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Comic-Besprechung - Annihilation 1 (von 4)

Geschichten:
Annihilation: Prologue 1
Autor: Keith Giffen, Zeichner: Scott Kolins, Ariel Olivetti, Farben: Junge Chung
Annihilation: Nova 1
Annihilation: Nova 2
Annihilation: Nova 3
Annihilation: Nova 4

Autor: Dan Abnett, Andy Lanning, Zeichner: Kev Walker, Tusche: Rick Magyar, Farben: Brian Reber

Story:
Am Rande des uns bekannten Universums rumort es. Ein Wesen mit dem Namen Annihilus ist auf dem Weg zu bewohnten Welten, um diese nicht nur zu unterwerfen, sondern komplett zu vernichten. Eine der ersten Welten, die angegriffen werden, ist die Heimat des Nova Corps und ausgerechnet Richard Rider ist der einzige Nova, der die Katastrophe überlebt. Er wird vom xandarischen Weltgeist, einem Supercomputer am Leben gehalten und geheilt. Dies hat aber seinen Preis, denn in ihn werden alle Daten des Weltgeistes und die gesamte Novakraft übertragen. Und genau die droht ihn wahnsinnig werden zu lassen…

Meinung:
Nun gut, es gab sie schon oft, die Gefahr aus einer anderen Dimension, die eines der großen Superheldenuniversen erschüttern lassen sollte. DC und Marvel lassen es ständig mächtig krachen, denn ohne Mega-Ereignis ist es inzwischen reichlich schwer geworden, die Leser bei der Stange zu halten. Gewöhnliche Geschichten langweilen zu sehr und manches Mal stellt sich schon die Frage, ob den Autoren einfach nichts mehr anderes einfallen will. Denn was steht am Ende einer jeden großen Umwälzung? Genau richtig: Der Status Quo wird doch wieder hergestellt. Stirbt einer der großen Helden, wird er meistens wieder auferstehen, auch wenn vielleicht sogar eine ganze Zeit verstreichen wird, wie unlängst bei Green Arrow geschehen. Auch Superman war von diesem Zyklus eines jeden Superhelden nicht verschont worden. Denkbar schlechte Voraussetzungen also, um wirklich tief greifende Geschichten zu erzählen.

Nun hat man sich bei Annihilation dazu entschlossen einmal mehr einen Helden in die Schlacht zu schicken, der in Amerika vielleicht noch einigermaßen bekannt sein dürfte, aber gerade in Deutschland kaum einem Leser bekannt sein dürfte, vielleicht am Ehesten noch den wirklich eingefleischten Fans. Nova oder Richard Rider hat aber durchaus einiges zu bieten und ist – wenn man das so will – die Marvelkopie von Green Lantern, der ja auch in einem Corps aus lauter Außerirdischen dient und „nur“ der Soldat der Erde ist. Nun gut, er ist nicht grün gewandet, trägt auch keinen Ring, aber die Parallelen sind doch nicht abstreitbar.

Annihilation ist in erster Linie auch keine Superheldengeschichte, sondern eine astreine Science Fiction-Erzählung, die im tiefsten Weltraum spielt – zumindest, was den ersten Sammelband anbelangt. Und hier muss man einmal den Autoren ein Kompliment machen. Sie haben eine Geschichte erschaffen, die kurzweilig, gewaltig in ihren Ausmaßen ist und doch nachvollziehbar für den Leser bleibt. Ja, das ist Science Fiction pur, wie sie ein jeder Liebhaber dieses Genres lieben muss.

Auffallend ist aber auch, dass die Autoren sich nicht nur auf die Action beschränken. Sie haben eine sehr gute Definition seiner Charaktere eingebaut. Richard Rider ist der sarkastische Tunichtgut, der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Ihm zur Seite wird ein Charakter namens Drax, der Zerstörer gestellt, der offensichtlich keiner von den Guten ist, der aber eine Funktion ausübt, die für Rider noch wichtig werden wird: Die des Lehrers, um die Novakraft zu beherrschen. Wer wäre da besser geeignet, als ein Zerstörer, der sich mit gewaltigen Kräften auskennt? Rider wird gleichzeitig so dargestellt, dass er nicht als übermächtiger Mensch daher kommt, sondern seine Fehler hat. Dadurch kommt er freilich den Lesern sehr entgegen, die sich mit ihm identifizieren können.

Zeichnerisch gesehen wurde hier etwas sehr gutes geschaffen, Kev Walker, der den Novateil gezeichnet hat, hat eine glaubwürdige Science Fiction-Welt mit vielen Details geschaffen und er hat die Mittel seinen Charakteren eine Entwicklung ins Gesicht zu zaubern.

Immerhin: Annihilation ändert schon im ersten Band etwas am Status Quo. Nun bleibt zu hoffen, dass die drei weiteren Bände Erzählfluss, Geschwindigkeit und Erschütterung des Universums beibehalten und dann könnte Annihilation zum modernen Superheldenklassiker werden.

Fazit:
Annihilation ist eine gute Serie, die man sich als Science Fiction-Fan nicht entgehen lassen sollte. Es bleibt zu hoffen, dass der gute Anfang sich nicht zu sehr in den kommenden Bänden verliert. Und dann könnte die Gesamtserie wirklich sehr gut werden.

Annihilation 1 (von 4) - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Annihilation 1 (von 4)

Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

Annihilation 1 (von 4) bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Gute Science Fiction Geschichte
  • Gute Zeichnungen
  • Sehr spannend
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1.33
(3 Stimmen)
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Rezension vom: 20.02.2007
Kategorie: Annihilation
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