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Comic-Besprechung - Neil Gaiman Bibliothek: Alice Cooper - Die letzte Versuchung

Geschichten:

Erster Akt: Allein an einem schlimmen Ort, Zweiter Akt: Unheiliger Krieg, Dritter Akt: Durch Feuer gereinigt

Autor: Neil Gaiman, Zeichner & Inker: Michael Zulli



Story:

Steven hat Angst – vor Horrorgeschichten und davor, Erwachsen zu werden. Das ändert sich, als er auf einen mysteriösen Schauspieler und dessen „Theater der Realität“ trifft. Steven bekommt eine kostenlose Eintrittskarte, und als Mutprobe sieht er sich die Show an. Es ist allerdings schwieriger als erwartet, die Vorstellung zu verlassen und Steven erfährt, was es heißt, wirklich Angst zu haben. Denn fortan wird ihn der dubiose und faustische Schauspieler nicht mehr in Ruhe lassen.



Meinung:

Neil Gaiman ist längst als international renommierter Romancier bekannt. Durch Bücher wie Sternwanderer, American Gods oder Niemandsland hat er sich als erfolgreicher Phantastik-Autor etablieren können. Der Weg dorthin hat aber durch seine Comic-Geschichten geführt. Mit seiner Kult-Comicserie Sandman oder wegweisenden Arbeiten – vor allem in Zusammenarbeit mit Dave McKean – wie Signal to Noise oder Black Orchid hat er zunächst die Comic-Welt erobert.

In Alice Cooper –Die letzte Versuchung hat sich der Star-Autor mit dem Zeichner Michael Zulli, den er bereits von ihrer Kooperation bei Sandman kennt, zusammengetan um eine Idee vom Rock-Star Alice Cooper in ein Comic-Album zu bannen. Szenario, Plot und Motive erinnern bei der Lektüre ganz stark an Ray Bradbury – vor allem an seine Jugendbücher Halloween und Das böse kommt auf leisen Sohlen, auf die im Comic sogar direkt angespielt wird, sind hier zu denken. Topoi wie Verführung durch das Böse, kindliche Unschuld, Reifeprozess und nicht zuletzt Halloween stammen eindeutig vom Altmeister der Phantastik.

Daneben enthält die Story auch Elemente und Versatzstücke aus Alice Coopers Musik: nicht nur die Bühnenshow, sondern auch die Zeilen aus seinem Song Bad Place Alone stammen aus Coopers Rock-Universum. Außerdem verweist Gaiman in seinen drei Akten auch noch auf Richard Maddocks Romanze Ihre Flügel, wo nicht ermittelt werden konnte, ob es sich hierbei um ein echtes Buch handelt.

Zullis detailreicher und ausdrucksstarker Strich erzeugt eine dichte Atmosphäre. Die Schwarzweiß-Bilder, die durch Schraffuren Graustufen beinhalten, passen perfekt zur morbiden und phantastisch überhöhten Entwicklungsgeschichte. Das charakteristische, was Gaimans Werk wie ein roter Faden zu durchziehen scheint, ist die Anbindung des Phantastischen, hier der Horror, an die Realität. So begleitet Cooper in Figur des verführenden Schauspielers Steven in seinem Schulalltag.

Das Album erscheint bei Panini Comics als Hardcoverausgabe mit einer Einleitung des Autors selbst. 16,95 Euro für 108 Seiten gehen auch Ordnung, weshalb das Buch allen Gaiman- und Horror-Fans uneingeschränkt zu empfehlen ist. Panini komplettiert nach und nach seine neu editierte Neil Gaiman Bibliothek, weshalb man schon gespannt sein darf, welcher Titel als nächstes kommen wird.



Fazit:

Mit dem phantastisch-schaurigen Alice Cooper – Die letzte Versuchung hat Gaiman seinem Vorbild Bradbury ein Denkmal gesetzt. Die detailverliebten und kraftvollen Bilder von Zulli heben das Album als herausragende All Ages-Story über vergleichbare Titel hinaus.



Neil Gaiman Bibliothek: Alice Cooper - Die letzte Versuchung - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Neil Gaiman Bibliothek: Alice Cooper - Die letzte Versuchung

Autor der Besprechung:
Marco Behringer

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 10:
3866079346

ISBN 13:
978-3866079342

96 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Bradbury-Hommage
  • ausdrucksstarke und detailreiche Zeichnungen
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2
(1 Stimme)
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Rezension vom: 29.10.2010
Kategorie: Neil Gaiman
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