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Specials Eventspecials

Bonusbeitrag: Fenrir und die Türme der Weisheit
Hier ist die ausführliche Fassung der Inhaltsangabe des ersten FENRIR-Zyklus.

Hansrudi Wäscher schrieb in der Einleitung: "8423 Jahre sind seit dem letzten weltweiten Atomkrieg vergangen. Große Gebiete strahlen noch immer radioaktiv. Die Nachkommen der wenigen Menschen, die der Katastrophe entgingen, leben in voneinander isolierten Stämmen über der Welt verstreut. Das technische Zeitalter ist vergessen, nebelhafte Erinnerungen daran sind zu Sagen und Mythen geworden. Der Stamm, in dem der junge Fen herangewachsen ist, lebt von der Jagd und vom Fischfang. Die radioaktive Strahlung hat unter Menschen, Tieren und Pflanzen unzählige Veränderungen hervorgebracht. In dieser Welt voller Gefahren ist der mächtigste Mann des Stammes der Schamane. An einem schwülen Morgen versammelt er die Männer vor seiner Hütte."

"Fen und Skul! Tretet vor!", fordert der Schamane zwei Jünglinge auf. Sie sollen in den Kreis der Männer aufgenommen werden, wenn sie die Mutprobe bestehen: Drei Tage jagen sie die Männern des Stammes. Werden sie vor Ablauf der Frist gefangen, sterben sie auf dem Opferaltar durch den Schamanen, können sie sich erfolgreich vor den Häschern verbergen, sind sie nützliche Mitglieder des Stammes. Skul wird schnell eingefangen. Fen will ihn retten, doch Skul ruft die Wachen, da er den Tod im Morgengrauen bereits als sein Schicksal akzeptiert hat. Fen wird zwar festgenommen, greift aber den Schamanen an. Er will, bevor er sterben muss, vom Schamanen seinen Kriegernamen erfahren. Dieser willigt ein und schickt Fen zum Turm der Weisheit, dem Aufenthaltsort der Götter. Auf der Spitze des Turms ist eine große Kugel, aus der Fens Frage beantwortet wird, nachdem ihn die Stimme kritisiert hat, dass er gefährlich ist, da er gegen Jahrtausende alte Gesetze verstoßen hat: "Dein Name soll Fenrir sein ! So hieß ein Wolf aus sagenhafter Zeit !"

Zurückgekehrt zu seinem Stamm wird Fenrir vom Schamanen verbannt. Fenrir ist entsetzt, denn Verbannung ist auch ein Todesurteil. Er will aber nicht ohne das Schwert, das er von seinem Vater erbte, gehen. Daraufhin wirft der erzürnte Schamane einen Speer nach Fenrir. Er verfehlt sein Ziel, Fenrir ergreift den Speer und wirft in zurück. Der Schamane wird schwer getroffen und stirbt bald danach.

Fenrir flieht, kehrt aber in der Nacht heimlich in das Dorf zurück und holt sein Schwert. Er, der Ausgestoßene, läuft zum Turm der Weisheit, um von den Göttern vor den Menschen, die ihn töten wollen, gerettet zu werden. Am heiligen Ort angekommen sieht er, dass die Kugel verschwunden ist. Unerwartet wird Fenrir von einer gewaltigen Raubkatze angegriffen. Er wehrt sich erfolgreich und stößt die Raubkatze von sich. Sie prallt gegen den Schaft des Turmes und wird von einem Energiestrahl pulverisiert. Fenrir weiß nicht, was geschehen ist. Plötzlich ertönt die Götterstimme aus der zurückgekehrten Kugel: "Du bist nicht dumm, Fenrir !" Die Götter loben seine Lernfähigkeit, kritisieren aber, dass er sich nicht in die Gemeinschaft einfügen kann. Fenrir fragt, warum er anders als die anderen ist. Er will wissen, nicht glauben, und er kann zu Ungerechtigkeiten nicht schweigen, lieber stirbt er. Fenrir erwartet seinen Tod, doch man schickt ihn weg. Wenn er nach zwölf Monden lebend zurückkehrt, soll er sogar "wie die Götter" werden. Fenrir entfernt sich vom Turm der Weisheit und wandert zum Gebirge, das er überqueren will, denn im heimatlichen Tal ist er nicht sicher vor seinem und anderen Stämmen.

Nach einer gefahrvollen Wanderung erreicht er auf der anderen Seite des Gebirges ein Dorf, das von einem riesigen Ungeheuer bewacht wird. Ein Reiter erklärt Fenrir, dass die Dorfbewohner das für sie heilige Tier mit Gefangenen, ihren Alten und Kranken füttern, wenn das Ungeheuer nicht genügend Futter findet. Fenrir wird gefangen genommen und soll dem Wächter geopfert werden. Er kann das Untier töten. Wenig später nähern sich unzählige, madenartige Ungeheuer, die den Kadaver, auf dem Fenrir noch steht, und die Dorfbewohner in kurzer Zeit auffressen. Eine Zauberin, die in ihrem Orakel das Geschehen beobachtet, kommt Fenrir zur Hilfe geflogen und bringt ihn in ihre Höhle. Rtaila will, das Fenrir ihren Konkurrenten Grhmir vernichtet. Am nächsten Morgen fliegt Fenrir auf einem riesenhaften, fledermausähnlichen Tier zur Burg des Zauberers. Plötzlich entdeckt er aus luftiger Höhe einen weiteren Turm der Weisheit. Ein kleiner Flugroboter beobachtet Fenrir.

