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Comic-Besprechung - Batman / Joker: Der Mann, der lacht

Geschichten:
Batman / Joker: Der Mann, der lacht
Der Mann, der lacht
(Batman: The Man Who Laughs)
Autor: Ed Brubaker, Zeichner / Inker: Doug Mahnke, Colorist: David Baron

Ganz aus Holz (Detective Comics 784-786)
Autor: Ed Brubaker, Zeichner: Patrick Zircher, Inker: Steve Bird, Aaron Sowd, Colorist: Jason Wright, Wildstorm FX


Story:
In einer verlassenen Fabrik werden fürchterlich entstellte Leichen entdeckt. Captain Gordon und sein neuer Verbündeter Batman stehen vor einem Rätsel. Die erste Spur bekommen sie, als ein geheimnisvoller neuer Verbrecher vor laufenden Kameras den Mord an einflussreichen Persönlichkeiten um Punkt Mitternacht ankündigt. Die Medien nennen den Wahnsinnigen Joker und auf der Jagd nach ihm, wächst in Batman der Verdacht, das er nicht ganz unschuldig ist an dessen Entstehen.


Meinung:
Für den Paperback Batman / Joker: Der Mann der lacht hat man eine gute Geschichte zu dem rechten Zeitpunkt ausgesucht. Nicht nur ist der klassische Erzfeind Batmans durch den Film Joker gerade in aller Munde und man kann deswegen hoffen eine größere Käuferschicht zu erlangen, sondern es wird dieses Jahr auch der 80. Geburtstag des Dunklen Ritters gefeiert.

Allerdings ist die hier enthaltene Story schon 2005 erschienen, also nicht mehr ganz so aktuell. Aber angesichts der Qualität fällt das nicht so ins Gewicht. Der Spezialist für Crime Comics Ed Brubaker hat sich der allerersten Konfrontation Batmans mit dem Joker angenommen und verknüpft damit in seinem One-Shot zwei klassische Storys weswegen die Veröffentlichung zu diesem Zeitpunkt gut geplant ist. Zum einen lässt er die Geschichte direkt nach Frank Millers Batman: Das erste Jahr spielen und greift zudem die neue Origin-Story des Jokers auf wie sie Alan Moore in dem ebenfalls schon klassischen Lächeln Bitte erzählt hat. Zudem verwendet Brubaker wesentliche Elemente aus dem Debüt des Jokers, das immerhin schon 1940 stattfand. Das ist recht geschickt gemacht. Man findet entstellte Leichen und in den Zeichnungen sahen die Opfer von Jokers Lachgas wohl noch nie so abstoßend und grauenerregend aus wie hier. Batman und Gordon festigen ihre Freundschaft während Gotham noch nicht so recht weiß ob es Batman wirklich gibt und wie mit ihm umzugehen ist. Dieses Setting baut auf Millers Geschichte auf. Während Batman ermittelt, erhärtet sich der Verdacht das er den Joker  miterschaffen hat als Red Hood in einen Bottich mit Chemikalien fiel, was Lächeln bitte schon thematisierte. Aber der Joker befindet sich nicht nur auf einem Rachefeldzug indem er Millionäre einen Tod um Mitternacht verspricht, was das Debüt darstellte, sondern einen größeren tödlichen Plan. Wer sich nun aber in der Geschichte Batmans auskennt und die drei genannten Klassiker kennt, wird hier nur in Nuancen überrascht werden und die Spannung dürfte sich eher für Neulinge bilden. Fans kennen schlicht schon zu viel und manche Krimiaspekte werden sträflich vernachlässigt was einem Autor wie Brubaker nicht hätte passieren dürfen. So ist es unklar wie denn nun eigentlich der Joker seine Opfer vergiftet hatte und es wird gerade mal nebenbei in den Dialogen abgehandelt und verpufft so etwas. So entstehen Lücken in der Logik, aber man hat ein schönes Beispiel für die Verknüpfung von Nostalgie und Modernität vor sich.

Was etwas überrascht ist die Tatsache, dass hier noch eine weitere längere Geschichte vorhanden ist die rein gar nichts mehr mit dem Joker zu tun hat, aber schön zu Batmans Geburtstag passt. Schließlich bildet er hier ein Team-Up mit der klassischen ersten Green Lantern aus den 1940ern, also dem Golden Age. Durch die prominente Zurschaustellung des Jokers auf dem Cover und in dem Titel wirkt die Geschichte zunächst wie ein Fremdkörper, feiert aber die Vergangenheit der Helden. Batman und Green Lantern klären einen alten Mordfall und werden mit ihrer jeweiligen Vergangenheit konfrontiert. Es ist eine einzige Hommage an das Golden Age und dieses wird der Moderne gegenübergestellt, wenn sich Green Lantern altmodisch fühlt und Batman die neue Zeit verkörpert (obwohl sie comichistorisch ja eng beieinander liegen). Insofern wird hier ein Metakommentar geschaffen wie sich die Comichelden im Laufe der Jahrzehnte verändert haben und vor allem wie Batman angepasst worden ist, wohingegen Green Lantern dafür mehrere Inkarnationen benötigte. Es wird mit einem Augenzwinkern erzählt und man sieht Batman hier öfters, heimlich, lächeln wenn er Alan Scott beobachtet und am Ende ein Autogramm betrachtet welches Green Lantern Batmans Vater gegeben hat. Es sind diese Momente welche die Geschichte auszeichnen und weniger der eigentliche Kriminalfall und es ist schön eine solche liebevolle Hommage zu Batmans Geburtstag lesen zu können. Zugreifen.


Fazit:
Die richtigen Storys zum richtigen Zeitpunkt. Zwar hapert es manchmal etwas an der Logik, aber hier wird auf äußerst gelungene Art und Weise mit der Verknüpfung von der Tradition und der Moderne Batmans Geburtstag gefeiert.


Batman / Joker: Der Mann, der lacht - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Batman / Joker: Der Mann, der lacht

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 10:
3741615021

ISBN 13:
978-3741615023

148 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Verknüpfung Tradition und Moderne
  • Zeichnungen
  • Referenzen und Hommage
Negativ aufgefallen
  • manchmal etwas unlogisch
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Rezension vom: 10.12.2019
Kategorie: Batman
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