie ihren eigenen Weg. Bis sie eines Tages eine Nachricht abfängt, die schon bald ihr Schicksal bestimmen wird.


Meinung:
Mit Zeit des Bösen ist ein Mammutwerk in Arbeit, welches multimedial ausgerichtet ist. So gibt es Videoclips, eine DVD, in Zusammenarbeit mit einer Band auch eine CD, ein Illustrationsbuch mit Text und mit dem vorliegenden Buch Zeit des Bösen: Soum auch einen reinen Comic. Oder besser: ein Manga. Auch wenn der von dem Spanier Kenny Ruiz gezeichnet ist. Das mag manche verwundern, aber Ruiz hatte schon vorher Mangas gezeichnet, die auch in Japan erfolgreich waren und es liegt nahe, dass mit ihm ein Landsmann der Masterminds ausgewählt worden ist. Schließlich stecken hinter dem ganzen Projekt Megastar Luis Royo und sein Sohn Romulo.

Auch wenn der Manga also zu diesem Mammutprojekt gehört, so kann das Buch doch eigenständig gelesen werden. Man braucht keine Vorkenntnisse und muss nicht unbedingt wissen worum es in der Gesamtsaga geht. Wobei es natürlich hilfreich sein könnte. Vielmehr geht es hier nämlich um einen bestimmten Charakter und erzählt gleichzeitig einen Teil der Vorgeschichte zu dem Illustrationsband Zeit des Bösen: Apokalypse.

Aber allein für sich kann dieser Fantasyhorrormix auch schon überzeugen. Zwar kommen einem die einzelnen Bestandteile für sich genommen äußerst bekannt vor und auch insgesamt wirkt das alles nicht sonderlich innovativ. Bedient werden Standards des Horror-Apokalypse-Subgenres. Die Zivilisation wie man sie kennt ist untergegangen und eine oftmals knapp bekleidete Frau kämpft sich ihren Weg gegen unterschiedliche Banden durch in einer verwüsteten Welt, wobei hier der Anteil an Horror durch Geister, Dämonen, etc. besorgt wird. Alles das ist nicht gerade neu, aber es gibt immer wieder Möglichkeit für Action und Atmosphäre, die hier sehr gut eingefangen werden konnten. Da die Story in Japan spielt, kann Ruiz auch sehr gut japanische Folklore einbauen und so ein kleines Sammelsurium der japanischen Geister- und Dämonenwelt unterbringen, was gerade europäischen Lesern einen angenehmen exotischen Reiz bietet. Hier ist das alles sehr harmonisch und droht niemals in das Esoterische abzugleiten. Somit stimmen die Stimmung und die Action. Und auch die Charaktere können überzeugen, wobei vor allem die Psyche der Soum im Mittelpunkt steht und nachvollziehbar gestaltet worden ist.

Zwar wird auch hier nicht über die Klischees hinausgehendes geboten, aber sie können überzeugen. Da gibt es die Rivalitäten innerhalb einer Sekte, das Opfer, die weise Beraterin, die Bestimmung die erfüllt werden muss, etc. Hier werden alle Archetypen bedient, wie es sich für Fantasy gehört. Nur das eben alle weiblich sind.
Stilistisch ist es deutlich erkennbar, das, obwohl ein Manga, ein europäischer Background vorliegt. Abgesehen von der westlichen Leserichtung, wird es vermieden,  dass alles konfus wirkt. Trotz der gängigen Stilistik sind die Panels übersichtlich und auch die Story ist stringent ausgeführt. Und trotz aller Klischees und Archetypen gibt es doch immer noch einige kleinere Aspekte die einen wirklich überraschen können und somit dem ganzen neues Leben einhaucht.

Wie bei Cross Cult üblich gibt es auch hier einiges an Extras, die erhellend, selbstironisch und wirklich interessant sind.


Fazit:
Trotz der Bedienung vieler Klischees und dem Abhandeln von Archetypen ist dieser One-Shot, der zu einem Mulitmediaopus gehört, gelungen. Spannung, Dramatik und Action gehen Hand in Hand und obwohl viele Elemente bekannt sind, gibt es doch immer wieder einige Überraschungen.

Zeit des Bösen: Soum - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Zeit des Bösen: Soum

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 9,80

ISBN 10:
3864252040

ISBN 13:
978-3-864252-04-4

176 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Spannung und Action
  • japanische Mythologie
  • überraschende Wendungen
  • eigenständig in Gesamtsaga
Negativ aufgefallen
  • Bedienung Klischees und Archetypen
  • viele bekannte Elemente
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Rezension vom: 03.01.2014
Kategorie: Mangas
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