Fenrir erreicht die auf einer Bergspitze stehende Burg, dringt in sie ein und verletzt den Zauberer Grhmir tödlich. Im Sterben erzählt er Fenrir von der Hinterhältigkeit Rtailas, was Fenrir nicht glaubt. "Verlange einen Kuss von Rtaila als Belohnung, Fenrir! Dann erfährst du die Wahrheit!" Als die Zauberin erscheint, verlangt Fenrir den Kuss. Sie tut wie geheißen, will ihn jedoch hinterrücks erdolchen. Doch im selben Augenblick explodiert die Zauberin. "Die Hexe, die einen unschuldigen Jüngling missbraucht, verbrennt durch seinen Kuss," freut sich Grhmir. Durch seinen Tod verlieren sich die Kräfte, die die Burg zusammenhielten, in Zeit und Raum und das Gemäuer fällt in sich zusammen. Fenrir überlebt den Einsturz, findet aber keinen Pfad hinab ins Tal. Er entdeckt sein Flugtier, das ihn nach Rtailas Tod aber nicht mehr als Herrn anerkennt, sondern als Beute. Fenrir schafft es, sich am zottigen Pelz der riesigen Fledermaus festzukrallen, und fliegt dem Erdboden entgegen - verfolgt von dem Flugroboter, in dem Fenrir einen Götterboten sieht. Er springt auf den Roboter, muss diesen aber wieder loslassen, da das Metall plötzlich heiß wird. Fenrir stürzt in einen See.

In den Bäumen entdeckt Fenrir große Tiermenschen, die zwei Jünglinge und ein Mädchen mit sich führen. Sie werden Ctorbs genannt. Er befreit die Gefangenen und erreicht schließlich – verfolgt von den Tiermenschen – das Gebiet der Zsinmtigs, wie das zivilisatorisch höher stehende Volk nennt. An der Grenze kommen ihnen eine Horde zahmer Ctorbs zur Hilfe. Es sind Sklaven der Menschen, die durch einen Parasiten im Genick willenlos gemacht wurden. Das Mädchen Ula - sie ist die Prinzessin der "Herrenrasse" - will alle frei lebenden Tiermenschen auf einen Schlag gefangen nehmen und ihren Willen rauben. Die versklavten Tiermenschen leben wegen des Gifts, das die Parsiten in ihre Blutbahnen pumpen, nur höchstens zwölf Monate. Fenrir soll Ulas Plan ausführen. Als Fenrir sich weigert, wird er überwältigt und mit einem Parasiten ausgestattet.

Fenrir ist zum willenlosen Sklaven geworden. Er soll eine betäubende Flüssigkeit, den Skirlsaft, in den Teich schütten, aus dem die Ctorbs ihr Trinkwasser holen. Wenn alle Tiermenschen betäubt sind, sollen sie in vorbereitete Gehege getragen werden. Unbemerkt erreicht Fenrir den Teich. In der Morgendämmerung tut er wie ihm befohlen und wartet auf die durstigen Tiermenschen. Plötzlich taucht vor der Höhle in der sich Fenrir versteckt, ein Tryanosaurier auf. Fenrir bringt ihn mit dem Rest des Betäubungssaftes zu Fall, stürzt dabei jedoch selbst in die Tiefe. Als er im seichten Wasser wieder zu sich kommt, ist der Parasit in seinem Nacken tot und Fenrir hat seine Selbstbestimmung wieder gefunden. Er vermutet, dass nicht der Sturz, sondern der Skirlsaft den Parasiten tötete.

