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Comic-Besprechung - Sherlock Holmes 10: Der Flottenvertrag

Geschichten:

Der Flottenvertrag, Teil 1 von 2

Autor: Sir Arthur Conan Doyle, Zeichner: Dan Day, Übersetzer: Petra Lückewerth
(Erstmals erschienen in The Cases of Sherlock Holmes No. 13, Mai 1987)



Story:

Ein alter Schulfreund von Dr. Watson wendet sich sorgenvoll an ihn und Sherlock Holmes. Er beschreibt den Diebstahl eines geheimen politischen Vertrages, der ihm eines Abends aus seinem Büro unter mysteriösen Umständen abhanden kam. Holmes und Watson machen sich sogleich auf den Weg nach Woking, um sich dem Fall zu widmen. Dabei bemerken sie, dass es bis auf einige wenige Hinweise keinen wirklichen Anhaltspunkt für die Lösung des Falls gibt.



Meinung:

Sherlock Holmes erscheint seit 2007 beim Kleinverlag Classic Heroes von Thorsten Lehmann. In dieser Serie veröffentlicht er auf jeweils 32 Seiten die amerikanische Serie Cases of Sherlock Holmes, welche von 1985 - 1988 im Verlag Renegade Press erschien und es auf 15 Ausgaben brachte. Danach übernahm dann Northstar Publishing die Weiterführung der Reihe und publizierte fünf Ausgaben. Somit stehen 20 Hefte zur Veröffentlichung durch Thorsten Lehmann bereit. Diese werden in zwei Teilen herausgebracht. Teil Eins endet mit der hier vorliegenden 10. Ausgabe und dies -kurioserweise- mit einem Zweiteiler, welcher in der nächsten, elften, Ausgabe fortgesetzt wird.

Der Flottenvertrag erschien erstmals 1893 im englischen Strand Magazine und wurde ein Jahr später in Die Memoiren des Sherlock Holmes wiederveröffentlicht. Seitdem wurde der Fall bereits dreimal verfilmt und in unzähligen Büchern nachgedruckt. Die Handlung spielt im Juli 1887.

Die Story in dieser Ausgabe handelt dieses Mal von Diebstahl und diplomatischen Beziehungen, wodurch Sherlock Holmes wieder in extrem geheimen Gefilden ermitteln muss. Die Ermittlungen tragen nichts wirklich beeindruckendes zu Tage und nach dem Ende des Bandes ist der Leser genauso schlau wie vorher, aber im Grunde genommen ist dies bei einem Holmes Fall sowieso die Regel. Amüsant hingegen ist der Aspekt, dass Dr. Watson den hier betroffenen Schulfreund Percy Phelps damals als Schüler gehänselt, geschlagen und abwertend behandelt hat. Watsons Kindheit unterscheidet sich also anscheinend nicht vom Leben anderer Kinder. Dass diese damalige Konfrontation im Verlauf des Falles nicht mehr zur Sprache kommt, ist zwar für den Leser, welcher sicher über ein paar spitzfindige Kommentare erfreut wäre, ernüchternd, zeigt aber die fachliche Distanz, auf der Dr. Watson bei diesem Fall geht.

Der Text wird wieder von Dan Day mit vielen schwarz/weiß Zeichnungen umrahmt, welche die wesentlichen Handlungen noch einmal grafisch wiedergeben. Sehr gelungen ist hier die asymmetrische Anordnung der Zeichnungen. So findet der Leser manchmal einzelne Panels über die Seite (also zwischen dem Text) verteilt, oder halbseitige großformatige Panels, welche verschiedene ineinander übergehende Grafiken beinhalten. Egal wie Dan Day die Zeichnungen anordnet, jedes Mal passen sie genau zu der auf der Seite beschriebenen Handlung und verstärken dadurch die Spannung des Falles.

Dieser Ausgabe ist ein 12-seitiges Special zum Sherlock Holmes-Kinofilm beigeheftet, was der Grund für die Zweiteilung der Story sein wird. Dieses Special betrachtet nach und nach wichtige Passagen im Film, wobei der Autor, Patrick Lee, jedes mal den Vergleich zu den Büchern von Sir Arthur Conan Doyle zieht. Dadurch ergibt sich eine interessante Bewertung des Films, inwieweit Regisseur Guy Richtie sich an die Original Manuskripte gehalten hat. 



Fazit:

Die zehnte Sherlock Holmes-Ausgabe enthält wieder einen spannenden Kriminalfall, auch wenn durch die Zweiteilung die Ermittlungen von Holmes und Watson noch nicht so recht in Gange kommen. Dennoch ist wieder das Gesamtpaket aus Story und schwarzweiß Zeichnungen von Dan Day ein überzeugendes Konzept, welches Krimifreunde sicherlich ansprechen wird. Egal, ob Comicfan oder Buchbegeisterter, diese Serie bietet beiden Gattungen Lesespaß. Das Kinospecial ist angesichts der Aktualität hinnehmbar und setzt sich auf kritische Art und Weise mit den Veränderungen des Sherlock Holmes Mythos auseinander. Hier passt also alles und es kann bedenkenlos zugegriffen werden



Sherlock Holmes 10: Der Flottenvertrag - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sherlock Holmes 10: Der Flottenvertrag

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Thorsten Lehmann Verlag Classic Heroes

Preis:
€ 4,00

32 Seiten

Positiv aufgefallen
  • mysteriöser Kriminalfall
  • gelungene s/w Zeichnungen, welche die Stimmung gut widerspiegeln
  • gute Mischung zwischen Roman und Comic
  • kritischer Blick auf den Kinofilm
Negativ aufgefallen
  • Heftcover passt nicht zur Story
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
Bewertung
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Rezension vom: 23.10.2010
Kategorie: Sherlock Holmes
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