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Comic-Besprechung - Gekkoh 1Geschichten:Kapitel 1-8 Autor, Zeichner, Tusche: Serika Himuro Story: Kyotaro verfällt nicht gerade in Freudensprünge als er erfährt, dass er anstelle seines alten Herrn einen Haufen Gangster und Mafiosi zukünftig herum kommandieren darf. Zumindest solange bis sein Vater nicht länger hinter schwedischen Gardinen sitzt. Dieser ist nämlich ein hoch angesehener Yakuza-Boss in der zwielichtigen Szene. Sein Sohn schlägt jedoch völlig aus der Art, indem er nicht einmal den kleinsten Hauch krimineller Handlungen verfolgt. Dementsprechend genervt reagiert er auch auf die Motivationsversuche seiner "Familienmitglieder", die einzelnen Gangmitglieder. Rivalisierende Yakuza-Bosse wittern schon Möglichkeiten, ihr Territorium zu erweitern und die geschwächte Gang unter Kyotaro zu überrennen, doch die Rechnung geht leider nicht auf. Kurz bevor der erste Angriff auf den "Familienhaushalt" Kyotaros gefahren wird, taucht eine attraktive junge Frau auf, die sich als Kyotaros unbekannte Stiefschwester Kumiko entpuppt. Die Schönheit ist genau das Gegenteil ihres Stiefbruders, obwohl sie auf einem Mädcheninternat bislang lebte, vereint sie Führungsqualitäten und kämpferische Fähigkeiten, die eines Yakuza-Bosses würdig sind. Meinung: "Gekkoh" ist ein Titel der sich ganz klar an ältere, männliche Leser richtet. Die Handlung ist recht simple und das dürre Plotgerüst dient hauptsächlich dazu die weibliche Protagonistin immer wieder in verfängliche Situationen zu manövrieren. Dabei spielt Kyotaro den schüchternen Hauptcharakter, der nicht weiß wie ihm geschieht, als seine bisweilen unbekannte Stiefschwester in sein Leben tritt und seine Gefühlswelt sowie seinen Hormonhaushalt ordentlich auf den Kopf stellt. Eine ideale Identifikationsfigur für die männliche Leserschaft. Die Serie erschien in Japan im selben Magazine wie Planet Manga's Zugpferd "Berserk", das "Young Animal Magazin". Daher ist es nicht verwunderlich, dass die "Gangart" in den Tankobon etwas härter ist als bei ähnlichen Titeln. Es wird nicht nur offenherzig mit nackten Tatsachen umgegangen, sondern der Mangaka scheut zudem nicht etwaige Sexpraktiken darzustellen. Aufgrundessen ist der Titel bei genaueren Hinsehen gefährdet auf den Indize zu landen, was wiederum die Verkaufszahlen drücken könnte, weil dann nur noch erwachsene Insider zum potentiellen Kundenkreis zählen. Der Verlag hat deshalb den "Rotstift" gezückt und härtere Panels entschärft, indem Sprechblasen beispielsweise über den fragwürdigen Teil der Zeichnung gelegt wurden oder Körpersäfte andeuten wie hart es zur Sache geht. Auch inhaltlich wurden Veränderungen vorgenommen. Im Original sind Kyotaro und Kumiko Halbgeschwister. Da Beziehungen unter Geschwistern, Blutsverwandten in Deutschland verboten sind, aber sich genau das bei den Geschwistern anbahnt, wurde kurzerhand aus den beiden Stiefgeschwister gemacht. Das mag so manchen Fan, der besonders viel Wert auf Originalität der Titel legt verärgern, aber ganz ehrlich, wenn man nicht explizit darauf hingewiesen wird fallen einen die Eingriffe ins Artwork nicht auf. Inhaltliche Änderungen sind da schon ärgerlicher, obwohl auch dieser kleine Kunstgriff nicht den Lesegenuss schmälert. Das Artwork präsentiert sich im Großen und Ganzen als solide, wirkt nur ab und an etwas hastig und unsauber. Druck- und Papierqualität sind übrigens diesmal sehr ordentlich. Hier hat sich der Verlag wirklich Mühe geben, was man leider nicht von allen Titel behaupten kann. Sex sells und daher wird dieser Paninititel wohl am langen Ende erfolgreicher laufen als bisweilen anspruchsvollere Serien, die meist nach den ersten Handvoll veröffentlichten Bänden vom Verlag bereits eingestellt wurden aufgrund schlechter Verkaufszahlen. Fazit: Sex sells! Über Geschmack und Niveau lässt sich bekanntlich streiten. Wer Anspruch sucht ist hier völlig fehl am Platz. |
Gekkoh 1 Autor der Besprechung: Brigitte Schönhense Verlag: Planet Manga Preis: € 7,95 [D] / 8,40 [A] ISBN 13: 978-3-86607-666-2 203 Seiten ![]() |
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| Rezension vom: | 12.11.2008 | ||||||
| Kategorie: | Gekkoh | ||||||
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