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Comic-Besprechung - Wonderland 3: Flucht aus dem Wunderland

Geschichten:

Flucht aus dem Wunderland

Autor: Raven Gregory
Story: Raven Gregory, Joe Brusha, Ralph Tedesco
Zeichner: Daniel Leister
zusätzliche Bleistiftzeichnungen: Anthony Spay, Dave Hoover, Eric J., Mike Debalfo, Andrew Mangum
Colorist: Nei Ruffino


Story:

Nachdem ihr Bruder ihre kleine neugeborene Tochter in das Wunderland entführt hatte, um sich an ihr zu rächen, macht sich Calie nun auf, um das Wunderland zu zerstören. Diesmal weiß sie was sie erwartet, bewaffnet sich und betritt das Land der Alpträume, um ihre Tochter zu retten und den Oberdämon zu töten. Doch kann man Alpträume mit dem Schwert besiegen?



Meinung:

Der dritte Band der Wunderland-Trilogie, der auch der Abschluß der Story ist, befolgt in mancherlei Hinsicht das Gesetz der Serie. Lebte der erste Band vor allem durch seine Originalität, indem literarische Elemente gegen den Strich gebürstet wurden und mit Sex und hartem Horror verbunden wurden, machte schon der zweite Band deutlich, dass auch alle Schwächen von Serien befolgt werden. Im zweiten Teil wurde der Blutzoll deutlich erhöht, familiäre Verstrickungen eingeführt und manche Elemente des erfolgreichen Beginns aufgewärmt, die aber deswegen, weil man sie nun kennt, deutlich an Originalität verloren. Entkleidete man den Band der teilweisen Anspielungen auf Lewis A. Carrolls Buch und blickte man hinter das Blut, war klar, dass der Band ziemlich nach Schema F gestrickt war und sich den Genretraditionen der Fortsetzungen beugte. So hat man das schon in Halloween 2, Freitag der 13. Teil 2, Nightmare on Elm Street 2 und und und gesehen. In dieser Tradition steht auch der dritte Band. In mancher Hinsicht ist er der schlechteste Band der Trilogie.

Er spielt zwar wieder im Wunderland, so das die Macher ihrer Phantasie freien Lauf lassen können. Aber die Story tritt auf der Stelle. Calie geht hinein, um zu rächen, retten, töten. Entwicklungen gibt es nicht mehr, charakterliche Wendungen auch nicht, sondern nur Action, Horror und Blut. Wobei das "nur" schon in Anführungszeichen stehen sollte. Es gestaltet sich nämlich recht unterhaltsam. Lebte der erste Band von den literarischen Anspielungen und der zweite von dem harten Horror, strebt hier alles zum Ende. "Im Krebsgang" wäre aber auch ein guter Titel gewesen. Hier ein Sieg, da eine Niederlage, da ein vermeintlicher Fortschritt, dort ein Rückschlag, hier ein Traum, dort ein vermeintlicher Alptraum. Rein in das Wunderland, raus aus dem Wunderland und wieder rein. Es könnte einem schon schwindelig werden, aber trotz allen Tempos, Realitätsverwirrungen und Action drängt sich der Eindruck auf, das nichts vorankommt.

Das Finale, das den ganzen Band über aufgebaut wird, enttäuscht dann auch ziemlich. Hier kommt nämlich ein psychologisch völlig unbegründeter und damit unnachvollziehbarer Deus-Ex-Machina-Effekt vor, der manche Aspekte des zweiten Teils Lügen straft.

Hapert die Story zwar ziemlich, können dennoch die graphischen Elemente bestechen und liefern den nötigen Spaß, um den Band mit Freuden zu lesen. Die Frauen sind nicht nur waffentechnisch gut bestückt, sondern es kommt gerade auch in den Zeichnungen ein sehr schöner grimmiger Witz zum Tragen. Hier seien die Schilder im Wald erwähnt, die ihre Aufschrift ändern oder auch die Szenen, als das Wunderland in die reale Welt hineingreift. Obwohl diese Phase deutlich zu kurz kommt, entbehrt es nicht eines grimmigen Witzes. Wie etwa der Bücherwurm, der einen Leser frisst.


Alles hat seinen Charme, Erotik, Horror, Action und Blut, aber die Außergewöhnlichkeit geht zu Lasten der Storyschwächen. So macht es zwar Spaß zu lesen, aber in gewisser Weise ist man froh, dass die Trilogie nun beendet ist, bevor der insgesamt gute Gesamteindruck zerstört wird.



Fazit:

Erotik, Horror, Action, Blut und ein sehr grimmiger Witz machen den Band zu einem Lesespaß. Obwohl er der schwächste der Trilogie ist. Die Story kommt nicht von der Stelle und das Finale ist sehr schwach und unglaubwürdig. Das Gesetz der Serie wird nicht nur von der inneren Struktur her befolgt, sondern die Qualität der Bände nahm auch kontinuierlich ab.



Wonderland 3: Flucht aus dem Wunderland - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Wonderland 3: Flucht aus dem Wunderland

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 19,95

ISBN 10:
9783862010851

ISBN 13:
978-3862010851

176 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • grimmiger Witz
  • Action und Horror
  • literarische Anspielungen
Negativ aufgefallen
  • Deus-Ex-Machina-Effekt
  • schwaches Finale
  • Story kommt nicht voran
  • unglaubwürdige Wendungen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 03.05.2011
Kategorie: Wonderland
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