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Comic-Besprechung - Lektionen der Liebe

Geschichten:
Kap. 1 - 4
Autor: Kanan Minami, Zeichner: Kanan Minami, Tusche: Kanan Minami

Story:
Hime und Nachi sind seit ihrer Kindheit befreundet. Die burschikose Hime stellte sich stets schützend vor Nachi, stärkte sein Selbstbewusstsein und spornte ihn zu Bestleistungen an, meist mit der Peitsche und eher selten mit Zuckerbrot. Dadurch hat sie ihn von sich abhängig gemacht, wie ein Frauchen ihren Schoßhund. Ein Paar sind sie jedoch nicht. Dabei ist es genau das, was sich Hime insgeheim wünscht. Allerdings müsste Nachi dann selbständig werden, statt auch noch stolz auf ihre merkwürdige Beziehung zu sein. Sie wartet auf das Wunder - bisher vergeblich.
Plötzlich macht sich Kotori an ihn heran, und da Hime nichts unternimmt, trifft sich Nachi mit dem anderen Mädchen und bekommt von ihr sogar seinen ersten Kuss. Nun muss sich Hime schnell etwas einfallen lassen, doch sie kann Nachis Verhalten ihr gegenüber nicht deuten und verliert langsam den Mut. Überdies macht ihr Itsuki, der Sohn des Hausarztes, Avancen…

In der Zweitstory soll die siebzehnjährige Kaya dem jüngeren Reo Nachhilfe geben. Obwohl ihre Familien befreundet sind, hat sie ihn schon seit drei Jahren nicht mehr gesehen und staunt nicht schlecht, als sie einem jungen Mann gegenüber steht. Dieser möchte nur eines lernen: Sex. Und er nimmt sich, was er will…


Meinung:
Kanan Minami hat viel Freude daran, in ihren Serien ("Honey x Honey Drops", "Gib mir Liebe") Master & Slave-Games zu thematisieren. Ihre Protagonisten sind 15 Jahre und älter und sammeln erste sexuelle Erfahrungen. Dabei gehen die vormals kameradschaftlichen Dominanzspiele in erotische Handlungen über, bei denen ebenfalls darum gekämpft wird, wer die beherrschende Rolle einnimmt. Für gewöhnlich ist das der Junge, der genau weiß, was er tun muss, um das Mädchen in seinen Armen durch Lust gefügig zu machen.
In "Lektionen der Liebe" sind diese Rollen zur Abwechslung einmal vertauscht, denn Hime (Prinzessin) spielt die Domina. Aber es wäre kein Kanan Minami-Manga, würde sich die Protagonistin nicht in Wahrheit danach sehnen, dass Nachi endlich aus sich heraus geht und den aktiven Part übernimmt. Tatsächlich wirkt das Frauchen-Hündchen-Motiv auf Leserinnen mehr lächerlich als lustig, eher übertrieben als erstrebenswert.
Die Zweit-Story ist schon weniger harmlos, denn hier kommt Gewalt ins Spiel. Das Verhalten von Kaya, die von Reo gegen ihren Willen entjungfert wird, ist wenig glaubhaft. Zum einen erduldet sie es stillschweigend, da sie Repressalien für ihre Familie fürchtet, zum anderen setzt sie den Unterricht sogar fort und sehnt sich nach den Berührungen Reos. Sein Vorgehen wird damit entschuldigt, dass er sich in Kaya verliebt hat und aus Mangel an Erfahrung weit über das Ziel hinaus schoss. Das ist sehr dürftig und ändert nichts an dem Tatbestand einer Vergewaltigung. Dass Kaya diese gewissermaßen genossen hat, zeichnet ein sehr fragwürdiges Frauenbild - und man kann nur hoffen, dass alle Leser zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden wissen.
Wie so oft müssen erst Nebenbuhler auftauchen, die als Katalysator die Handlung in Schwung bringen, so dass die Paare nach einigen Irrungen und Wirrungen zusammenfinden. Die Storys enden so, wie es sich das Publikum wünscht, garniert mit einigen expliziten Szenen. Dabei gibt es nur Brüste und Panties zu sehen, aber keine männlichen Geschlechtsteile. Ob die etwas reiferen Leserinnen mit solchen Themen und Abbildungen wirklich glücklich werden, sei dahin gestellt.


Fazit:
In Hinblick auf das hier gezeichnete Frauenbild ist die Leseempfehlung 16+ eigentlich noch zu niedrig angesetzt. Das Publikum sollte reif genug sein, die Aktionen der Protagonisten hinterfragen und zwischen Fiktion und Realität unterscheiden zu können. Auch sonst empfiehlt es sich, ein wenig in dem Manga zu blättern, ob man sich mit den Themen und den Abbildungen, die bloß Brüste und Panties zeigen, anfreunden kann.


Lektionen der Liebe - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Lektionen der Liebe

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 6,50

ISBN 13:
978-3-86719-189-0

192 Seiten

Positiv aufgefallen
  • etwas explizitere Erotik für Leserinnen ab 16
Negativ aufgefallen
  • die Mangaka zeichnet ein sehr unrealistisches Frauenbild
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Rezension vom: 03.10.2007
Kategorie: One Shots
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