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Comic-Besprechung - Wolverine Season One

Geschichten:
Wolverine Season One (Wolverine Season One)

Autor: Ben Acker, Ben Blacker
Zeichner: Salva Espin, Cam Smith
Colorist: Jim Charalampidis


Story:
James Hudson und seine Frau Heather begegnen bei einem Ausflug in die kanadische Wildnis zwei Kreaturen, die sich heftig bekämpfen. Als der Wendigo das Paar anzugreifen droht, kommt ihnen aber der verwilderte Mann zur Hilfe, der dabei schwer verletzt wird. Kurzerhand nehmen die Hudsons den erstaunlich schnell heilenden Mann mit sich. Dessen Name ist Logan und als Regierungsangestellte helfen die Hudsons ihm mit seiner tierischen Seite fertig zu werden, damit er als Wolverine gefährliche Aufträge übernehmen kann.


Meinung:
In der kleinen Reihe Season One werden in One-Shots im Paperbackformat die Anfänge lang bekannter Helden neu erzählt. Das hat allerdings nicht unbedingt etwas damit zu tun, das die Mythologie und die Origins komplett neu erfunden werden (wie manchmal bei den Ultimativen), sondern eher damit, dass ein junges Publikum alte Inhalte frisch und modern präsentiert bekommt. Ein gewisser Verdacht der Geldbeutelschneiderei lässt sich da natürlich nicht vermeiden.

Der aktuelle Band der Reihe ist nun Wolverine gewidmet. Dieser ist im Laufe der Zeit zu einem der beliebtesten Marvel-Helden überhaupt geworden und man kennt ihn als X-Men, als Rächer und aus seinen eigenen Soloabenteuern. Wozu also noch einmal die Origin erzählen (wie es damals schon Frank Miller gemacht hat)? Weil die comichistorische Vergangenheit des Charakters nicht mehr so präsent ist. 1974 hatte der Krallenschwinger seinen ersten Auftritt auf den Seiten des Hulk und trat direkt gegen ihn (was hier zitiert wird). Erst langsam entwickelte sich die Figur und trat immer öfter auf.

So unternehmen die TV-Autoren Ben Acker und Ben Blacker (Supernatural) eine Reise zurück und zeigen wie Logan mit dem tierhaften in sich lernt umzugehen. Da passt es gut, dass mit Wendigo und Sabretooth zwei Gegner zu finden sind, die genau auf dem jeweils anderen Ende der Skala stehen. Wolverine kämpft um die Balance zwischen Mensch und Tier, während Sabretooth das schon geschafft hatte und Wendigo nur noch ein Monster ist. Oder doch nicht? Da der Fokus der Erzählung auf dieser psychologischen Dimension liegt, ist der Band sehr packend geworden und bietet nicht nur das übliche Superheldenhaudrauf. Logan ist noch ohne Gedächtnis, wird in der Wildnis nach seiner Flucht vom Waffe X-Projekt gefunden und allmählich wieder an die Zivilisation herangeführt. Und gegen Ende trifft er dann Xavier. Natürlich geht das alles recht schnell vonstatten, hat aber eine gewisse Dynamik und man bekommt nie den Eindruck, dass alles überhastet stattfindet.

Generell ist der Band sehr packend ausgefallen und präsentiert den alten Helden sehr frisch und unerfahren, so dass man seine wahre Freude daran hat. Zudem kommen alte Fans auf ihre Kosten, da alte Gegner quasi neu eingeführt werden. Gut, das Wolverine sein Gedächtnis verloren hat, nimmt man in der „ersten“ Geschichte in Kauf. Er hat es mittlerweile zu oft verloren, als ob man dem noch wirklich glauben könnte. Aber gerade der Konflikt zwischen Mensch und Tier in einer Person ist gerade in letzter Zeit nicht mehr oft vorgekommen, so dass hier wirklich das interessante und auch tragische liegt. Zudem werden einige Fragen beantwortet, die insbesondere das Verhältnis Logans zu James Hudson, dem Guardian, betreffen und wie es letztlich zu dem Aufbau des kanadischen Superheldenteams Alpha Flight kam.

Zeichnerisch werden die richtigen Akzente gesetzt, wobei manchmal die Perspektiven etwas schwächeln. Gerade beim Kampf der Riesen Hulk vs. Wendigo, und Wolverine dazwischen, stimmen manchmal die Proportionen nicht. Ansonsten ist der Band aber gelungen und weit mehr als das Quetschen des Geldes aus einem Stein.

Fazit:
Frisch und modern werden die Anfänge eines der beliebtesten Marvel-Helden erzählt. Gerade auf der psychologischen Seite kann der Band überzeugen, da Logan noch die Balance zwischen Mensch und Tier finden muss. Viele comichistorische Andeutungen und Zitate machen das alles auch für die Alt-Fans sehr lesenswert.


Wolverine Season One - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Wolverine Season One

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,99

ISBN 10:
3862017176

ISBN 13:
978-3862017171

116 Seiten

Positiv aufgefallen
  • gute Psychologisierung
  • frisch und modern erzählt
  • comichistorische Verweise
  • Action und Dramatik
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 24.10.2013
Kategorie: Wolverine
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