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Comic-Besprechung - Sherman – Integral 1

Geschichten:
Sherman – Integral 1
Das Versprechen. New York
Der Aufstieg. Wall Street
Die Leidenschaft. Lana
Text: Stephen Densberg
Zeichnungen: Griffo
Farben: Roberto Burgazzoli und Bautista
Farbkontrolle: Griffo


Story:
Jay Sherman ist ein erfolgreicher Geschäftsmann. Jemand, der es in seinem Leben zu etwas gebracht hat. Sein Sohn Robert ist nicht minder erfolgreich, denn er schickt sich gerade an Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zu werden. Mitten hinein in diese Erfolgsgeschichte passiert das Unglaubliche. Vor den Augen des Vaters wird Robert nach einem öffentlichen Auftritt erschossen und stirbt wenig später. Und damit nicht genug, ein geheimnisvoller Anrufer droht Jay damit, dass er alles verlieren wird, was er besitzt und am Ende sogar noch seine Tochter ermordet wird, von der Jay gar nicht weiß, wo sie sich derzeit aufhält. Das FBI schaltet sich ein und gemeinsam mit der attraktiven Agentin Eva Cruz versucht Sherman Licht ins Dunkel zu bringen – eine Reise in die Vergangenheit beginnt.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Für „Sherman“ haben sich mit Griffo und Desberg zwei der großen franko-belgischen Comicurgesteine zusammengetan. Ich weiß gar nicht mehr, was mich mehr animierte bei dem Band zu zugreifen: die Erzählkunst eines Desberg oder die Linienführung von Griffo. Ich glaube am Ende war Griffo ausschlaggebend für mich – und es sollte keine Enttäuschung sein.
Griffo ist mir vor allem von seinen Veröffentlichungen „Vlad“, „Das verbotene Glück“ und natürlich „Giacomo C“ bekannt gewesen. Und besonders bei „Vlad“ und „Das verbotene Glück“ erzielt sein Strich eine Kälte in den Panels, die er auch für „Sherman“ übernommen hat. Damit setzt der belgische Zeichner das von Desberg entwickelte Szenario nahezu perfekt um. 
Denn der Autor führt uns eine brutale und kalte Welt vor. Jay Sherman muss in seinem Leben lernen sich durchzusetzen. Erst auf den Straßen New Yorks, dann in der Bank seines verhassten Schwiegervaters. Desberg ist ein grandioser Erzähler. Er entwirft eine spannende Biographie. Das Leben von Jay Shermann beginnt irgendwann nach dem 1. Weltkrieg in den USA. 
Desberg führt uns Sterling vor. Den großen Widersacher von Sherman. Sie kämpfen um die gleichen Positionen in der band und buhlen um die gleiche Frau: Lana – Sterlings Frau. Der Szenarist verquickt hier spannende Wirtschaft- und Familiengeschichte mit einem Liebesszenario. Und das alles kommt bei ihm sehr glaubwürdig rüber. Durch die permanenten Rückblicke gelingt es ihm seine Charaktere fest und stark zu skizzieren.
Besonders gut hart mir allerdings der historische Bezug gefallen. Desberg lässt die politischen Ereignisse der 1920er-Jahre mit in seine Geschichte einfließen. Prohibition, Weltwirtschaftskrise und mit Mr. Jurgen taucht auch noch ein deutscher Geschäftsmann auf, der die europäische Note mit in die Geschichte bringt. Dabei geht Desberg sehr behutsam vor. In einem Interview, dass dem band als Vorbemerkungen beigefügt ist, spricht der Autor davon, dass er an die nationalsozialistische zeit sehr interessiert ist. Es gelingt ihm ein vielschichtiges Bild zu zeichnen, das weder alle anderen Europäer als Opfer, noch alle Deutschen als Täter beschreibt.
Klasse auch, wie Desberg ein Geheimnis in der Biographie von Sherman aufbaut. Der Leser kann sich vorstellen, dass bei einem Mann mit seiner Biographie sicher noch einige dunkle Flecken zutage gefördert werden können. Auf den 160 Seiten des ersten Integralbandes dreht sich Desberg in immer engeren Kreisen um diesen Fleck. Es bleibt sehr spannend.



Fazit:
Eine tolle Familiengeschichte mit viel Historie, spannend erzählt vom ersten bis zum letzten Panel. Zu empfehlen für Leser, die gute Geschichten mögen – aufschlagen, eintauchen und genießen. Als musikalische Untermalung empfehle ich „Gratest Hits“ von Frank Sinatra. 



Sherman – Integral 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sherman – Integral 1

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Kult Comics

Preis:
€ 30

ISBN 13:
978-3-96430-061-4

160 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Starke Charaktere
  • Historische Bezüge
  • Glaubwürdige Story
Negativ aufgefallen
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Bewertung:
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Rezension vom: 08.01.2020
Kategorie: Alben
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