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Taschens Mammut-Buch: 75 YEARS OF DC COMICS - Ein Interview mit Paul Levitz
Der Comicverlag DC Comics, gegründet vor 75 Jahren, hat die Welt verändert. Und zwar durch fiktive Geschichten, die dank ihrer Inhalte und Gestaltung die Phantasie ihrer Leser beflügelten und eine eigene Wirklichkeit schufen, die – millionenfach reproduziert – in allen Medien kursierte und noch heute Auswirkungen zeigt. Superman und Batman sind nur zwei der wichtigsten Figuren, die DC Comics verlegte und verlegt. Sie waren und sind omnipräsent im Hörfunk, im Fernsehen, im Kino und – natürlich – in den Comics. Man kann den Einfluss von DC gar nicht hoch genug einschätzen. Daran ändert auch nichts, dass Marvel Comics seit den 1960er Jahren DC starke Konkurrenz machte und sogar überflügelte, nachdem Marvel seinen Vertrieb nicht mehr von der DC-Konkurrenz durchführen (und sich dabei einschränken) ließ, sondern ihn selbst übernahm. Dieser Punkt ist nur eines der vielen Details, die „75 Years of DC Comics“ unbedingt lesenswert machen. Viel wichtiger ist aber, dass hier einerseits die Geschichte von DC Comics erzählt wird, andererseits aber auch die Beziehungen zu den Medien und die Rahmenbedingungen des Erfolgs von DC dargestellt werden. Zudem scheinen die vielen Menschen auf, die hinter dem Erfolg von DC stehen. Sie werden auch zusätzlich in erläuternden Kurzbiografien vorgestellt.

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Ich hatte das schwergewichtige Buch im Oktober 2010 auf der Frankfurter Buchmesse am Stand des Taschen Verlags entdeckt und war über seine Aufmachung und reiche Bildfülle erstaunt. Dass Paul Levitz, den ich schon lange persönlich kannte, das Buch verfasst hatte, gab dem Ganzen eine interessante, neugierig machende Note. Als ich schließlich das Buch genauer unter die Lupe nehmen konnte, wurde ich nicht enttäuscht. Das umfangreiche Werk, das nur auf Englisch gedruckt ist und eine 100-seitige Beilage mit einer deutschen Übersetzung aufweist, ist zwar naturgemäß kein Krimi, aber es ist trotzdem spannend, den Irrungen, Wirrungen und Erfolgen nachzuspüren, die hier dargestellt sind und die Geschichte von DC durchsichtig(er) machen, indem aufgezeigt wird, welche Veränderungen der Verlag im Lauf der Jahrzehnte durchmachte.

Als jemand, der sich schon lange mit Comics beschäftigt hat, sind mir natürlich viele der Personen, die in diesem Buch auftauchen, bekannt wie (alte) Freunde. Es ist interessant, sie hier in einer historischen Betrachtung zusammen agieren zu sehen, wobei vieles erhellt wird und in seiner Darstellung durchaus auch unterhaltsam ist. Die vielen Namen mögen zwar manchen Neuling schrecken, sie sind aber für die Comichistorie von eminenter Bedeutung. Die Bildfülle und die Detailfülle sind es, die dieses Buch zu einem wirklich wertvollen Instrument der Analyse der Comichistorie der USA machen. Auch wenn das Buch nicht unbedingt den Anspruch erhebt, ein wissenschaftliches Werk zu sein, ist es dennoch für die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Comics von nicht unerheblicher Bedeutung. So viel der lobenden Vorrede.

Mich hat natürlich interessiert, wie es überhaupt zu diesem Werk und seiner gewichtigen Form gekommen ist. Daher habe ich Paul Levitz interviewt, angefangen mit der Frage, wie es zu diesem Buch gekommen ist, ob Benedikt Taschen (der ja schon in seinen Anfängen comicbegeistert war) das Buch angeregt hatte, oder ob die Idee von DC ausging.

Weiter geht es in der Sprechblase 220...


Special vom: 14.01.2011
Autor dieses Specials: Wolfgang J. Fuchs
Die weiteren Unterseiten dieses Specials:
Firuz Askin – Der große Unbekannte
Der Mann, der 12 Jahre lang NICK zeichnete
Bonusbeitrag: Fenrir und die Türme der Weisheit
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