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Comic-Besprechung - mosa-icke 14

Story:

Die Ausgabe enthält viele Artikel, Aufsätze und kurze Abhandlungen zum Thema Mosaik. Zusätzlich gibt es noch ein Hans Wurst-Sonderheft mit einem Artikel und Comic zur Person.



Meinung:

Das Fanzine der Berliner Mosaik Connection (kurz BMC) erscheint seit 2001 größtenteils zweimal im Jahr, wobei zwischen 2006 und 2009 eine kreative Pause eingelegt wurde. Die 14. Ausgabe des mosa-icke erblickte im Juni 2010 das Licht der Welt und wird begleitet vom 3. Sonderheft Auf den Spuren von Hans Wurst“.

Waren die vorangegangen Ausgaben jeweils zwischen 32 und 48 Seiten stark, so legen die Berliner mit diesem Heft ein richtiges Schwergewicht vor. Ganze 80 Seiten misst der Umfang der 14. Ausgabe und diese sind gefüllt mit einer Vielzahl von Artikeln rund um das Thema Mosaik. Im Gegensatz zu anderen Fanzines, wie dem Digedon oder dem mosa.X, enthält das mosa-icke bis auf eine Ausnahme keine Fancomics. Dafür wird dem Heft seit einiger Zeit ein Sonderheft beigelegt, das eine abgeschlossene mehrseitige Story aus dem Mosaik-Kosmos enthält.

Die vorliegende Ausgabe enthält knapp 20 Artikel und Aufsätze über die Mosaik-Hefte mit den Digedags und den Abrafaxen. Beispielsweise wird in mehreren Artikeln auf die zeichnerischen Vorlagen für die historische Gestaltung der Hintergründe im Mosaik eingegangen. Der Autor Gilbert Schwarz weist, durch aufwendige Recherchen, die verschiedenen Bildquellen der Mosaik-Redaktion nach und veranschaulicht dies sehr gelungen durch die Gegenüberstellung von Comic und Fotomotiv.

Thematisch ist das Heft in verschiedene Länder bzw. Regionen (Österreich, Böhmen, Ungarn, Lombardo-Venetien) aufgeteilt, wobei die inhaltliche Ausrichtung der Texte diese Struktur widerspiegelt. Im Bereich „Österreich“ gibt es den ersten ausführlichen Geschichtstext, welcher sich mit dem Wiener Linienwall beschäftigt. Der Autor dieser Zeilen, Thomas Wollschläger, erklärt den Leser auf verständliche Art und Weise den Aufbau, den Sinn und Zweck, sowie den Verlauf des Schutzwalls, wobei auch hier viele Fotos und Ausschnitte aus dem Mosaik die Aussagen veranschaulichen.

Ein weiterer erwähnenswerter Aufsatz stammt von Guido Weißhahn und handelt über Comics aus Ungarn in der DDR. Der Autor, welcher auch Betreiber des Portals ddr-comics.de ist, beschäftigt sich hier mit der ungarischen Comickultur und mit dem Abdruck von ungarischen Comics in den DDR-Zeitschriften, wobei er über viel Hintergrundwissen verfügt und dieses lesenswert aufbereitet hat.

Neben diesen drei Aufsätzen gibt es im Heft noch eine Vielzahl weiterer Texte, die für Mosaik-Freunde sicherlich von Interesse sein werden.

Wie bei Fanzines üblich, dürften „Szene“-fremde Leser aber kaum Bezug zu dieser Materie haben, wobei es beim mosa-icke aufgrund der starken geschichtlichen Ausrichtung dennoch Anknüpfungspunkte geben kann. In sachlicher Art und Weise beschäftigen sich die verschiedenen Autoren mit den Grundlagen des Mosaiks und gehen gerne auf Details ein, wie zum Beispiel einem ungarischen Schriftzug auf einem Zirkuswagen.

Insgesamt schwankt der Umfang der Texte zwischen einer halben und zehn Seiten, was dazu führt, dass das mosa-icke als Lektüre für kurze oder lange Leseabende herhalten kann.

Wie oben bereits erwähnt, erscheint zusammen mit der 14. mosa-icke Ausgabe das dritte Sonderheft der BMC. Dieses begibt sich Auf den Spuren des Hans Wurst und behandelt folglich die reale und fiktive (comic-besetzte) Figur des österreichischen Volkstheaters. Hans Wurst war eine der Hauptpersonen in der Anno-1704/05-Serie im Mosaik (1978-1980) und avancierte zum Spaßmacher. Die mosa-icke Redaktion widmet dieser Person nun ein Sonderheft, welches aufgeteilt ist in einen Info- und einen Comicteil. Der siebenseitige Artikel beschäftigt sich zum Großteil mit der Entstehung des Hanswurst in Österreich, wobei hier besonders auf den „Comoedianten“ Joseph Stranitzky eingegangen wird. Reich bebildert und mit ausführlicher Quellenangabe klärt der Artikel alle aufkommenden Fragen über die Person des Hanswurst und bildet dadurch eine gelungene Einleitung zum nun folgenden Comic von Sascha Wüstefeld (Zeichnungen) und Dirk Seliger (Text). Dieser erzählt in sympathischer österreichischen Mundart eine kurze Anekdote aus dem unseligen Treiben des Hans Wurst als Diener des Grafen Hubert von Hinterwaldt. Der Comic ist durchgängig lustig und sehr ansprechend gezeichnet. Die paar Euro an Extraausgaben für dieses Sonderheft sind hier sehr gut angelegt.

Das Fanzine erscheint im typischen Mosaik-Format (16,50 x 23,50 cm) und wird von einem umlaufenden Cover von Andreas Schulze und pteroman eingefasst. Außerdem ist es auf 400 Stück limitiert. Interessierte Leser finden auf www.mosa-icke.de einen Überblick über alle bisher erschienen Ausgaben, sowie eine Auflistung der in dieser Ausgabe enthaltenen Artikel.



Fazit:

Die 14. mosa-icke Ausgabe bietet Lesespaß über viele Stunden hinweg. Die Artikel decken eine Vielzahl von Themen ab und sind stark bebildert, wodurch ein abwechslungsreiches und lesenswertes Heft entsteht, das jedem Mosaik-Fan ans Herz gelegt werden kann. Das Sonderheft enthält eine amüsante Story und wurde liebevoll dem damaligen Layout des Mosaiks angepasst. Anhänger der Digedags und Abrafaxe müssen hier nicht lange überlegen und sollten sofort zuschlagen.



mosa-icke 14 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

mosa-icke 14

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Eigenverlag

Preis:
€ 15,00

80 Seiten

Positiv aufgefallen
  • interessante Artikel mit großen Geschichtsanteil
  • reich bebildert
  • lustiges Sonderheft mit österreichischer Mundart
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
3.5
(16 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 19.12.2010
Kategorie: Fanzines
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