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Comic-Besprechung - The Walking Dead 32: Ruhe in Frieden

Geschichten:
The Walking Dead 32: Ruhe in Frieden (The Walking Dead 187-193)
Autor: Robert Kirkman, Zeichner: Charlie Adlard, Inker: Charlie Adlard, Stefano Gaudiano, Grautöne: Cliff Rathburn


Story:
In der Gemeinschaft macht sich immer mehr Unmut breit und die Zeichen dafür, dass eine geplante Absetzung der Gouverneurin blutig verlaufen wird werden immer deutlich. Rick versucht nicht nur zu vermeiden, in den Konflikt hineingezogen zu werden, sondern generell ein Blutbad zu verhindern. Schließlich ist das Bündnis zwischen Alexandria und der Gemeinschaft noch sehr brüchig und droht seine Leute in einen Bürgerkrieg zu ziehen. Doch kann sich Rick durchsetzen?


Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Der Untertitel des 32. Bandes des Bestsellers The Walking Dead ist äußerst passend: Ruhe in Frieden. Was paradox klingt, denn wie können die Toten in Frieden ruhen, wenn es gerade darum geht, dass sie auferstanden sind und eine Zombieapokalypse vorherrscht? Dabei bezieht sich die Aussage gar nicht auf die Zombies, denn an einer Stelle in der Serie sagt der Hauptheld Rick Grimes, das in Wahrheit die überlebenden Menschen die wandelnden Toten seien, da es nur eine Frage der Zeit sei bis auch sie den Umständen zum Opfer fallen. „Ruhe in Frieden“ bezieht sich also auf die lebenden Charaktere wie auch auf die Serie an sich.

Fans werden es schon mit Schrecken zur Kenntnis genommen haben: dieses ist der letzte Band. Die Serie ist zu Ende. Aus, vorbei, finito. Nach Beenden der Lektüre überkommt einen denn auch ein sehr wehmütiges Gefühl. Schließlich hat einen The Walking Dead über 10 Jahre lang begleitet. Man fieberte mit den Charakteren mit und betrauerte seine Lieblinge. Nichts und niemand waren sicher. Und wenn auch in den letzten Ausgaben die Zombies mehr und mehr in das Hintertreffen gerieten, so gelang es doch immer einen Spannungsbogen zu erhalten so dass man die nächste Ausgabe kaum mehr erwarten konnte. Nun ist diese Vorfreude auch vorbei, aber man hat ja auch noch die TV-Serie. Welche teils erheblich von der Comicserie abweicht und so den Entzug schmälern kann.

Dabei ist hier der Abschluss sogar logisch. Es war klar, dass es irgendwann vorbei sein musste. Die Menschen fangen sich an zu erholen, eine neue Gesellschaft aufzubauen und irgendwann wäre der Punkt gekommen wo sich der Autor Robert Kirkman zwangsläufig wiederholen würde. Nun ist man dabei eine Gesellschaftsform für die Zukunft zu wählen und der Konflikt, welcher in dem letzten Band verschärft worden war, bezog sich darauf, ob man das Alte einfach wiederholen soll oder den Mut hat, einen Schritt weiter zu gehen und etwas Neues zu erschaffen?

Das gelingt hier nur durch einen sehr großen Schock, den man nicht wahrhaben will, denn wieder verlässt eine wichtige und lieb gewonnene Figur die Serie. Dabei ist dieser Märtyrertod notwendig für das Große und Ganze. Denn gerade durch den Tod kann der Mensch überhöht werden und zu einer Legende, einem Ideal werden mit dem man sich identifizieren kann, da so das Individuum zur Projektionsfläche wird und der Traum interpretierbar. Der Mensch an sich mit all seinen Fehlern und Schwächen wird, zählt dann weniger als sein Traum, sein Ideal. Man will es als LeserIn nicht sehen, aber es ist stringent und notwendig für den Neuaufbau der Zivilisation und zu einer neuen Gesellschaft.

Der folgende Bruch in der Erzählung kommt etwas überraschend und es schließt sich ein langer Epilog an. Manche mögen den für kitschig halten. Aber nicht nur zeigt er wie die Überlebenden Jahrzehnte später ihr Leben leben und wie die Welt aussieht. Sondern auch wie sie mit den belastenden Erfahrungen umgehen und wie sich das mit den künftigen Generationen reibt. Eine Erfahrung die auch Veteranen der verschiedensten Kriege machen mussten mit ihren Kindern die all jenes in Zweifel zieht wofür die Elterngeneration gekämpft und geblutet hat. Da ist kein Pathos, kein Kitsch, sondern zeigt anhand weniger zentraler Figuren den Generationenkonflikt und damit auch das die Zivilisation sich neu gebildet und die Menschheit überlebt hat. Das kulminiert in einem wunderschönen Schlussbild welches einen hoffnungsvoll zurücklässt. Zudem beweist das wieder was für ein guter Zeichner Charlie Adlard ist. Wie immer kann er gut mit den Nuancen im Mienenspiel der Charaktere punkten und auch die Splashpanels sind gut platziert und selbst in den Szenen wo keine Action vorherrscht erschafft er eine hohe Dynamik.

Man vermisst die Serie jetzt schon, aber man kann sie ja immer wieder zur Hand nehmen und erneut lesen. Es lohnt sich wahrlich.



Fazit:
Der Abschluß einer langlebigen und einer der erfolgreichsten Serien der letzten Jahre. Man muss sich wieder auf Schocks einstellen, dabei ist das Ende dramaturgisch durchaus logisch. Es macht sich Wehmut breit und ein großer moderner Klassiker ist nun vollendet.


The Walking Dead 32: Ruhe in Frieden - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

The Walking Dead 32: Ruhe in Frieden

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 18,00

ISBN 10:
3959813546

ISBN 13:
978-3959813549

216 Seiten

Positiv aufgefallen
  • dramaturgisch logischer Abschluß
  • Drama, Spannung, Action
  • gute Zeichnungen
  • Generationenkonflikt
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 13.01.2020
Kategorie: The Walking Dead
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