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Comic-Besprechung - Ex Machina 3: Fakt vs. FiktionGeschichten:Autor: Brian K. Vaughan, Zeichner: Tony Harris Story: Der Ex-Superheld und amtierende Bürgermeister von New York, Mitchell Hundred, bekommt es mit ganz neuen Problemen zu tun. Zum einen muss er sich einer Aufgabe stellen, der sich jeder Amerikaner am liebsten entzieht: Er wird zum Geschworenen bestellt. Zum anderen bekommt er es mit einem neuen Superhelden namens Automaton zu tun, der vorgibt, von Hundreds ehemaligem Helden-Alter- Ego erschaffen worden zu sein. Nur weiß Hundred gar nichts davon ... Meinung: Ex Machina ist sicher nicht jedermanns Sache. Zwar fließt auch im dritten Paperback Blut, doch wer mit Politik nichts anzufangen weiß und nach jeder dritten Seite eine ordentliche Schlägerei braucht, sollte sich Chackie Chan Filme anschauen oder einen drittklassigen Zombiestreifen zu Gemüte führen. Brian K. Vaughan hat ein geschicktes Händchen, was den Backround seiner Geschichten betrifft. In Y-the Last Man lässt er fast alle Männer sterben und gibt das Schicksal der Welt in Frauenhände. Ex Machina gewährt uns Einblicke in den Alltag eines Bürgermeisters. Wer sich ein bisschen in der Politik auskennt, weiß, dass es hier jede Menge Zündstoff für interessante Storys gibt. Im aktuellen Band lässt sich Bürgermeister Hundred als Geschworener aufstellen. Dieser vermeintlich geschickte Schachzug, der sein ramponiertes Image wieder auf Vordermann bringen soll, erweist sich als Fehlgriff, da Hundred damit mitten in eine Geiselnahme schlittert. Natürlich gibt es – wie in jeder gut erzählten Geschichte – einen weiteren Handlungsstrang, der von der Jagt auf einen „Great Machine“-Nachahmer berichtet, der in Hundreds Fußstapfen treten will. Wie gewohnt führt uns Vaughan mit falschen Fährten in die Irre, was sich alles sehr spannend und amüsant liest. Wie immer sind die geschliffenen Dialoge Herzstück der Erzählung. Obwohl die Story nach wie vor über dem üblichen Superhelden-Einheitsbrei trohnt, präsentiert sie sich nicht mehr ganz so originell und frisch wie zu Beginn der Serie. Wesentlich interessanter als der Hauptplot des Bandes ist das Anhängsel, die letzte Story, die eine abgeschlossene Geschichte erzählt. Hier begegnet Hundred seiner Mutter und wir erfahren Einzelheiten über den Tod seines Vaters. Natürlich ist es unvermeidlich, dass in einer Serie irgendwann die Verwandten der Hauptperson auftauchen aber auch hier beweist Vaughan sein dramaturgisches Geschick. Fazit: Ex Machina 3: Fakt vs. Fiktion unterhält - wie auch die Ausgaben zuvor - auf gehobenem Mainstream Niveau. Gerne verzeiht man Brian K. Vaughan deshalb, dass sich seine Erzählstrukturen wiederholen. Immerhin fällt ihm immer wieder ein interessantes Thema ein, das den Leser bei der Stange hält. Glanzstück des Bandes ist das Mutter-Sohn Meeting, das natürlich die ein-oder andere Überraschung bereit hält. Fans werden zufrieden sein! |
Ex Machina 3: Fakt vs. Fiktion Autor der Besprechung: Thomas Digel Verlag: 2001 ISBN 10: 1401209882 ISBN 13: 978-1401209889 148 Seiten ![]() |
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| Rezension vom: | 03.03.2008 | ||||||
| Kategorie: | Rezensionen | ||||||
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