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Comic-Besprechung - Life Tree's Guardian 1

Geschichten:
Autor , Zeichner, Tuscher, Colorist: Nathalie Wormsbecher

Story:
Die fünfzehnjährige May Thiel ist auf der einen Seite ein sehr sportliches und mutiges Mädchen, auf der anderen Seite aber auch ziemlich verträumt und dazu noch eine Leseratte. Sie lebt nur mit ihrer Mutter zusammen, die Tierärztin ist und verbringt die meiste Zeit in der Schule und an den Nachmittagen zusammen mit ihrer tollpatschigen Freundin June Kane, die zwar frech und vorlaut ist, aber auf der anderen Seite auch fest mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Beide haben viel Spaß in der Schule und schwärmen fast für die gleichen Jungen.

Doch dann verändert ein Ereignis beider Leben. Eines Tages findet May auf dem Nachhauseweg einen verletzten Wolf und bringt ihn gleich zu ihrer Mutter, die ihn liebevoll verarztet. Aber erst am nächsten Tag findet sie heraus, dass er mehr als nur ein Tier ist, denn er kann sprechen und berichtet ihr, dass er aus einer anderen Welt stammt und der Wächter des Lebensbaumes ist, der seine Heimat zusammenhält. Nun hat der böse Magier Yorik den Lebensbaum angegriffen, um an sein kristallenes Herz in seine Hände zu bekommen. Dieses ist in sieben Teile zersprungen und hat sich auf der Erde verteilt, behütet von Naturgeistern. Er will sie wiederfinden, bevor Yorik dies tut, denn der Rivale hat auch seinen Weg gefunden...

May und June beschließen ohne lange darüber nachzudenken und sich die Folgen auszumalen, dass sie dem Wolf helfen wollen.



Meinung:
Wie in ihren beiden ersten Mangas "Summer Rain" und "Dämonenjunge Lain" erzählt Nathalie Wormsbecher eine Geschichte, die sich in erster Linie um die Lebenswelt junger Schülerinnen dreht, die mit den entsprechenden Problemen zu kämpfen haben und die Jungs langsam für sich zu entdecken beginnen.

Die phantastischen Elemente geben dem ganzen nur ein bisschen Würze und sind nur im geringen Maße durch die Naturgeister und den sprechenden Wolf vorhanden. Aber wie so oft darf man nun keine actionreichen Kämpfe oder Herausforderungen und schon gar keinen diabolischen Bösewicht erwarten. Es geht alles in allem sehr gesittet und harmlos zu, selbst der Magier ist eher hübsch und interessant als widerwärtig und böse.

Ansonsten besitzt die Autoren einen leichten Strich und erzählt die Geschichte mit viel Humor, denn die quirligen jungen Heldinnen schießen immer wieder einmal über das Ziel hinaus und sorgen für die entsprechenden Lacher.



Fazit:
Life Tree's Guardian hat zwar eine Geschichte, die ein paar Fantasy-Elemente besitzt, ist aber eher eine der gängigen Schulgeschichten mit viel Humor, kleinen Abenteuern und der unvermeidlichen Romantik, die vor allem junge Leserinnen zwischen zwölf und zwanzig ansprechen dürfte.



Life Tree's Guardian 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Life Tree's Guardian 1

Autor der Besprechung:
Christel Scheja

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 6,50

ISBN 13:
978-3867196314

176 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Lebendige und schöne Zeichungen
  • Eine sympathische und quirlige Geschichte
Negativ aufgefallen
  • Die Fantasy kommt insgesamt viel zu kurz
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Rezension vom: 30.05.2009
Kategorie: Life Tree's Guardian
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Life Tree's Guardian 1: Der sprechende Wolf
May geht in die zehnte Klasse, schwärmt heimlich für einen Mitschüler und ist gerne mit ihren Freunden zusammen – soweit, so normal. Die spannenden Abenteuer, die sie sich erträumt, scheint es in ihrem Leben nicht zu geben.

Aber eines Tages gerät sie zufällig in einen Kampf zwischen magischen Mächten: Ein junger Mann mit spitzen Ohren taucht mit lautem Knall auf, entledigt sich eines vermeintlich toten Wolfs und löst sich wortwörtlich wieder in Luft auf. Der Wolf hat jedoch knapp überlebt, und May nimmt ihn mit nach Hause, denn ihre Mutter ist Tierärztin und kann bestimmt helfen.

Doch es stellt sich heraus, dass der Wolf viel mehr ist als ein gewöhnliches Tier. Er ist ein magischer Wächter aus einer anderen Welt, und sein Angreifer will dort die absolute Macht an sich reißen. Spontan erklärt sich May bereit, dem Wächter zu helfen. Aber weiß sie wirklich, auf was sie sich in diesem Kampf einlässt?

