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Comic-Besprechung - The Aluria Chronicles

Geschichten:
One-Shot
Autor: Calissa Leigh, Zeichner: Yishan Li, Tusche: Yishan Li

Story:
Der Lustsklave Gin wird eines Mordes beschuldigt und soll einem Dämon geopfert werden. Das geflügelte Wesen erkennt jedoch die Unschuld des Jungen und bringt ihn in das Land Aluria, statt ihn zu töten. Dort wird Gin zunächst eingesperrt, da sich die Tiermenschen nicht sicher sind, ob er Freund oder Feind ist. Im Gefängnis lernt er den Vampir Kakale kennen, der Gins Vertrauen gewinnt, ihn verführt, dann aber mit ihm den Körper tauscht und, wieder auf freiem Fuß, ein Verbrechen nach dem anderen begeht.
Unterdessen gelingt Gin mit Rakiouls Hilfe die Flucht. Auch dieser ist ein Vampir - und Kakales Gefährte. Rakioul merkt sehr schnell, dass er den Falschen befreit hat, spielt jedoch mit, da er sich in Gin verliebt. Dieser wiederum hofft, durch Rakioul Kakale zu finden, um den Körpertausch rückgängig machen zu können. Tatsächlich taucht Kakale auf, nach Gins Blut verlangend, und Rakioul muss sich für einen der beiden entscheiden.
Und noch jemand ist hinter Gin her: Der Priester, der ihn hatte opfern wollen, erreicht mit seinen Leuten Aluria…


Meinung:
Längst sind Mangas keine rein japanische (oder koreanische) Angelegenheit mehr. Auch im Westen übernehmen viele Künstler die Motive und Stilmittel ihrer Vorbilder, um dann jedoch etwas Eigenes zu schaffen. In Folge präsentieren die Autorin Calissa Leigh und die Zeichnerin Yishan Li mit "The Aluria Chronicles" eine Fantasy-Erzählung, die mit vertrauten Themen und vergleichsweise realistischen Illustrationen aufwartet.
Die Geschichte ist in einem mittelalterlich-orientalisch anmutenden Land angesiedelt, das von Menschen und anderen Wesen bewohnt wird. Etwas schade ist, dass das kreative Team die Kultur Alurias nicht ein wenig ausführlicher beschreibt und die Leserin nur anhand von Gins Verwunderung ersehen kann, dass die Tiermenschen und Vampire ungewöhnliche Spezies sind.
Da auf scheinbar überflüssige Details verzichtet wurde, kommt die Handlung schnell auf den Punkt: Nach einem tragischen Unfall wird Gin vor seinen Häschern nach Aluria in Sicherheit gebracht. Dort jedoch gerät er vom Regen in die Traufe, denn er wird das Opfer eines gerissenen Vampirs. Es dauert nicht lange, bis die Freunde des Toten Gins Spur gefunden haben. Werden die Bewohner Alurias ihn ausliefern? Darf er von Rakioul Hilfe erwarten?
Immer wieder gibt es einige spannende Höhepunkte und als Garnierung erotische, jedoch nicht zu explizite Szenen. Im Vordergrund steht die nachvollziehbare Geschichte eines Jungen, der missbraucht und gequält wurde, dann unerwartet die Chance erhält, ein neues Leben zu beginnen. Zunächst jedoch muss er das Vertrauen der Wesen, die Aluria bevölkern, gewinnen und seinen eigenen Körper zurück erhalten. Auf der Suche nach Kakale verliebt er sich in Rakioul und hat nun noch einen Grund mehr, am Leben und in Aluria bleiben zu wollen. Seine Ängste, Freuden und Hoffnungen werden glaubwürdig dargestellt.
Die beiden Vampire sind als Gegenpole aufgebaut. Kakale ist hell, scheinbar freundlich, doch in Wahrheit ein verderbter Charakter. Rakioul ist dunkel, gibt sich zunächst etwas zwielichtig, entwickelt sich aber schnell zum aufrichtigen Freund. Die Nebenfiguren haben im Prinzip nur die Rollen von Statisten inne und tragen hin und wieder dazu bei, der Handlung zu einer Wende zu verhelfen. Der Priester und die Kameraden des Toten sind die Bösen, der Dämon, der Gin rettet, agiert als Deus ex Machina, die Bewohner Alurias liefern eine exotische Kulisse.
Man hätte durchaus etwas mehr aus dem Stoff herausholen können, wären die Genre- und Gut-Böse-Klischees stärker umgangen und die Hintergründe mit einigen zusätzlichen Details versehen worden. So läuft die Geschichte fast schon zu schnell ab, und sie ist auch kürzer, als man erwarten darf, denn 27 Seiten des Bandes entfallen auf Leseproben aus anderen Mangas des Fireangels Verlag.
Alles in allem bieten "The Aluria Chronicles" den Fantasy- und Boys Love-Fans gute Unterhaltung mit einer interessanten Story und ansprechenden Illustrationen von drei attraktiven Bishonen. Die erotischen Momente sind geschmackvoll dargestellt und gefallen Leserinnen ab 16 Jahren.


