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Mit Don Quijote und Manhole 3 wurden zwei Titel im
letzten Monat ausgewählt, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Der eine
Comic, eine Adaptation eines abendländischen Klassikers, gespickt mit viel
Humor und einer turbulenten Achterbahnfahrt, die in einem großen Knall mündet.
Der andere Titel, ein japanischer Manga, mit vielen Horror-Elementen und einer
hochspannenden Auflösung der Epidemie, die eine ganze Stadt bedroht.
Doch eines haben beide Veröffentlichungen gemeinsam: Sie
sind absolut lesenswert!
Flix veröffentlicht mit Don Quijote seine zweite
Neuinterpretation klassischer Literatur. Dabei rückt er die Handlung in die
Gegenwart, was zu vielen komischen Szenen und Zwischenfällen führt. Gut, dass
der Kampf gegen Windmühlen, nun gegen Windräder lautet, ist wenig überraschend.
Der Ideenreichtum von Flix endet aber nicht hier, sondern setzt sich in der Umdeutung der Fortbewegungsmittel und der Waffenwahl fort. Da werden aus
stolzen Rössern schnell klapprige Räder, wenn der Künstler dem Leser die
rosarote Brille von den Augen nimmt. Die grafische Gestaltung der Abenteuer des
Alonso Quijano mitsamt seinem Enkelsohn versprüht derweil einen anarchischen
Humor, welcher die Handlung pausenlos vorantreibt und dem Leser feuchte Augen beschert.
Erst zum Ende hin, wird es ernst, bitterernst. Warum? Wieso? Weshalb? Lest es
nach in Don Quijote, erschienen beim Carlsen Verlag.
Der Seinen-Manga Manhole 3 von Tokyopop enthält nun weiß
Gott keine humorvollen Szenen, bietet dem Leser stattdessen aber einen
knallharten Thriller, der sich etwas von der bisherigen Splattermanier der
beiden Vorgängerbände entfernt. Beim Abschluss der Story, um einen Psychopath,
der kriminelle Menschen auf seine Art und Weise züchtigen will, gibt es neben
der Aufklärung des Falls noch einige Schrecksekunden, welche noch einmal ein
intensives Lesevergnügen bescheren. Auch wenn Vorwissen aus Manhole 1 und 2
zwingend notwendig ist, so ist der dritte Band dennoch vollkommen
empfehlenswert, zumal die Storyline damit abgeschlossen ist und Manhole als
Ganzes durchgängig überzeugen konnte. |