Natalie Wormsbecher hat bereits in einigen kurzen Geschichten und Einzelbänden ("Summer Rain", "Dämonenjunge Lain") ihr Talent bewiesen. Jetzt wagt sie sich zum ersten Mal an eine mehrbändige Serie. "Life Tree's Guardian" ist auf fünf Bände angelegt, und der erste Band gibt die Richtung vor. Die Geschichte um May, den vierpfotigen Wächter des Baums des Lebens und ihre Feinde und Verbündeten ist eine klassische Magical Girl-Geschichte. Ein eher durchschnittliches junges Mädchen gerät in magische Auseinandersetzungen und muss die Welt retten. Zwar hat die Künstlerin ihrer Heldin keine ausführliche Verwandlungsszene gegeben, aber ansonstens sind alle typischen Merkmale des Genres vorhanden, und immerhin bekommt May einen magischen Stock, der sich im Alltag als modisches Armkettchen tarnt.

Auch die Figurenkonstellationen dürften vielen Lesern bekannt vorkommen. Da ist die Heldin, das Maskottchen, der Sidekick, der Kindheitsfreund und der vermeintlich unerreichbare Schwarm. Die fünf Splitter des Kristalls und die Geister, die sie jeweils beschützen, bringen sogar Anklänge an das "Monster of the Week".

Wormsbecher erfindet das Rad also nicht neu, aber sie setzt das Bekannte auf ansprechende Art um. An einigen Stellen bricht Wormsbecher außerdem die "Vorgaben" des Genres mit Ironie. Etwa bekommt Mays Freundin June einen magischen Bogen und landet prompt mit jedem Schuss einen Treffer. Während das Mädchen sich über ihre neu entdeckten Schützenkünste freut, kommentiert Wolf nur trocken, dass mit diesem magischen Bogen jeder trifft. Apropos, der Name des Wächters ist ein anderes Beispiel. Anstelle eines Namens mit tieferer, mythologisch angehauchter Bedeutung heißt der Wolf schlicht "Wolf", was auch für die anderen Figuren schon mal Anlass für freundlichen Spott ist. Insgesamt tragen die sympathischen Charaktere dazu bei, dass der Leser es nicht übelnimmt, dass es eben kein neues Rad gibt. Man merkt einfach, dass die Geschichte nicht auf mehr Anspruch erhebt als "nur" zu unterhalten. Diese positive Bescheidenheit lässt über das eine oder andere Manko hinwegsehen. Etwa wirken manche Dialogstellen nicht gerade natürlich, und über die Namensgebung der Charaktere kann man ebenfalls diskutieren. Das Gleiche gilt für die Begeisterung der Autorin, die man in ihrem Werk spürt. Sie zeichnet erkennbar nicht routiniert noch'n Manga, um auch im kommenden Monat die Miete bezahlen zu können. Wormsbecher hat offenkundig viel Freude an ihrer Serie und daran, die für sie noch unvertrauten Gefilde der längeren Geschichten zu erkunden.

Die für das Lettering gewählte Schriftart wirkt nicht wirklich passend, eher wie eine Verlegenheitslösung. Die Zeichnungen sind typisch Shojo, mitsamt spitzen Kinnen und großen Augen. Die Figuren sind durchweg hübsch-niedlich, selbst der Wolf hat mehr von einem Hundewelpen als von einem echten, wilden Raubtier. Durch den eher zarten Strich wirkt das Artwork leichtfüßig, bekommt aber auch genügend Eigenständigkeit, um nicht nur 0815-Shojo zu sein. Das abwechslungsreiche Seitenlayout bringt zusätzliche Dynamik. Damit passen sie zur Handlung, die sich ebenfalls nur selten mit großer Schwere und Tiefgang aufhält. Das dürfte nicht zuletzt der Zielgruppe geschuldet sein. In einem Manga, den der Verlag für Leser ab 13 Jahre empfiehlt, kann man die Spannung nicht unbegrenzt hoch drehen. Gelegentlich hätte aber etwas mehr emotionales Gewicht nicht geschadet. Beispielsweise erklärt sich May etwas zu leicht bereit, Wolf bei der Rettung seiner Welt beizustehen. Sie verschwendet an diese potentiell folgenschwere Entscheidung nicht mehr Gedanken als wenn sie mal eben der Nachbarin die schweren Einkaufstaschen nach oben tragen würde. Ob das tatsächlich ein Manko der Geschichte ist, oder ob die Autorin May später doch noch mit der Tragweite ihres Entschlusses konfrontieren wird, müssen die folgenden Bände zeigen.