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Comic-Besprechung - Northlanders 2: Hammer + Kreuz

Geschichten:
Northlanders 11-16
Autor: Brian Wood, Zeichner: Ryan Kelly, Farben: Dave McCaig

Story:
Es ist das Jahr 1014 nach Christi Geburt. Irland wurde von den Wikingern besetzt und wird brutal unterjocht. Ein Mann lehnt sich aber gegen die Besatzer auf. Magnus wird er genannt und er ist eine regelrechte Ein-Mann-Armee. Er wird von einem Mädchen begleitet, von seiner Tochter Brigid. Doch er wird bald gejagt. Sein Verfolger ist Lord Ragnar Ragnarsson, ein gebildeter Mann, der jeden Tatort von Magnus genauestens analysiert und ein Profil seines Gegners erstellt, das ihn letztendlich auch zur Lösung des Problems bringt...

Meinung:
Ab der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts nach Christus waren sowohl Irland, als auch England und Schottlang Ziel von Raubzügen der Wikinger. Immer wieder fielen die Nordmänner in Irland ein, errichteten mehr oder weniger stabile Stützpunkte. Ab 914 setzten sie sich vor allen Dingen in Südirland fest und eroberten schlußendlich einen Großteil der insel. Erst 100 Jahre später stellten sich die Maelsechlainn II. und Brian Boru gegen die Nordmänner und beendeten deren Herrschaft in der Schlacht von Clontarf im Jahr 1014.

Brian Wood hat sich diesen Rahmen ausgesucht, um seine Geschichte zu erzählen. Doch anstatt die Wikinger in der Schlacht zu begleiten, konzentriert sich Wood auf die Geschichte eines Mannes. Eines Mannes, der alles verloren hat und der diesen Verlust den Wikingern zu verdanken hat. Es ist eine universelle Geschichte, die schon oft erzählt wurde, auch in Hollywood. Ob Wood hier daran gedacht hat, dass Northlanders irgendwann auch verfilmt werden könnte? Vielleicht hätte er dies nicht tun sollen. Denn der zweite Band ist schwächer, als der erste Band. Und das liegt daran, dass Wood seine Charaktere allzu modern vorgehen lässt.

Der Rachezug von Magnus wirkt in mehrerer Hinsicht viel zu sehr, wie ein Stirb Langsam, das auf die Wikingerzeit übertragen wurde. Magnus scheint wie eine Art Polizist durch die Reihen der Wikinger zu pflügen. Das wirkt mehr als nur einmal unglaubwürdig. Zwar bekommt Wood zum Ende der Geschichte hin die Kurve und die Motivation von Magnus wird erst richtig klar. Aber er versäumt es zu Beginn bereits ausreichende Hinweise auf den Geisteszustand von Magnus zu streuen. Wenn Wood von vorne herein das Ende besser vorbereitet hätte, wäre das besser gewesen.

Auch Lord Ragnar Ragnarsson wirkt deplaziert. Dass in der damaligen Zeit jemand anhand von Indizien ein Profil des Täters erstellt, dürfte wohl doch zu weit hergeholt sein. Auch hier bekommt Wood erst zum Ende der Geschichte hin die Kurve und schwenkt in eine für die damalige Zeit logischere Vorgehensweise ein. Wieder fehlen hier aber die Hinweise im ersten Teil der Geschichte.

Andererseits ist die Geschichte unterhaltsam und die Jagd nach Magnus spannend, so dass es immer interessant bleibt nachzuverfolgen, wie es denn nun weiter geht. Der Leser bleibt am Ball und sieht in den meisten Fällen über die oben beschriebenen Schwächen weg. Denn es gibt reichlich Action zu sehen.

Ryan Kellys Zeichnungen gehen leider etwas zu sehr in Richtung Superhelden. Etwas weniger Muskeln hätten Magnus sicher auch gut gestanden. Aber er bewältigt letztendlich seine Aufgabe souverän.

Warum wohl Paninicomics nicht die Ausgaben 9 und 10 der amerikanischen Serie mit den Band aufgenommen hat, sondern gleich mit Ausgabe 11 weiter gemacht hat, können wir hier leider nicht klären. Aber vielleicht werden die fehlenden Ausgaben irgendwann an anderer Stelle veröffentlicht.

Fazit:
Northlanders 2 hinterlässt ein zwiespältiges Gefühl. Einerseits ist der Comic unterhaltsam, andererseits wirken die Charaktere in der damaligen Zeit etwas deplaziert. Reinschauen sollte man aber dennoch einmal.

Northlanders 2: Hammer + Kreuz - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Northlanders 2: Hammer + Kreuz

Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 13:
978-3-86607-928-1

148 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Dynamische Zeichnungen
  • Dynamische Geschichte
  • Spannend
Negativ aufgefallen
  • Etwas zu modern
  • Etwas zu sehr an Superhelden angelehnt
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2.5
(2 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 08.03.2010
Kategorie: Northlanders
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