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Comic-Besprechung - Only the Ring Finger Knows (Nippon Novel) 2

Geschichten:
Das Versprechen der linken Hand
Eine Hand für die Ewigkeit
Nachwort
Autor: Satoru Kannagu, Zeichner: Hotaru Odagiri, Tuscher: Hotaru Odagiri

Story:
Durch zwei identische Ringe sind sich Wataru und Yuichi als Schüler näher gekommen und schließlich zu einem Paar geworden. Nun besucht der ein Jahr ältere Yuichi die Universität, während sich Wataru auf die letzten Prüfungen vorbereitet, um ihm bald folgen zu können. Trotz ihrer Verpflichtungen versuchen sie, sich so oft in Yuichis Studentenbude zu treffen wie nur möglich.

Bevor sich Wataru richtig in die Lernerei hinein knien muss, möchte Yuichi mit seinem Freund verreisen und einige unbeschwerte Tage genießen. Dafür nimmt er einen Job an, den er eigentlich nicht wollte, aber die Arbeit ist so gut bezahlt, dass er nicht ablehnen konnte. Masanobu, der zwei Jahre älter als Yuichi ist und ihn gern in seiner AG, die sich mit der Instandsetzung alter Gebäude befasst, gesehen hätte, legte den Köder aus, nach dem Yuichi auch prompt schnappte.

Wataru, der die Baustelle besichtigen darf, ist beeindruckt von dem, was die Studenten leisten. Er findet auch Masanobu, der sich öfters um ihn kümmert, wenn Yuichi beschäftigt ist, sehr nett und versteht überhaupt nicht, warum sein Freund den Kommilitonen nicht leiden kann. Die Streitigkeiten wegen Masanobu belasten beide, und immer wenn es scheint, als hätten sie ihren jeweiligen Standpunkt erklären können, geht es von vorne los. Schließlich will Wataru gar nicht mehr zur Baustelle kommen, doch dann erfährt er, dass sich Yuichi verletzt hat.

Aber es kommt noch schlimmer. Ausgerechnet an ihrem Urlaubsort taucht Masanobu auf, und er bringt jemanden mit, den Yuichi überhaupt nicht sehen wollte, da er Ärger bedeutet…

Meinung:
Nach dem langen Hin und Her im ersten Band sind Wataru und Yuichi zwar doch noch zusammen gekommen, aber damit sind die hausgemachten Missverständnisse, Eifersüchteleien und durch Dritte provozierte Probleme längst nicht vorbei. Die kleinen Konflikte und das veränderte Setting (die allmähliche Verlagerung vom Schüler- ins Studenten-Milieu) bringen leider keine wirkliche Spannung in eine Handlung, die vor allem aus Reflektionen (Wataru), erklärenden Dialogen, Gezicke, Streit und süßem Liebesgeflüster besteht. Selbst wenn man die Protagonisten mag und man gern gewusst hätte, wie es mit ihnen weitergeht, die Geschichte von Bd. 1 war interessanter, bot mehr unerwartete Wendungen – vielleicht hätte Satoru Kannagi hier den Sack zumachen sollen, da die Fortsetzung einfach keinen Funken zum Leser überspringen lässt.

Nur am Rande erfährt man von den Sorgen der Schüler und Studenten, die die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen müssen, und homosexueller Paare, die ihre Beziehung geheim halten wollen, um Repressalien zu vermeiden. Den Schwerpunkt macht die tiefe Liebe von Wataru und Yuichi aus, die einander zwar versprochen haben, über alles zu reden, damit nicht Ungesagtes zwischen ihnen steht, die aber doch nicht immer die richtigen Worte finden. Für den Leser ist das recht monoton und eintönig.

Nimmt man zunächst an, dass Masanobus Auftauchen zu einer Dreiecksbeziehung führen könnte, so wird man zumindest in diesem Band enttäuscht. Zwar erweckt er den Eindruck, an Wataru interessiert zu sein, aber er unternimmt nichts, um sich zwischen diesen und Yuichi zu drängen. Die Aktionen des nächsten Störenfrieds sind schon interessanter, erfüllen aber auch nicht die Erwartungen, sondern lassen ahnen, dass es frühestens im kommenden Tankobon mit dem Ärger richtig losgeht.

Auch wenn der Inhalt der Novel eher nicht befriedigt, so ist die Übersetzung gelungen, und die aparten Illustrationen von Hotaru Odagiri sind ein Highlight.

Fazit:
Wer den ersten Band der Reihe gelesen hat und sich gut unterhalten fühlte, wird gewiss auch der Fortsetzung eine Chance geben wollen, sollte seine Erwartungen aber nicht zu hoch schrauben, denn Teil 2 reicht nicht an die Eingangsgeschichte heran, die durchaus für sich allein stehen kann. Nach der Lektüre des vorliegenden Romans wird man die nächsten Episoden ebenfalls kaufen müssen: Obschon die beiden neuen Kapitel gleichfalls relativ in sich abgeschlossen sind, bleiben doch allerlei Fragen offen.

Da die Story nicht zu explizit ist, dürfen Genre-Fans ab 14 Jahren bedenkenlos zugreifen, sollten aber im Hinterkopf behalten, dass der Band nicht mehr als Gerede, Gezicke und Versöhnungen im Bett zu bieten hat. Wenn das ausreicht…

Only the Ring Finger Knows (Nippon Novel) 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Only the Ring Finger Knows (Nippon Novel) 2

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 7,95

ISBN 13:
978-3-551-62002-6

254 Seiten

Positiv aufgefallen
  • hübsche Illustrationen
  • nicht zu explizit, darum auch für jüngere Genre-Fans geeignet
  • gute Übersetzung
Negativ aufgefallen
  • monotone Handlung ohne wirkliche Höhepunkte
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
Bewertung
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Rezension vom: 12.02.2010
Kategorie: Only the Ring Finger knows
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