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Comic-Besprechung - Zorro Vs. Dracula

Geschichten:

Zorro Vs. Dracula (Originaltitel: „Dracula Vs. Zorro #1-2”)

Bonus-Material:

Artikel: “An Bord mit McGregor” von Thomas Yeates

Autor: Don McGregor, Zeichner: Thomas Yeates, Tusche: Rick Magyar, Farben: Sam Parsons



Story:
Zusammen mit seinem Diener Bernardo besucht Zorro eine abgelegene Windmühle vor den Toren des spanischen Dorfes Toledo, um seinen neuen Degen abzuholen. Dort wohnt der berühmte maurische Schwertschmiedemeister Rambak. Dessen erstaunliches Wissen über Metallurgie und Alchemie wird vom Volk schon mal als „Schwarze Magie“  bezeichnet und verhilft ihm zu gar wundersamer Schmiedekunst. Man sagt, dass Rambaks Feuer mit satanischer Hilfe brennt.

Zur gleichen Zeit entsteigt Graf Dracula seiner Gruft und macht sich auf eine Reise. Ihm behilflich ist sein loyaler Helfer Skorka, der während des Tages seinen Sarg bewacht.  

Der smarte Fechtmeister und der sinistre Vampir treffen bei einer Schiffsreise aufeinander. An Bord auf dem Weg nach Frankreich ist auch die schöne Senorita Carmelita Rodriguez, die dem unheimlichen Grafen verfällt.



Meinung:
Ein jeder kennt die Geschichte von Don Diego de la Vega, der ein Doppelleben führt. Tagsüber ist er ein eher unscheinbarer Landadliger, nachts geht er mit schwarzer Maske, schwarzem Umhang und scharfem Degen auf Tour, um den Armen und zu Unrecht Verfolgten zu helfen. Die Geschichte, die unzählige Male verfilmt wurde, ist Pulp vom Feinsten. Johnston McCulley erfand die Figur des Zorro für das US-Magazin All-Story Weekly, wo sie 1919 erstmals abgedruckt wurde.

Wie alle wiederkehrenden Helden, schaffte auch Zorro den Weg ins Medium Comic. Am besten ist die klassische Dell/Gold Key-Serie aus den 50er Jahren in Erinnerung. Hier sind die Zeichnungen von Warren Tufts und insbesondere Alex Toth hervorzuheben. Diese sind auch in Deutschland veröffentlicht worden, unter anderem in der Heftserie Zorro des Ehapa Verlages Ende der 70er Jahre.

1992 kam Francis Ford Coppolas Dracula-Film in die Kinos. Im Fahrwasser des erfolgreichen Hollywood-Streifens brachte in den USA der Trading-Card-Hersteller Topps eine Reihe von Dracula-Comics heraus. Als langsam die Ideen ausgingen und die ersten Erfolge verebbten, kam 1993 eine zweiteilige Miniserie auf den Markt, bei der man Bram Stokers Dracula auf McCulleys Zorro treffen ließ. 17 Jahre später kommt die Geschichte auch in Deutschland auf den Markt.

Unter dem Label Classic Heroes veröffentlichte Thorsten Lehmann die Story im Softcoverformat. Dazu stellte er den Titel um und zog den Zorro an die erste Stelle, denn der Dracula-Hype ist längst vorbei. Der Verlag, der bislang mit der Heftserie Sherlock Holmes auf sich aufmerksam machte, legt damit seinen ersten reinen Comic vor.

Die Geschichte ist klassischer Heldenstoff. Der Kampf von Gut gegen Böse, um die Gunst und die Seele, einer holden Maid. Don McGregor, der einen Ruf als wortreichster US-Comicautor hat und damit Chris Claremont in die Schranken verwies, hat sich bei dieser Erzählung etwas im Zaum gehalten. Der Comic ist zwar durchaus reich an Worten, aber es hält sich im Rahmen und lenkt nicht zu stark von der Artwork ab.

Die Zeichnungen von Thomas Yeates sind eher Durchschnitt, was per se nichts Schlechtes ist. Yeates ist schon seit 1978 im Geschäft, als er seine ersten Arbeiten bei DC Comics unterbrachte. Bekannt wurde er durch die Marvel/Epic Serie Timespirits, und anschließend zeichnete er in den 90ern seine Lieblingshelden aus der Kindheit: Tarzan und Zorro. Seit seiner Arbeit an Zorro hat er sich enorm weiterentwickelt und einen feinen Strich etabliert, der geradezu prädestiniert ist für Schwarzweiß-Illustrationen alter Pulp-Geschichten. 2009 illustrierte er beispielsweise eine Reihe von Neuauflagen von Edgar Rice Burroughs John Carter of Mars-Romanen.

Der Zorro Vs. Dracula wird abgerundet durch Bonusmaterial in Form eines Hintergrundartikels von Yeates sowie einigen Skizzen und Zeichnungen. Zum Auftakt der Zorro Edition erscheint dieser Titel mit einer limitierten Variantcoverausgabe.

Fazit:
Wer auf Pulp-Helden wie Tarzan, Conan, Doc Savage, The Shadow oder The Spider steht, der wird auch Zorro mögen. Als Zugabe gibt es Horror-Flair der gewohnten Dracula-Art. Nach langer Zeit ist wieder ein Comic mit Abenteuern des schwarzbekleideten Fechtkünstlers in Deutschland erschienen. Eine klassische Geschichte, passabel illustriert, die von Classic Heroes schön editiert wurde. Weitere Titel sind in Planung.

Zorro Vs. Dracula - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Zorro Vs. Dracula

Autor der Besprechung:
Matthias Hofmann

Verlag:
Thorsten Lehmann Verlag Classic Heroes

Preis:
€ 14.95

76 Seiten

Positiv aufgefallen
  • für Zorro-Fans ein Muß
  • Vampirfürst gegen Fechtmeister
  • Bonusmaterial
Negativ aufgefallen
  • auf dem Buchrücken ist leider kein Text
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Rezension vom: 26.07.2010
Kategorie: Zorro
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