Ungesehen erreicht Fenrir nun das Zsinmtigs-Dorf und zwingt einen Jungen, ihm zu zeigen, wo die Parasiten gezüchtet werden . In einer Höhle schwimmen sie in einem Teich. Der Junge will Fenrir in die unheimliche Masse stoßen, doch dieser hält das Gleichgewicht. Dafür fällt der Junge in den Teich. Fenrir tötet den Jungen, um ihn von den Qualen, die in der schleimigen Brut auf ihn warten, zu erlösen. Danach gelingt es ihm mit Hilfe von Skirlsaft, der in der Höhle in Krügen gelagert wird, die Parasiten zu vernichten. Nachdem  Fenrir den Zsinmtigs vorgaukelt noch unter der Kontrolle des Parasiten zu stehen, begibt er sich in das Gebiet der Ctorbs und wartet dort auf die versklavten Tiermenschen, die ihre betäubten Artgenossen in die Gehege der Zsinmtigs tragen sollen. Fenrir führt die Sklaven zum Quellteich, schüttet erneut den mitgebrachten Betäubungssaft in das Wasser und befiehlt ihnen, sich in das Wasser zu legen. Einige Zeit später sind die Parasiten tot, die Ctorbs wieder frei und Fenrir kann sie über den wahren Sachverhalt aufklären. Die Tiermenschen feiern Fenrir zwar als ihren Retter, doch sie wollen auch ihre Peiniger töten. Fenrir, dem ein friedliches Zusammenleben vorschwebte, ist entsetzt. Er flieht und will die Zsinmtigs warnen, doch die Ctorbs schlagen ihn bewusstlos. Als Fenrir zu sich kommt, liegt er gefesselt in einer Hütte. Er befreit sich und eilt durch den Dschungel zum Dorf der Zsinmtigs, wo er nur noch erschlagenen Menschen vorfindet. Fenrir ist verzweifelt, denn er leidet seit langem unter der Vorstellung, dass ein Fluch auf ihm lastet und er den Menschen nur Unglück bringe. Er will nun einen weiteren Turm der Weisheit aufsuchen, den er in der Ferne gesehen hatte, um die Götter zu bitten, den Fluch von ihm zu nehmen.

Als Fenrir den Turm erreicht, gerät er in eine tödliche Falle der Götter, kann sich jedoch erfolgreich wehren und zerstört dabei einen fliegenden Beobachtungsroboter. In diesem Augenblick erscheint Hugin, ein Jäger der Götter, ein "Auserwählter", dessen Aufgabe es ist, Abweichler aufzuspüren, die die bestehende Ordnung bedrohen. Er will Fenrir töten, weil er den vermeintlichen Götterboten vernichtete, doch ein magnetischer "Götterstrahl" hindert ihn daran. Hugin brachte drei Gefangene zum Turm der Weisheit: einen alten Mann, der ein Buch fand und es nicht dem Schamanen ablieferte, sondern versuchte, die "Kritzeleien" zu enträtseln, einen jungen Mann, der mit Hilfe eines explosiven Pulvers so mächtig wie die Götter sein wollte und eine Frau, die behauptet, die Götter wären keine solchen, sondern Missgeburten. Augrund ihrer "Verbrechen" trifft die drei Personen der "göttliche" Vernichtungsstrahl. Der sonst sehr mitfühlende Fenrir ist über das Urteil nicht entsetzt: "Wer gegen die Gesetze der Götter verstößt, hat sein Leben verwirkt. Das Urteil war gerecht !"

Wohl bedingt durch diese Haltung, wird Fenrir nun selbst zum "Auserwählten" befördert. Er bekommt wie Hugin, der ihm beratend zur Seite stehen soll, ein "Kästchen", durch das die Götter die "Auserwählten" auf verbotene Umtriebe aufmerksam machen. Auf dem Weg in Hugins Gebiet bemerkt Fenrir, dass ein kleiner Junge von einem Ungeheuer verfolgt wird. Fenrir will dem Kind helfen, doch Hugin ist dagegen. "Das... das ist unmenschlich. Ich kann nicht...", schreit Fenrir und eilt dem Kind zur Hilfe. Fenrir tötet das Untier. Danach entdeckt Hugin bei dem Jungen eine Buchseite. "Das Kind auf dem Bild sieht so komisch aus. Deshalb habe ich die Seite behalten," begründet der Junge seine Tat. Das Bild zeigt den Struwwelpeter (!). Da der Junge den Fundort der Seite nicht verraten will, droht Hugin mit Gewalt. Fenrir greift deshalb Hugin an, während das Kind flieht. Die Götterstimme, die aus dem "Kästchen" erklingt, befiehlt, dass sich Hugin und Fenrir trennen müssen, da ihre Ansichten zu unterschiedlich sind. Fenrir sucht den Jungen und findet ihn, als dieser aus einem Versteckt Lebensmittel holt. Er folgt ihm in ein großes Höhlensystem, in dem es viele Fallen gibt. Geschickt kann Fenrir sie umgehen. Plötzlich steht er einem alten Mann gegenüber, hinter ihm der Schutz suchende Junge. Fenrir bezwingt den Alten, der Suri heißt und der Großvater des jungen Asfan ist. Er hatte vor einiger Zeit Bücher gefunden. Um sich nur noch seinem verbotenen Fund widmen zu können, täuschte er seinen Tod vor. Seither lebt er in der Höhle mit seinen Büchern. Fenrir sagt: "Ich muss deinen Großvater zum Turm der Weisheit bringen, Asfan. Die Götter werden über ihn Gericht halten!" Der alte Mann nimmt von Asfan Abschied. Danach versucht er Fenrir allerdings zu überreden, sich die Bücher zeigen zu lassen.

Wie´s weitergeht, erfahrt Ihr in der FENRIR-Folge in SPRECHBLASE 220.


Special vom: 14.01.2011
Autor dieses Specials: Werner Wandschneider
Die weiteren Unterseiten dieses Specials:
Firuz Askin – Der große Unbekannte
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Taschens Mammut-Buch: 75 YEARS OF DC COMICS - Ein Interview mit Paul Levitz
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