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Comic-Besprechung - FUCK

Geschichten:
US-I Never Liked You: The New Definitive Edition
Autor und Zeichner: Chester Brown

Story:
Chester Brown zeigt hier auf 183 Seiten die Jugendtage seines Alter Ego. Es geht um Liebe, Familie, Freunde, Musik und um all das, was einem amerikanischen Teenager so interessiert.

Meinung:
Im nunmehr dritten Buch von Chester Brown erlebt dieser die Welt der Liebe. Oder jedenfalls Ansätze davon. Denn so richtig kommt dieser Junge nicht auf den Punkt. Der Autor Chester Brown lässt sein gezeichnetes Spiegelbild alle Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens durchleben. Dabei entwickelt der Leser ungewöhnlich schnell eine enge Beziehung zu Chester, der bis zum Ende des Comicbandes geheimnisvoll bleibt. Er hat eine starke nachdenkliche Seite, die gerade in den Liebes-Angelegenheiten deutlich wird, aber auch eine rebellische Phase, was sich in der starken Distanz zur Mutter und in der Liebe zur Rockmusik äußert. Ansonsten stellt Chester eher den typischen zurückhaltenden Einzelgänger dar, der seinen Freundeskreis bewusst klein hält und ungern im Mittelpunkt steht

So teeniehaft, wie sich diese Beschreibung anhört ist Chester Brown´s „FUCK“ aber mitnichten. Dadurch, dass Chester recht sprachfaul ist, wird der Leser ins Geschehen hineingerissen und mag desöfteren Chester zu rufen „Tue es, Tue es doch endlich.“ Aber Chesters Charakter ist undurchschaubar. Was er wirklich will und warum er so zurückhaltend ist, kann nicht geklärt werden. Letzteres könnte aber an seiner sehr dominanten Mutter liegen, die Chester und seinem Bruder wann immer es möglich ist die Leviten liest.

Durch seine verschwenderische Aufteilung der einzelnen Panels hat Chester Brown ein Werk geschaffen, das sich merklich von anderen Comics des Genre abhebt. Einige Seiten verfügen nur über eine kleine Zeichnung und das ganze Buch besteht aus sehr sehr kurzen Einblicken in Chesters Leben, welche nach und nach ein Gesamtbild ergeben. Durch diese Art der lockeren Aufteilung bekommt der Leser Zeit immer mal wieder aus dem Geschehen auszusteigen und kurz über das soeben gelesene nachzudenken. Die 183 Seiten dieses Bandes lassen sich aber auch ohne Mühe in einem Atemzug durchlesen, da erstens die Zeichnungen sparsam im Buch vereitelt wurden sind, und zweitens die Dialoge auch jeweils recht kurz sind.

„Fuck“ ist kein hippes amerikanisches Teenie-Buch. Es zeigt vielmehr das schwere Leben eines Jungen, der anders sein will, als die Masse. Der auf der einen Seite erwachsener ist, als er es sich eingestehen will, auf der anderen Seite aber immer noch ein Kind geblieben ist. Mit diesem Zwiespalt hadert Chester Brown bis zum Schluß, sogar von Selbstaufgabe ist die Rede, aber einen richtigen Vorteil kann keine der beiden Seiten verbuchen.

Wie bereits angesprochen hat dieser Band eine sehr lockere Aufteilung der Panels. Die Zeichnung sind minimal und aufs wesentliche beschränkt. So stehen größtenteils nur die Hauptdarsteller der jeweiligen Handlung im Vordergrund. Eine Umwelt oder aufwendige Details werden bewusst ausgeblendet. Auch die Seiten in diesem Comic sind einfach nur weiß mit einer kleinen Seitenzahl. Alles also ziemlich unspektakulär, genau dadurch aber wieder etwas besonders. Auch die Umsetzung der Story in einfachen schwarz/weiß Zeichnungen verdeutlicht auf der grafischen Seite das Leben des Chester Brown. Es ist ein einfaches unspektakuläres Leben in einer amerikanischen Kleinstadt mit all den Wirren des Erwachsen-Werdens, des Eltern/Kind-Konflikts und des Abgrenzens von der Masse. 

Fazit:
Chester Brown zeigt hier seine fiktive Kindheit. Die kurzen Geschichten schaffen es trotz einfacher Zeichnungen und kurzer Dialoge den Leser in ihren Bann zu ziehen. Sie sind so unerwartet spannend, dass sich schon nach wenigen Seiten ein Lesespaß einstellt, der bis zum Schluss anhält.

FUCK - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

FUCK

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Reprodukt

Preis:
€ 16,00

ISBN 10:
3938511966

ISBN 13:
978-3938511961

183 Seiten

FUCK bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • experimentelle Panelaufteilung
  • weit entfernt vom typischen Tennie-Klischee
Negativ aufgefallen
  • sehr schnell durchgelesen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2
(1 Stimme)
Bewertung
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Rezension vom: 20.04.2009
Kategorie: One Shots
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