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Comic-Besprechung - Fables 10: Väter und Söhne
Geschichten:Autor: Bill Willingham, Zeichner: Mark Buckingham
Story:
Die Fables, die auf der Flucht vor ihrem Feind in der Welt der Sterblichen leben, haben ihrem Widersacher einen schweren Schlag versetzt (Fables 09). Doch obwohl das Kaiserreich wankt, trifft es Vorbereitungen für einen Gegenschlag. Auf einer Konferenz treffen sich die wichtigsten Vertreter des Imperiums und machen sich Gedanken, wie man die Rebellen in Fabletown vernichten kann.
Im Vierteiler Söhne des Imperiums werden verschiedene Endzeit-Szenarien durchgespielt, die den Untergang der Fables und der menschlichen Rasse zur Folge haben. In einer Nebenhandlung wird auf die Geschichte von Hänsel eingegangen, der vom Imperium als offizieller Gesandter nach Fabletown geschickt wird, um die Fables von den vermeintlich guten Absichten des Kaisers zu überzeugen.
Als kleines Schmankerl verwöhnt uns der Autor anschließend mit einem humorigen Mehrteiler über den Weihnachtsmann und seinem Kumpel den „bösen Wolf“. Im abschließenden Zweiteiler „Vater und Sohn“ beleuchtet Willingham das schwierige Verhältnis von Bigby Wolf zu seinem Vater, den er aber dringend als Verbündeten gegen die feindlichen Heerscharen braucht. Garniert wird das pralle fast 200seitige Softcoverband mit einigen Kurzgeschichten, die uns Einblick in unbeantwortete Fragen gewähren, die dem Autor von seinen Lesern gestellt wurden. Wer also wissen will, wie die „neuen drei kleinen Schweinchen“ mit ihrem Schweineleben zu Recht kommen oder ob Hakim je einen richtigen Job gefunden hat, wird hier bestens bedient.
Meinung:
Bill Willingham hat nach dem Knaller der vorigen Ausgabe, wo Bigby Wolf den magischen Hein und somit eine der wichtigsten Ressourcen des Feindes vernichtet hat, gleich einen weiteren Höhepunkt nachgeschoben. Mit einem geschickten „Was wäre wenn“ - Kniff zeichnet er ein apokalyptisches Zerstörungsszenario auf, was natürlich wieder sehr einfallsreich und humorvoll in Szene gesetzt wurde.
Schön, dass Panini passend zur Weihnachtszeit die Kurzgeschichte „Herrjemine Weihnachten“ in den Band gepackt hat und dem Nikolaus einen denkwürdigen Auftritt beschert.
Ernster geht es im abschließenden Zweiteiler zu. Das Psychogramm einer gestörten Vater Sohn Beziehung macht sich natürlich auch in einem Mainstreamcomic nicht schlecht und so gewinnt der Leser tiefere Einsichtigen in ein Familiengebilde, dass nur so von seltsamen Figuren wimmelt.
Zu seinem 20-jährigen Zeichnerjubiläum hat sich Mark Buckingam mal wieder selbst übertroffen und mit seinem charmanten, cartoonhaften Zeichenstil ein Universum von sympathischen und skurrilen Figuren geschaffen. Wollen wir hoffen, dass der britische Oldie uns noch lange erhalten bleibt und Willinghams Fabelwelt mit weiteren Kreationen aus seiner eleganten Feder bevölkert.
Fazit:
Die extradicke zehnte Fablesausgabe ist vollgepackt mit Mehrteilern und Kurzgeschichten und hat damit für jeden Geschmack etwas zu bieten. Willingham und Buckingham haben immer noch Spass an ihrer Arbeit und der steckt in jeder Sprechblase und jedem Panel, das die beiden aufs Papier bringen. Wer es übrigens immer noch nicht gemerkt hat: Fables gehört in jede Comic Sammlung und hat seine 12 Eisner Awards mehr als verdient. Kaufen, Marsch, Marsch!
Fables 10: Väter und Söhne
Autor der Besprechung:
Thomas Digel
Verlag:
Paninicomics
Preis:
€ 19,95
ISBN 10:
3866077718
ISBN 13:
978-3866077713
204 Seiten
Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser
- Unterhaltsame und einfallsreiche Story
- Sehr schöne Gestaltung
- Dickes Prachtband mit vielen Kurzgeschichten
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic | ||
Bewertung: | ||
(1 Stimme) | ||
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Rezension vom: | 20.01.2010 | ||||||
Kategorie: | Fables | ||||||
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