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Comic-Besprechung - Suicide Squad Megaband 1

Geschichten:
Suicide Squad Megaband 1 (Suicide Squad 0-13, Resurrection Man 9)

Autor: Adam Glass (1-10, 12-15), Dan Abnett (11), Andy Lanning (11)
Zeichner: Andrei Bressan (3), Federico Dallocchio (2, 3, 5, 6, 9), Fernando Dagnino (1, 10, 12, 14), Ransom Getty (2), Ig Guara (8), Andres Guinaldo (11), Clayton Henry (7,8), Cliff Richards (4, 15), Carlos Rodriguez (13), Jesus Saiz (11)
Inker: Christian Alamy (11), Andrei Bressan (3), Federico Dallocchio (2, 3, 5, 6, 9), Fernando Dagnino (1, 10, 12, 14), Scott Hanna (2, 7, 8), Clayton Henry (7), Mark John Irwin (11), Cliff Richards (4, 15), Carlos Rodriguez (13), Jesus Saiz (11)
Colorist: Hi-Fi Colour Design (3, 7), Allen Passalaqua (3), Val Staples (2-8), Matt Yackey (1, 9, 10, 12-15), John Kalisz (11)



Story:
Amanda Waller ist frustriert. Ihre Spezialeinheit wurde aufgelöst und sie steht nun ohne Aufgabe da. Bis ein alter Bekannter bei ihr auftaucht und von einer großen Bedrohung berichtet. Waller hilft ihm und seinem Team, wobei sie in eine Falle tappen. Es wird Zeit für ein neues spezielles Team, wovon diesmal ein jeder aber entbehrlich sein muss. Und so werden kurzerhand Superschurken rekrutiert.

Meinung:
Die Grundidee der neuen Serie aus dem DC-Universum ist so bestechend wie alt. Eine Gruppe von straffällig gewordenen Individualisten wird zusammengewürfelt, um Selbstmordaufträge auszuführen, um so ihre Strafe verringert oder erlassen zu bekommen. Das ist Das dreckige Dutzend per se. Und schon der Film hatte eine Unzahl an Epigonen. Und nicht immer muss es sich um eine Gruppe handeln, denn auch Filme wie Die Klapperschlange basieren auf einem solchen Prinzip. Somit standen für die Suicide Squad viele Vorläufer Pate.

Auch wenn das Erzählprinzip also nicht neu ist, so kommt hier doch eine interessante Perspektivverschiebung zum Vorschein. Denn die Hauptperson(en) einer Erzählung sind erst einmal per se die Sympathieträger, da ihre Erlebnisse den Leser zur Empathie einladen. Und da es hier mit einigen Schurken des DC-Universums zusammenhängt, so gewinnt man neue Einsichten bezüglich einiger bekannter und relativ unbekannter Charaktere. So entdeckt man etwa neue Charakteristika bei Deadshot und selbst ein so eindimensionaler Bösewicht wie King Shark erhält neue Facetten. Da Schurken nun als Bezugspersonen fungieren, verschieben sich die Sympathien deutlich. Denn die eigentlich als Heldin fungierende Amanda Waller ist böser als die Schurken. Die Methoden sind ähnlich, nur die Intention ist anders, was der einzige Unterschied zwischen den gegensätzlichen Seiten ist.

Der Band lebt vor allem von seiner Teamdynamik und der Unberechenbarkeit der Handlung. Denn die größte Stärke, und was dann auch dazu führt eine hohe Spannung aufzubauen, ist eben die Tatsache, dass mit Schurken anders verfahren werden kann als mit Helden. Bei Helden weiß man doch, dass sie irgendwie davon kommen. Oder einige Zeit später wieder auferstehen werden, da niemand seine goldene Eier legende Henne schlachtet. Aber Schurken kann man entbehren. Und so wird sich das Team im Laufe der Zeit einige Male ändern. Und es geht dann auch nicht gerade zimperlich zur Sache. Man weiß oftmals nicht so recht, was erschreckender ist: die Gewalt der Schurken oder die zynischen Befehle der Guten, welche sie erst zu den Taten anregen und diese zynischen Gräueltaten befehlen. Wer ist dann eigentlich der Bösewicht? Der ausführende oder der befehlende?

Nicht nur in dieser Ambivalenz ist die Serie außergewöhnlich. Jedenfalls ist Suicide Squad für eine Superheldenserie, besonders für DC, erstaunlich brutal. Was aber auch dazu führt, dass die Stories sehr actionlastig sind und demnach der Inhalt etwas mau ausfällt. Zudem gibt es einige zeitliche Sprünge, die nicht immer nachvollziehbar sind und auch nicht alle Handlungsfäden liegen sicher in der Hand. So führt das zu nicht nachvollziehbaren Handlungen einiger Charaktere.

Dennoch fühlt man sich unterhalten, wenngleich diese nur leicht und rein eskapistisch ist. Erstaunlicherweise steht Deadshot im Mittelpunkt, wobei doch Harley Quinn schon vor dem Relaunch ein heimlicher Star, sogar mit eigener Serie, war. Aber man weiß sie in Szene zu setzen und sie sorgt nicht nur für einen verqueren Witz, sondern auch für einen gehörigen Schuss Erotik, ohne dass ihre Gefährlichkeit geschmälert wird. Allerdings scheinen die Autoren, von einer Ausnahme abgesehen, noch nicht so richtig viel mit ihr anzufangen zu wissen.

Leider sind die Zeichnungen gerade zu Beginn viel zu posenhaft, um wirkliche Dynamik entwickeln zu können, wie es sich für eine Actionserie gehört. Das ändert sich später zum Glück. Was dann aber durch eine fehlerhafte Farbgebung wieder ausgewogen wird. Oder ist Amanda Waller von einer Schwarzen auf einmal zu einer Asiatin mit gelber Haut mutiert?


Fazit:
Angesichts der ganzen Action sind die eigentlichen Stores ziemlich unwichtig. Dafür macht die jeweilige Zusammenstellung des Teams das ganze recht spannend. Vor allem unberechenbar, da fast jeder Charakter wirklich austauschbar ist. Da gibt es dann so manche Überraschungen, Wendungen, Abgänge, die einen an die Seiten fesseln. Und der Band ist für den Verlag DC stellenweise erstaunlich brutal.



Suicide Squad Megaband 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Suicide Squad Megaband 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 28,00

ISBN 10:
3862016145

ISBN 13:
978-3862016143

324 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Tempo, Action, Dynamik
  • Unberechenbarkeit
  • gute Unterhaltung
  • Charaktere bekommen neue Facetten
Negativ aufgefallen
  • Zeichnungen manchmal zu posenhaft
  • ab und zu schlampige Farbgebung
  • nicht alle Handlungsfäden liegen in sicherer Hand
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 01.08.2013
Kategorie: Suicide Squad
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