Fazit:
Wer den Mix aus Boys Love und Fantasy schätzt, sollte einen Blick in "The Aluria Chronicles" werfen. Nicht nur bringt das Thema endlich etwas Abwechslung in ein Genre, das vor allem mit School-Comedy einhergeht, die Motive sind zudem vertraut, die Beweggründe der Charaktere nachvollziehbar. Den Künstlerinnen gelingt es, eine spannend-romantische Handlung aufzubauen, die von zarten Bildern unterstützt wird. Da die erotischen Szenen noch Raum für die Phantasien der Betrachterin lassen, kann der Band bereits ab 16 empfohlen werden.


The Aluria Chronicles - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

The Aluria Chronicles

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Fireangels

Preis:
€ 6,50

ISBN 13:
978-3-939309-07-9

146 Seiten

Positiv aufgefallen
  • spannend-romantische Story
  • sympathische, attraktive Charaktere
  • ansprechende Illustrationen
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 07.04.2008
Kategorie: One Shots
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Die Rezensionen unserer Leser
Unser Leser Mammon schreibt dazu:Note: 3
Eine kleine Ergänzung
An sich ist die obrige Rezension bereits sehr ausführlich, dennoch möchte ich ein paar kleine Kritikpunkte ergänzen, die ich persönlich einfach ein wenig anders sehe.
Zum einen ist dort eine unfassbare Unlogik die sich durch die ganze Geschichte zieht. Ein Punkt der, wie ich meine, in die Spalte mit den negativen eigenschaften gehört. Als beispiel benenne ich einmal den 'Unfall' bei dem Gin einen Menschen tötet und danach einem Dämon geopfert werden soll, sowie die absolut schwachsinnige Tatsache das die Bewohner Alurias Gin 'nur zur sicherheit' in dieselbe Zelle sperren wie Kakale, einem brutalen Mörder. Das diese kombination schiefgeht ist absolut vorhersehbar. Der 'Unfall' ist im übrigen so wie es gezeichnet ist gar nicht möglich. Ich möchte nicht zu viel verraten, jedoch soviel als Hinweis. Ein Dolch der mit der Klinge leicht nach oben zeigt (durch kleidungsstücke), aber ansonsten auf dem Boden liegt kann sich nie im Leben in den Rücken eines Menschen boren.
Generell werden alle Klischees sehr stark ausgeschöpft, der 'Böse' besitzt eine Arroganz die keine Grenzen kennt und Gin ist so herzensgut das man fast schon die Augen verdreht. Dies bedeutet jedoch nicht das die Drei Hauptfiguren keinen ausgeprägten und interessanten Charakter haben, Gin, Kakale und Rakioul sind äußerst interessant. Mehr stört einem der ganze Rest. Die Verfolger von Gin sind in einem fremden Land unglaublich dreist, so sehr das man an ihrem Verstand zweifelt. Noch mehr jedoch am Verstand der Bewohner von Aluria, denn die tuen nichts dagegen und dulden ein Benehmen, das man meinen könnte den Fremden gehört die Insel. Sämtlichen Nebencharakteren fehlt es schlichtweg an Charakter, sie sind einfach da und ärgern einen durch ihr teils unlogisches Verhalten.
Die Geschichte an sich hat dabei eher mäßig spannende Momente, die einem nicht im Geringsten überraschen wenn man sich generell für Fantasygeschichten interessiert. Überraschende Wendungen in der Geschichte gibt es schlichtweg einfach nicht.
Interessant hingegen sind die Patzer die sich Gin im Körper von Kakale erlaubt während er mit Rakioul unterwegs ist. Es ist einfach komisch wie sich Gin in Kakales Körper dermaßen schüchtern benimmt. Genaugenommen sind nur die Momente wo die Verfolger Gins vorkommen kaum zum Aushalten. Alles andere ist (abgesehen von einigen Logiklücken) sehr unterhaltsam.

Fazit:
Mein Fazit muss leider etwas negativer ausfallen als der obrige. Ich bin der Meinung das nur wer wirklich allein von Boyslove in einem Manga leben kann auf jeden Fall etwas von den Aluria Chronicles hat. Wer jedoch auf gute Fantasy wert legt, sollte sich eine Leseprobe suchen oder abwägen wie wichtig ihm die Logik ist. Der Fantasyanteil ist in diesem Fall eine nette Dreingabe, jedoch nicht mehr als das. Die Beweggründe der Hauptcharaktere sind nachvollziehbar, jedoch die der Nebencharaktere weniger, sie wirken einfach Gesichtslos und handeln, eventuell wegen fehlendem Hintergrundwissen der Leser, unlogisch. Künstlerisch ist der Manga höchst anspruchsvoll und sehr gut gezeichnet, die Hauptcharaktere sind sehr ansprechend und stehen den Bishounen aus Japan in nichts nach.
Die Aluria Chronicles sind alles in allem ein netter Manga für zwischendurch, ein großer strahlender Stern oder ein Meilenstein im Yaoi sind sie leider nicht, obwohl sie es hätten werden können, das potenzial wäre dagewesen.

Nun eine kurze zusammenfassung:
positiv aufgefallen sind mir:
- interessante Hauptcharaktere
- guter, flüssiger Zeichenstil
- eine vielversprechende Storyidee
- nette Fantasywelt
- viele schöne Momente und Situatonen im Storyverlauf

negativ aufgefallen sind mir:
- teils unlogische Verhaltensweisen der Nebencharaktere
- Nebencharaktere haben kein richtiges Profil
- schlechte Umsetzung der Storyidee und so leicht vorhersehbar
- unbefriedigendes Ende