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Comic-Besprechung - Komm zurück, Mutter

Geschichten:
Mother, Come Home
Autor und Zeichner: Paul Hornschemeier

Story:
Thomas muss die schwerste Zeit seines Lebens durchstehen, und das obwohl er gerade einmal sieben Jahr alt ist. Seine Mutter ist gestorben, sein Vater ist in tiefe Depressionen verfallen und irgendwie muss er sein Leben wieder in den Griff bekommen, aber auch das des Vaters. Nur, wie macht das ein Junge, der noch nicht einmal für sich selbst sorgen kann? Paul Hornschemeier erzählt eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt…

Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Es bleibt einem Kind nur dreierlei zu wünschen: Entweder behält es seine Eltern, oder es verliert sie, wenn es ganz klein oder schon erwachsen ist. Bei ersterem Zeitpunkt wird das Kind den Verlust noch nicht begreifen und wohl erst als Erwachsener verarbeiten wollen. Bei letzterem – nun, ein Erwachsener kann mit dem Tod im Allgemeinen gut umgehen, besser jedenfalls, als ein Kind. Nun hat in der vorliegenden Geschichte der kleine Thomas weder den Luxus des einen noch des anderen Zeitpunktes. Er begreift den Tod, kann ihn aber nicht richtig verarbeiten und in gewissem Maße ist auch sein Vater ein Kind geblieben, denn auch ihm fällt es schwer den Tod der Ehefrau zu verarbeiten. Warum dem so ist, wird erst etwas später im Laufe der Graphic Novel klar.

Paul Hornschemeier geht einen harten, einen sehr eindrucksvollen Weg, um seine Geschichte zu erzählen. Er lässt keine Einzelheit aus, er zeigt die ungeschminkte Realität dessen, was ein siebenjähriger Junge erlebt, wenn ihm seine Mutter genommen wird und sein Vater eigentlich zu existieren aufhört. Daneben versteht es Hornschemeier aber auch Szenen zu entwickeln, die surreal das Gefühlsleben des Jungen und seines Vaters aufzeigt. Diese Vermengung aus Realität und Surrealismus ist einzigartig.

Hornschemeier hat mit Sicherheit neue Wege in Sachen Erzählung beschritten. Gibt es in manchen Comics Bilder, die man auch überlesen und überblättern kann, ohne den Sinn der Geschichte zu verzerren, ist dem Leser hier dieser Luxus nicht gegeben. Bilder, Farben, Formen, alles hat einen tieferen Sinn, alles muss im Gesamtbild gesehen und beurteilt werden. Das erfordert einiges an Energie und doch ist der Dank unglaublich groß: Er besteht in einem Lesegenuss, der selten höher anzusiedeln war, als bei dieser Graphic Novel.

Fazit:
Hornschemeier ist ein herausragender Erzähler, der mit eindrucksvollen Bildern und einer ebensolchen Geschichte seine Leser in seinen Bann zieht. Gefühlvoller und besser kann man die Welt eines siebenjährigen Jungen, der seine Mutter verloren hat, nicht aufarbeiten. Und damit ist dieser Comic schon jetzt ein moderner Klassiker.

Komm zurück, Mutter - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Komm zurück, Mutter

Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 16,00

ISBN 13:
978-3-551-74877-5

128 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Herausragend geschrieben
  • Gefühlvoll inszeniert
  • In mehr als einer Hinsicht wegweisend
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
3.33
(3 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 15.04.2007
Kategorie: One Shots
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