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Vater von Donald Duck ist tot
So oder so ähnlich wird es wohl nicht nur in der "Augsburger Allgemeinen" vom 26. August 2000 gestanden sein. Carl Barks verstarb nach Angaben des Egmont Ehapa Verlages nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 99 Jahren in einem Krankenhaus im US-Staat Oregon.

Wer war denn Carl Barks, das wird wohl der eine oder andere von Euch fragen, denn in den meisten Lexika steht nichts über diesen einzigartigen Texter und Zeichner.

Lange Jahre war genau diese Anonymität typisch für Barks bzw. die Disney Studios, für die er seit 1942 gearbeitet hat.
Erst 1970 erfuhren die deutschen Comic-Leser in dem Buch "Comics - Anatomie eines Massenmediums" von Wolfgang J. Fuchs und Reinhold C. Reitenberger, daß hinter den wirklich guten Disney Geschichten immer ein und derselbe Szenarist und Zeichner stand - Carl Barks.

Unbewußt ging es mir in jungen Jahren sehr ähnlich. Wenn ich mir das neueste Heft der "Mickey Maus" oder ein "Donald Duck Sonderheft" gekauft hatte, dann gab es gute (das waren damals alle !) und sehr gute Geschichten. Mittlerweile hat sich herausgestellt, das alle "sehr guten" Geschichten von Barks waren.

In Deutschland wurde Carl Barks - bzw. die Identifikation der "sehr guten" Geschichten mit seinem Namen - erst durch die Veröffentlichungen des Melzer-Verlages ab 1974 bekannt.
Heute wo jeder - geneigte - Leser Carl Barks kennt und um seine Verdienste um Entenhausen weiß, erscheint es fast aberwitzig, daß noch in Walt Disneys "Ich, Donald Duck" (1984 von Ehapa neu aufgelegt) in der Einleitung des ersten Bandes "Die Donald Duck Story" kein Wort über Barks zu finden ist - und das obwohl alle Storys von ihm sind.
Es ist schon wirklich komisch, wenn ich über eine Legende wie Carl Barks schreibe, fällt mir nur ein, warum dieser Mann der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt sein könnte. Obwohl Barks nicht der Erfinder der Figur "Donald Duck" ist - die stammt in ihrer ursprünglichen Fassung aus der Feder von Walt Disney - ist er der Schöpfer des Entenhausener Universums.
Dagobert Duck, die Panzerknacker, Daniel Düsentrieb, Gustav Gans, die Liste könnte man endlos fortsetzen, Charaktere, ohne die eine Geschichte von Donald Duck aus meiner Sicht undenkbar wären, würde es ohne Carl Barks, den genialen Erfinder, Zeichner und Geschichtenerzähler nicht geben.

Jetzt muß ich doch noch ein paar Passagen aus dem Vorwort von Carl Barks Werksverzeichnis - erschienen in der Ehapa Comic Collection, 1995 - zitieren:
"Die Qualität seiner Comics liegt darin begründet, daß Barks nicht nur ungewöhnlich beeindruckende Zeichnungen schuf, sondern auch das Gros seiner Geschichten selbst geschrieben hat." Barks hat wohl nur sieben Jahre in den Disney Studios gearbeitet, richtig kreativ wurde er erst, als er die Studios verlassen hatte und dann seine eigenen Comic-Geschichten entwicklet hat.

Heutzutage sind alle Fakten um den Künslter Carl Barks und sein Schaffen um den Clan der Entenhausener Enten bekannt, die Veröffentlichung seines Werkes in der Bark´s Library und den zugehörigen Special Bänden im Verlag Egmont Ehapa ist - nach allen früheren unterschiedlichen (quantitativen, qualitativen, zusammengestückleten, gedruckten oder geletterten) Veröffentlichungsformaten - vorbildlich und empfehlenswert.

Mit dem Tod von Carl Barks hat die Geschichte der Comics den "Duck Man" verloren.
Ich habe Carl Barks natürlich nie kennengelernt, aber nach allem, was ich bisher gelesen habe, könnte ein Zitat von ihm sprichwörtlich sein für seinen Charkter:

"Ich möchte den Disney Studios danken. Nicht für mich, sondern für alle Comic-Fans, die meine Hefte für 10 Cents gekauft haben und sie jetzt für 2000 $ wieder verkaufen."
(Zitat zur Verleihung als "Disney Legende" am 22.10.1991).

Auch wenn ich es jetzt schon wiederholt erwähnt habe, ein würdigereres Hommage an das Schaffen eines einzigartigen Künstlers wie es die Veröffentlichung der Comics von Barks in der Bark´s Library darstellt, ist - postiv gemeint - ausnahmslos.


Special vom: 11.12.2003
Autor dieses Specials: Stephan Schunck
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