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Comic-Besprechung - Alive

Geschichten:
Alive
Autor, Zeichner: Tsutomu Takahashi

Story:
Yashiro Tenshu ist zum Tode verurteilt. Er hat die vier Vergewaltiger seiner Freundin getötet. Doch er bekommt eine zweite Chance, kann wählen zwischen Tod und Leben. Natürlich wählt er das Leben zum Preis, dass er an einem geheimen Experiment teilnehmen muss. Gondo, ein weiterer zum Tode Verurteilter, ist ebenfalls dabei und beide werden zu einem Gebäudekomplex und dort in einen Raum gebracht, in dem sie von nun an leben sollen. Fast alle Wünsche sollen ihnen erfüllt werden. Beobachtet werden sie von den Wissenschaftlern, die das Experiment leiten. Durch ein Sichtfenster können Tenshu und Gondo in einen benachbarten Raum sehen; dort hält sich eine junge Frau auf, die der eigentliche Mittelpunkt des Experiments ist. Sie spielt mit den sexuellen Phantasien der Männer. Doch was will sie wirklich und was ist Ziel des Experiments? Und was hat es mit dem Fremdkörper in ihr auf sich?


Meinung:
Das Motiv der zum Tode Verurteilten, die eine zweite, oft zweifelhafte Chance erhalten, wenn sie eine schier unlösbare Aufgabe erfüllen, sie mit einer speziellen Fähigkeit ausgestattet sind oder an einem geheimen Experiment teilnehmen sollen, sind in Literatur, Film und auch im Comic kein neues Motiv. Um so interessanter ist es dann zu verfolgen, wohin der Autor die Story führt, welche Herausforderung auf den Protagonisten warten und wie er sich durch die Situation, in die er kommt, verändert und weiter entwickelt.
Tsutomu Takahashi hat sich für die Experiment-Variante entschieden und den Plot noch mit einem Horrormotiv angereichert. Allerdings sind 260 Seiten einfach zu wenig, um alle Aspekte der Story auszuloten und auch eine gelungene Charakterisierung zu erzielen. Tenshu und Gondo kommen über klischeehaftes Verhalten angesichts der Situation, in der sie sich befinden, nicht hinaus. Zudem bleibt trotz einer Erklärung, woher der Fremdkörper in der jungen Frau kommt, genau dies doch ohne wirkliche Auflösung - der Versuch, das Unheimliche zu erklären, bleibt unbefriedigend und es wäre daher sogar besser gewesen, darauf zu verzichten.
"Alive" wartet von Beginn an mit einer starken unheimlichem Atmosphäre auf und diese verstärkt sich, je weiter die Story voranschreitet, bis hin zu deutlichen Horrormotiven. Hier zeigt sich dann auch, dass sich der Manga an ein erwachsenes Publikum richtet und wegen einiger sehr alptraumhafter Bilder für jugendliche Leser eher nicht zu empfehlen ist. Takahashi zeichnet diese Szenen mit großer Intensität und die Bedrohung durch riesige Hände aus sich verformender Materie visualisiert er durchaus gelungen. Noch intensiver dürfte dies aber in bewegten Bildern wirken; der Manga wurde von "Azumi"-Regisseur Ryuhei Kitamura verfilmt, der ja bekannt ist für optisch reizvolle Darstellungen. Backgrounds setzt der Mangaka eher spärlich ein; die Handlung spielt überwiegend in einigen wenigen Räumen, die sich ähneln. Das Charadesign ist sehr realistisch, die Emotionen spiegeln sich erkennbar in den Gesichtern wider.


Fazit:
Tsutomu Takahashi erzählt in diesem Manga-Oneshot eine Story, die sich vom anfänglichen Drama zu handfestem Horror entwickelt. Der Mangaka hat nur 260 Seiten Raum für seine Geschichte, und dies tut ihr nicht gut - zu sehr bleibt vor allem die Charakterisierung der Figuren auf der Strecke. Und die Erklärung des Unheimlichen bleibt ebenfalls zu vage und ist von Takahashi anscheinend nicht wirklich durchdacht worden. Dafür kann "Alive" mit realistischem Charadesign und eindringlich gezeichneten Visionen und Horrorszenen aufwarten und gefallen. Wer sich nicht an einigen Storylücken stört, nicht zuviel Tiefgang erwartet, dürfte an diesem Manga Gefallen finden.


Alive - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Alive

Autor der Besprechung:
Kuno Liesegang

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 8,50 (D) / 8,80 (A) / 15,90 sFr

ISBN 13:
978-3-551-78748-4

260 Seiten

Alive bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • realistisches Charakterdesign
  • intensives Artwork
  • atmosphärische Horror-Story
Negativ aufgefallen
  • zu wenig Seiten, um alle Aspekte der Story auszuloten
  • Klischee-Charaktere
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 08.06.2008
Kategorie: One Shots
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