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Comic-Besprechung - Sonne und Mond 1

Geschichten:
Band 1
Autor: Kwan Gaya, Zeichner: Kwan Gaya, Tusche: Kwan Gaya

Story:
Kopfgeldjäger durchkämmen das Land, immer auf der Suche nach einem lukrativen Auftrag und neuer Beute. Selbst vor alten Greisen, Frauen und Kindern wird kein Halt gemacht, denn für jeden rollenden Kopf rollen umso mehr bare Münzen.
Den jungen Il Hong lässt das blutige Geschehen zunächst unberührt. Er lebt in den Tag hinein und verdient seinen kargen Lebensunterhalt mit dem Fischfang. Erst als seine Chefin, die eine kleine Spelunke besitzt, von Kopfgeldjägern gestellt wird überschlagen sich die Ereignisse und Il Hong muss sich mit einem Teil seiner Vergangenheit konfrontiert sehen. Seine Chefin offenbart nämlich ihr wahres Ich. Als gefürchtete und unbesiegbar geltende Hexe Hong Go ist auf sie ein deftiges Kopfgeld gesetzt.
Schon bald ist Il Hong selbst ein begehrtes Objekt unter den Jägern, denn er ist der direkte Nachkomme des berühmt berüchtigten Verbrechers Baik Bi und für seinen Kopf winken mehrere Tausende.


Meinung:
"Sonne und Mond", ein ungewöhnlicher Titel für einen noch viel ungewöhnlicheren Manhwa. Der Autor zieht hier sein Ding durch, möchte dem Leser nicht auf Teufel komm raus gefallen, sondern stellt seine Charaktere, seine Geschichte nach seinen Vorstellungen und seinem Geschmack dar. Ein Werk mit richtigen Ecken und Kanten. Das kann dem Leser mehr oder auch minder gefallen.
Das Genre lässt sich im Samurai-, Fantasysektor einordnen, verfeinert mit reichlich Material Arts. Wenn es zusonne_und_mond001scan_1.jpg Auseinandersetzungen kommt, dann fliegen auf äußerst spektakuläre und unrealistische Weise die Fäuste. Die Handlung ist gespickt mit makaberen Humor, der nicht jedermanns Geschmack treffen wird. Vereinzelte philosophisch-angehauchte Gedankenpassagen im Handlungsverlauf heben erfreulicher Weise das Niveau der Erzählung.
Die Zeichnungen sind in einem sehr eigenwilligen Stil gehalten. Figuren wirken verzogen, überspitzt und werden oft karikativ dargestellt. Die Panels sind in den Kampfszenen meist überladen und unübersichtlich, obwohl sich Gaya im Grunde auf das Wesentliche beschränkt und besonders Hintergründe lediglich spartanisch darstellt. Nur vereinzelt blitzen detailverliebte und aufwendig gestaltete Panels auf, die den Betrachter in Staunen versetzen und innehalten lassen.
Der Erzählstil ist ebenfalls sehr eigen. Als Leser muss sehr konzentriert das Geschehen verfolgt werden. Häufig kommt es zu Handlungssprüngen, gerne auch von einem zum anderen Panel auf genau derselben Seite!!! Aufmerksames Lesen ist hier absolut erforderlich. Was noch erschwerend hinzukommt sind ein ganzer Haufen fremder Charaktere, die nirgendwo vorgestellt werden und oft auch nur kurze Auftritte eingeräumt bekommen. Hintergrundinformationen gibt es keine oder nur spärlich und werden erst mit dem Fortlauf der Geschichte gegeben, besonders im Hinblick auf das Beziehungsgeflecht der Protagonisten. Hier heißt es dranbleiben, im zweiten Band wird bereits einiges klarer.
Zur Aufmachung des Comics lässt sich sagen, dass Bindung, Druck und Übersetzung wirklich klasse sind. Lediglich einige Panels weisen leicht angeschnittene Sprechblasen auf in denen der enthaltende Text schlechter lesbar ist und daher ein bisschen den positiven Gesamteindruck trüben.


Fazit:
Im Grunde handelt es sich um einen interessanten Comic, der aus dem Manga/Manhwa Allerheitsbrei heraussticht. Wenn man mit Material Arts jedoch ehr weniger anfangen kann und auch nicht auf die niedlichen, großäugigen Schönheiten verzichten möchte, ist man mit diesem Manhwa weniger gut beraten.


Sonne und Mond 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sonne und Mond 1

Autor der Besprechung:
Brigitte Schoenhense

Verlag:
Schreiber und Leser

Preis:
€ 14,95

ISBN 10:
3-937102-47-7

ISBN 13:
978-3-937102-47-4

290 Seiten

Sonne und Mond 1 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • ein Werk mit Ecken und Kanten, dass nicht gefallen will
  • philosophische Passagen
Negativ aufgefallen
  • Handlungssprünge und unübersichtlicher Zeichenstil
  • tumber Humor
  • wenige Informationen zu den Figuren und den Beziehungsgeflecht
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 21.05.2007
Kategorie: Sonne und Mond
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Sonne und Mond 1
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