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Comic-Besprechung - Wolverine 7: Dark Wolverine

Geschichten:
Der Fürst (US-Ausgabe Dark Wolverine 75 - 77)
Autor: Daniel Way, Marjorie Liu , Zeichner: Giuseppe Camuncoli , Inker: Onofrio Catacchio , Colorist Martegod Gracia

Story:
Wolverines Sohn, Daken Akihiro, wurde von Norman Osborn in das Team der "Dunklen Rächer" berufen. In Osborns Version eines Heldenteams schlüpfen einige Schurken des Marvel Universums in die Kostüme etablierte Helden und versuchen Ihre Rolle zu übernehmen. Für Daken ist das Kostüm seines Vaters vorgesehen. Er hat allerdings keinen leichten Stand innerhalb der Gruppe. Häufig kommt es zu Streitigkeiten untereinander. Insbesondere mit Bullseye, der im Kostüm von Hawkeye steckt, gerät er immer wieder aneinander. Diese Antipathie liegt allerdings nicht an den unterschiedlichen Ansichten der Protagonisten, sondern wird von Wolverine mit Hilfe einer seiner Mutantenfähigkeiten geschürt. Er benutzt Hawkeye um Misstrauen in den Reihen der Rächer zu sähen und das Vertrauen von Osborn zu erlangen.

Nachdem ein Mitglied der Fantastischen Vier von Hawkeyes Pfeil verletzt wurde, sucht das Team um Reed Richards die direkte Konfrontation mit Osborn. Er versucht die Situation für sich zu nutzen und das gewaltsame Auftreten der Fantastischen Vier gegen sie zu benutzen. Später besucht Daken die Fantastischen Vier im Baxter Building und bietet Ihnen eine Zusammenarbeit an, um Osborns Position zu schwächen. Mr. Fantastic vertraut Wolverine und bittet ihn Osborns Computer zu manipulieren. Doch welches Ziel verfolgt Wolverine wirklich und auf welcher Seite steht er, wenn es hart auf hart kommt? 

Meinung:
Daken tritt mit dieser Ausgabe endgültig aus dem Schatten seines Vaters. Logan kommt während der Geschichte gar nicht vor. Daken trägt das Kostüm seines Vaters und übernimmt seine Rolle im Team der Dunklen Rächer. Seine Beweggründe sind eher schleierhaft und werden nicht näher erklärt. Es scheint als würde er seine eigenen Pläne verfolgen und dafür die anderen Mitglieder gegeneinander auszuspielen. Seine ursprüngliche Motivation Romulus, seinen stets im verborgenen agierenden Erzfeind, zu finden tritt vollkommen in den Hintergrund. Daken hat neben seiner Krallen und den Selbstheilungskräften eine weitere Fähigkeit. Er kann mit Hilfe von Duftstoffen die Gefühle anderer Personen beeinflussen. Dies funktioniert im Comic nur bedingt.

Häufig fragt man sich warum die einzelnen Figuren sich so untypisch verhalten. Besonders auffällig ist hier die Reaktion vom Ding beim Treffen der Fanatstischen Vier mit Daken. Hier ist es unklar, ob die Reaktion von Wolverine provoziert wurde oder ob es eine andere Ursache für diesen heftigen Ausbruch gibt. Betrachtet man die Dunklen Rächer fällt auf, dass hier jeder versucht seine eigenen Pläne zu verwirklichen und für sich einen Vorteil auszuhandeln. Der Teamgeist bleibt außen vor und die Gruppenmitglieder scheuen sich nicht die anderen durch Intrigen und Lügen in Schwierigkeiten zu bringen. Daken scheint den anderen hier eine Nasenlänge voraus zu sein. Bei den vielen verschiedenen Süppchen, die hier gekocht werden, fällt es schwer die Übersicht nicht zu verlieren und die Zukunft wird zeigen, ob dieses Durcheinander zufriedenstellend aufgelöst werden kann.

Die Zeichnungen sind nicht überragend, reichen aber aus, um die Geschichte zu transportieren. An manchen Stellen sehen die Gesichter eher aus wir ausgemergelte Schädel. Mr. Fantastic hat seine Körperteile nicht unter Kontrolle und wackelt eher unbeholfen durch die einzelnen Bilder. Die Darstellung von Ben Grimm kann nicht überzeugen und es scheint als wäre er plötzlich in der Lage beliebig seine Größe zu ändern. Die Kolorierung ist passend und spiegelt die Atmosphäre des Comics gekonnt wieder. Die Kampfszenen überzeugen durch den Einsatz von Bewegungsunschärfe. Die Seitenaufteilung und die Anordnung der einzelnen Bilder unterstützen den Lesefluss und passen gut zum Tempo der Geschichte.

Fazit:
Daken schafft die Verwandlung eines Nebencharakters zu einer Hauptfigur. Gerald Way webt ein Netz aus verworrener Doppelmoral. In wieweit hier ein durchdachtes Konzept dahintersteckt, müssen die nächsten Ausgaben zeigen. Ob Daken ebenso beliebt wird wie sein Vater ist ebenfalls fraglich. Seine geheimnisvolle Attitüde weckt Interesse, aber keine Sympathie. Insgesamt ist "Wolverine 7" ein lesenswerter Comic mit Abstrichen in der Präsentation.

Wolverine 7: Dark Wolverine - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Wolverine 7: Dark Wolverine

Autor der Besprechung:
Marcus Koppers

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 5.95

76 Seiten

Positiv aufgefallen
  • geheimnisvolle Hauptfigur
Negativ aufgefallen
  • mittelmäßges Artwork
  • verwirrende Geschichte
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 06.05.2010
Kategorie: Wolverine
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