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Comic-Besprechung - Wolverine 13: 7 auf die harte Tour Teil 2

Geschichten:

7 Auf die harte Tour US-Wolverine Origins  44- 45 (Mar. 2010 - Apr. 2010)
Autor: Daniel Way
Zeichner: Dougie Braithwaite
Inker: Bill Reinhold, Garry Erskine, Mike Manley
Farben: Andy Troy

Abrechnung: Prolog US-Wolverine Origins 46 (May 2010)
Autor: Daniel Way
Zeichner: Scot Eaton
Inker: Andrew Hennessy
Farben: Andy Troy



Story:

Wolverine verfolgt weiter seinen Plan gegen Romulus. Er will das Imperium des Mannes zerstören, der über ihn in all den Jahren soviel Unheil gebracht hat. Durch die Vernichtung von Romulus will er die Spirale der Gewalt zerbrechen und verhindern, dass es zur tödlichen Auseinandersetzung zwischen ihm und seinem Sohn Daken kommt. Doch dann gerät einer seiner Mitstreiter in die Fänge von Romulus und der Plan scheint zum Scheitern verurteilt. Doch Wolverines geheimnisvoller Helfer, der sich den Plan ausgedacht hat, hat noch ein Ass im Ärmel.

Im Prolog zur Episode Abrechnung erfährt der Leser erneut, welches Schicksal die junge Liebe von Logan und Mariko erfahren musste.



Meinung:

7 auf die harte Tour kann den viel versprechenden Auftakt im letzten Heft leider nicht souverän zu Ende bringen. Zwar gelingt Wolverine, die Flucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis relativ kreativ und mit einer gehörigen Portion Action. Doch das Gespür für Wolverine und seine Gefolgschaft scheint dem Autor abhanden gekommen zu sein. Das beginnt mit der Art, wie sich loyale Personen nun gegenüber Logan positionieren und endet, mit der Offenbarung des geheimen Helfers im Hintergrund, der sich den Plan ausgedacht hat. Auf dem Weg zu dieser Auflösung präsentiert der Autor zwar noch den ein oder anderen überraschenden Twist in der Handlung. Die eigentliche Pointe wirkt dann aber absolut unglaubwürdig und extrem konstruiert. Hier hat Daniel Way wahrscheinlich schon selbst vergessen, gegen wen er Wolverine schon so alles in die Schlacht geschickt hat. Die beiden Figuren haben zumindest schon eine gemeinsame Vergangenheit und da fällt es schwer zu glauben, dass Wolverine hier bereitwillig auf Hilfe trifft. Es entsteht immer mehr der Eindruck, als gäbe es in dem Redaktionsräumen von Marvel ein Flipchart mit goldenen Regeln, auf denen unter anderem steht: “Wir müssen bestimmte Charaktere in jedem fünften Heft unterbringen, koste es, was es wolle.” Diese Regel hat man zumindest erfüllt.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die relativ langsame Veröffentlichung der Hefte. In der deutschen Serie von Wolverine werden Beiträge aus verschiedenen US-Serien veröffentlicht. Dieser zeitliche Verzug rächt sich nun und so bekommt der Leser hier Charaktere präsentiert, die eigentlich während der Belagerung von Asgard gefallen sind. Dies ist eigentlich nicht weiter störend, lässt aber immerhin stutzen, denn alle anderen Paniniveröffentlichungen laufen schon unter dem Banner des Heldenzeitalters.
Doug Braithwaite legt sich bei seinen Zeichnungen wieder ordentlich ins Zeug und kann besonders in den vielen Actionsequenzen glänzen. Mit einem guten Gespür für Timing und Perspektive werden die Kämpfe zu einer Augenweide und der Leser verweilt gerne auf dem ein oder anderen Bild. Doch auch in den ruhigeren Passagen versteht der Künstler es die richtigen Aspekte zu setzten. Mimik und Körpersprache der Charaktere wirken stets authentisch und passend zur Situation. Insbesondere bei Ruby Thursday fällt dies auf. Die Wissenschaftlerin hat sich ihren Kopf durch eine rote Kugel ersetzen lassen. Doch trotz des fehlenden Gesichts, schafft es der Künstler ihre Emotionen glaubhaft zu transportieren. Durch kleine Nuancen in der Haltung erhält der Leser Hinweise darauf, in welcher Laune sich die Wissenschaftlerin befindet.

Im letzten Teil des Heftes werden die Weichen für den finalen Handlungsbogen aus Wolverine: Origins gestellt. Logan bittet seinen alten Freund Kurt Wagner alias Nightcrawler um ein Gespräch. Er will sich eine Last von der Seele reden und so erfährt der Leser, wie Wolverine seine geliebte Mariko töten musste, um sie vor einem qualvollen Tod durch das Gift eines Kugelfischs zu bewahren. Neues erfährt man hier nicht. Das Schicksal von Wolverine und Mariko wurde schon mehrfach behandelt. Allerdings spricht Nightcrawler einige interessante Facetten in Wolverines und Marikos Beziehung an und kann Wolverines Kummer ein wenig lindern. Bemerkenswert ist die tolle Freundschaft der beiden Mutanten. Sowohl Autor als auch Künstler verstehen es den Fokus in dieser Geschichte nicht nur auf das Liebespaar zu legen. Auch die Freundschaft wird ausgiebig portraitiert und lässt die beiden in einem guten Licht dastehen. Der Leser spürt, dass die zwei einander blind vertrauen und gemeinsam durch dick und dünn gehen würden.

Scot Eaton versteht es, Wolverine auch ohne sein Kostüm animalisch aussehen zu lassen. Das beginnt mit seinen unbändigen Haaren und wird gekrönt durch eine Mimik, die keinen Zweifel an seiner Entschlossenheit lässt. Besonders stechen seine Splashpages hervor, die an den richtigen Stellen der Geschichte die tragische Handlung unterstützen oder dem Künstler Gelegenheit geben sein Können unter Beweis zu stellen.



Fazit:

Auch wenn das Finale von 7 auf die harte Tour einige Unstimmigkeiten aufweist und abermals ein Paradebeispiel für unpassende Gastauftritte ist, so kann das Heft trotzdem unterhalten. Das liegt vor allem an dem passenden und augenschmeichelenden Artwork von Braithwaite. Aber auch der Prolog zum finalen Handlungsbogen kann durch die gute Freundschaft und die authentische Darstellung der beiden Mutanten überzeugen. Auch wenn man inhaltlich wenig Neues erfährt, macht es Spaß Wolverine und Nightcrawler zu beobachten.



Wolverine 13: 7 auf die harte Tour Teil 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Wolverine 13: 7 auf die harte Tour Teil 2

Autor der Besprechung:
Marcus Koppers

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 5.95

76 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Braithwaites und Eatons Artwork
  • Beziehung zwischen Nightcrawler und Wolverine
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 27.04.2011
Kategorie: Wolverine
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