Comic-Besprechung - Batman: Schwarz-Weiss Collection 1 (von 2)
Geschichten:
Batman: Gotham Knights 1-22, Batman: Black & White 2 Autor, Zeichner: P. Dini, J. Lee, A. Ross, T. Sale und andere
Story:
Batman beobachtet Catwoman bei einem Einbruch. Da es sich
bei dem Bestohlenen um den Kopf von Gothams einflussreichstem Ring von
Nazispionen handelt, lässt er Gnade vor Recht ergehen. Er hat eine
Schwäche für Einbrecherinnen, die für ihr Vaterland kämpfen.
Prave
hat ein Kind entführt, Batman kann ihn stellen, dabei stürzt der
Überltäter vom Dach. Doch in den letzten Momenten lernt Prave die
Furcht kennen und büßt für seine Verbrechen.
Als Batman
den inneren Zirkel des Creighton Import-Kartells aufmischt, wird eine
unschuldige Frau von einer verirrten Kugel getroffen. Batman kann ihr nicht helfen, ihre Schlagader ist verletzt, sie wird verbluten bevor
der Notarzt kommt. Er entscheidet sich Superman zu Hilfe zu rufen.
Während die Lichtgestalt die tödlich Verwundete mit seinen Superkräften
heilt, kommt es zum Disput der Beiden. Was darf man tun, wenn das
primäre Ziel ist, das Leben der Menschen zu schützen. Darf es
Collateralschäden geben, sind Superman und Batman wirklich Licht und
Schatten und kann es Licht ohne Schatten geben?
Meinung:
A Tribute to Batman, so würde man diese "Compilation" wohl bezeichnen
können. Batman mehrmals anders, mal knallhart (eher bekannt), mal
witzig (unbekannt), mal romantisch (selten) und mal verspielt (nie).
Kurzgeschichten in Schwarz-Weiß, die innerhalb weniger Seiten
versuchen, den Charakter, das Besondere, das Flair des dunklen Ritters
kurz und präzise auf den Punkt zu bringen. Je nach Autor
gelingt das mal mehr mal weniger. Je nach Zeichner und Geschmack sind
die Ergebnisse in einer Bandbreite von grandios bis "na ja".
Aber
dieser erste Band der "Batman Schwarz-Weiss Collection" überzeugt durch
das Gesamtbild, die Mischung unterschiedlichster Autoren und Zeichner -
respektive Zeichenstile. So sollte es wundern, wenn nicht wirklich für
jeden Geschmack etwas dabei ist.
Schwarz-Weiße Comic
Geschichten führen seit je her ein gewisses Schattendasein - und dieser
Band beweist, dass das wirklich sehr schade ist. Künstler wie Jim Lee,
Paul Pope, John Buscema, Eduardo Risso oder Jordi Bernet benötigen
keine Farbe, um ihren Zeichnungen und ihrem Stil den notwendigen
Ausdruck zu verleihen und so manches Mal hat man das Gefühl, Farbe
könnte eher schaden. Das beste Beispiel dafür ist die Geschichte von
Joe Kelly und Aron Wiesenfeld "Ein Moment im Licht" - nomen est omen. Andererseits ist eine unkolorierte Geschichte wie "Fallstudie" gezeichnet von Alex Ross, schon fast ein Verbrechen.
Ein
Teil der Geschichten, die in den beiden Bänden veröffentlicht wird,
wurde schon früher publiziert und wird jetzt ergänzt durch bisher
unveröffentlichtes Material. Wer dann noch nicht genug hat, sollte sich
Band 30 der Batman Ausgabe des Carlsen Verlages besorgen ("Schwarz auf
Weiss").
Fazit:
Batman in Schwarz und Weiß - eine kongeniale Mischung
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Batman: Schwarz-Weiss Collection 1 (von 2)
Autor der Besprechung:
Stephan Schunck
Verlag:
Paninicomics
Preis: € 19,95
ISBN 13: 978-3-86607-578-8
220 Seiten
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