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Comic-Besprechung - Red Snake

Geschichten:
Red Snake
Autor: Hideshi Hino, Zeichner: Hideshi Hino, Tusche: Hideshi Hino

Story:
Ein einsames Haus umgeben von einem dichten, düsteren Wald ist Schauplatz des Geschehens. In diesem Haus wohnt ein kleiner Junge zusammen mit seiner Familie. Der Junge fürchtet sich vor dem Haus, vor allem vor seinen dunklen Gängen und Räumen. In einem der düsteren Gänge befindet sich ein mannshoher Spiegel, der das Durchqueren des Ganges unmöglich macht. Hinter diesem Spiegel befinden sich, so besagt eine Legende, weitere, schier endlos wirkende Gänge, ein wahres Labyrinth, das bewohnt wird von grausamen Dämonen. Einzig der Spiegel hält diese Wesen davor zurück in die Welt der Sterblichen zu treten.
Eines nachts gelingt es dem Jungen, den die Neugier immer wieder zum Spiegel trägt, diesen zu durchqueren. Ein Alptraum beginnt. Tod und Grausamkeit greifen um sich.


Meinung:
red_snake_scan.jpg Mit "Red Snake" eröffnet Schreiber & Leser die Horrorreihe von Hideshi Hino. Der Manga beginnt mit dem düsteren "Blutgesänge" ein Werk von Xinyie Anzi. Der Leser wird unmittelbar nach diesem Auftakt, mit den nachfolgenden Seiten, in eine surreale, schauderhafte Welt gezogen. Der Plot lässt sich schnell auf das Wesentliche reduzieren. Ein namenloser, hässlicher kleiner Junge schaut in einem Traum hinter den verbotenen Spiegel, ein Dämon in Form der Roten Schlange gelangt aufgrunddessen aus dem Reich der Dämonen und damit beginnen Tod und Mord über die seltsame Familie hereinzubrechen. Diese Familie scheint selbst wie aus einem Horrorfilm entsprungen zu sein und gibt allein durch ihr "normales" Auftreten schon genug Grund zum Gruseln.
Da wäre die große Schwester des Jungen, die leidenschaftlich gern mit Tausendfüßlern und anderem Gewürm spielt und sich dieses über den Körper krabbeln lässt. Dann gibt es einen Großvater, der ein übergroßes, eitriges Furunkel in seinem warzigen Gesicht trägt und mehr als sadistisch angehaucht ist. Es folgt eine schwachsinnige Großmutter, die in einem Haufen Äste ihr Dasein fristet und sich für eine eierlegende Henne hält. Gackernd und sich von Würmer ernährend verbringt sie ihren Alltag. Der Vater, ein ebenfalls hässlicher Geselle, hält sich auf grausame Art Legehennen. Sollte eines der Tiere es wagen und nicht die gewünschte Menge an Eiern liefern, macht er kurzen Prozess und das Federvieh, im wahrsten Sinne des Wortes, um einen Kopf kürzer. Die abgehackten Köpfe knüpft er an einem Seil an die Decke, damit diese ausbluten und als abschreckendes Beispiel für die verbliebenen Tiere dienen. Der Rest des Kadavers wird wieder an die Hennen verfüttert.
Zu guter Letzt folgt die Mutter des Jungen, die als einzige normal wirkt und zusammen mit der Tochter optisch nicht wie aus einem Horrorkabinett entsprungen scheint. Die Familie und ihre Eigenarten werden sehr detailliert und ekelig dargestellt. Schon allein diese "Familienumstände" könnten den Leser verwundern, dass der Junge ausgerechnet vor dunklen Gängen und Räumen Angst hat und nicht vor den eigenen Verwandten.
Hino gelingt es jedenfalls mit diesen Figuren einen Schaudereffekt nach dem nächsten aufs Papier zu bringen, toppt das Ganze aber noch, indem er die Rote Schlange in den Plot einfließen lässt. Horroreffekte und Splattermotive geben sich die Klinge in die Hand. Die Familienmitglieder verändern sich. Streitereien eskalieren und man mordet ohne Skrupel. Abgehackte Gliedmaße, rollende Köpfe, Wahnsinn, häßliche, verzerrte Fratzen und sehr viel Blut bestimmen die Panels.
Das Artwork unterstützt gekonnt die schauderhafte Atmosphäre, durch die der Leser zusammen mit dem namenlosen Protagonisten wandelt. In übergroßen Panels werden besonders die ekligen Szenen detailliert dargestellt. Viele Bilder leben auch von einem krassen Gegensatz. Die hübsche Mutter z.B. die plötzlich zum verstümmelten Monster mutiert. Schwarze Flächen dominieren die Panels.
"Red Snake" dürfte es gelingen den meisten Leser in Schauder zu versetzen. Als Frage bleibt nur offen, welchen Horror der Leser favorisiert. Den leise anklopfenden, der hauptsächlich mit der Psyche spielt - kaum anzutreffen in diesen Manga - oder den plastisch in szenegesetzten Splatter, der in diesen Band wirklich ekelig und grausam dargestellt wird?


Fazit:
Für Horrorfans geeignetes Lesefutter, auch wenn der Comic einen kaum anständigen Plot aufweisen kann. Zartbesaitete oder Leser mit hoher erzählerischen Erwartung sollten lieber die Finger von den Band lassen.


Red Snake - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Red Snake

Autor der Besprechung:
Brigitte Schoenhense

Verlag:
Schreiber und Leser

Preis:
€ 10,00

ISBN 10:
3-937102-67-1

ISBN 13:
978-3-937102-67-2

192 Seiten

Red Snake bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Gruselgefühle kommen auf
  • die Zeichnungen unterstreichen die düstere Atmosphäre
Negativ aufgefallen
  • grausame Darstellung
  • dünner Plot
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2
(1 Stimme)
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Rezension vom: 16.09.2007
Kategorie: Hino Horror
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