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Comic-Besprechung - Leonhard Euler - Ein Mann, mit dem man rechnen kann

Geschichten:
Autor: Andreas K. Heyne, Alice K. Heyne, Zeichner: Elena S. Pini

Story:
Leonhard Euler war der überragende Mathematiker der Schweiz und noch heute, 100 Jahre nachdem man damit begonnen hat, seine Werke herauszugeben, ist man noch lange nicht damit fertig. Er ist neben Newton und Einstein einer der großen Geister Europas gewesen und hat neben der Mathematik auch auf vielen anderen Gebieten außergewöhnliches geleistet. Dieser Comic bietet einen Abriss seines Lebens an.

Meinung:
76 Jahre auf 45 Seiten Comic zu reduzieren, das ist wahrlich eine Mammutaufgabe. Es gibt dennoch einige Beispiele, wo dies gut gelungen ist. Der Comic „Leonhard Euler - Ein Mann, mit dem man rechnen kann“ kann dazu gezählt werden. Humorvoll und unterhaltsam führen die beiden Autoren den Leser durch eine Zeit, die eher wenig Humor versprühte. Das 18. Jahrhundert war ein schwieriges Pflaster für große Geistesaufgaben. Ein Widerstreit zwischen absolutistischer Herrschaft und der Aufklärung beherrschte das allgemeine Leben. Und dennoch war gerade das 18. Jahrhundert ein unglaublich kreatives Zeitalter, in dem Genies wie Goethe, Schiller, Sir Isaac Newton und viele andere die Welt auf neue wissenschaftliche und künstlerische Grundlagen setzte.

Es ist sicher sehr gut, dass Leonhard Euler einmal nicht in wissenschaftlichen Werken und auch nicht in einer ganz normalen Biografie auftaucht. Der Comic bietet die Möglichkeit eine lockere und gleichzeitig kurzweilige Erzählweise aufzubauen und das haben die Autoren sehr gut zu nutzen wissen. Dem kommt auch zu Gute, dass die Zeichnerin keinen allzu realistischen Stil an den Tag gelegt hat. So fließt diese Biografie locker flockig dahin und zieht den Leser geradezu mit sich. Es fällt schwer den Band aus der Hand zu legen. Eine Meisterleistung, wenn man bedenkt, dass das Leben des Leonhard Euler eigentlich nicht viel mit Action und Spannung zu tun hat. Auch sehr gelungen sind die kleinen, aber feinen Witze, die im Text versteckt sind.

Interessant ist noch eine kleine Nebengeschichte zu diesem Band. Der Verlag fordert in einer beiliegenden Karte die Leser dazu auf nach Anachronismen Ausschau zu halten. Wir haben einmal nachgefragt und das Ganze ist wirklich erst einmal auf Fehler der Zeichnerin zurück zu führen. Denn sie hatte als Spielzeug des kleinen Leonhard auf Seite 1 eine Spielzeug-Eisenbahn gezeichnet. Nun ist der Beginn der Eisenbahn aus der heutigen Sicht auf das Jahr 1804 zu datieren, die erste öffentliche Eisenbahn fuhr gar erst 1825 in England. Somit war also die Zeichnerin ihrer Zeit um gut 100 Jahre voraus. Das regte aber wiederum den Verlag dazu an in Absprache mit den Autoren weitere kleine Fehler einzubauen und daraus dann einen Wettbewerb zu gestalten, bei dem der Leser Buchgutscheine gewinnen kann, wenn er die Fehler entdeckt. Ein genialer Schachzug, um den Leser zu einem zweiten Blick auf das Buch zu ermutigen.

Fazit:
„Leonhard Euler - Ein Mann, mit dem man rechnen kann“ ist ein gelungener Comic über einen Mann, der erstaunliches geleistet hat und der auf diese Weise vielleicht etwas mehr in den Mittelpunkt rücken kann. Wer Historiencomics mag, der sollte bedenkenlos zugreifen.

Leonhard Euler - Ein Mann, mit dem man rechnen kann - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Leonhard Euler - Ein Mann, mit dem man rechnen kann

Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Birkhäuser

Preis:
€ 19,90

ISBN 10:
3-7643-7779-8

ISBN 13:
978-3-7643-7779-3

45 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Eine gelungene Comicbiografie
  • Gute Dialoge
  • Passende Zeichnungen
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 29.05.2007
Kategorie: One Shots
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